Preußen-Forum
26. Spieltag: Dynamo Dresden vs. SCP
Zitat von Ostwestfalenpreusse am 16. März 2026, 10:42 UhrZitat von szenekenna 1906 am 15. März 2026, 21:28 UhrErst einmal müsste man herausfinden wer überhaupt mit in die 3.liga geht.
Danach bis zum Saisonende mit den Spielern weiter machen. Koulis Bochuma und und....
Am Saisonende komplett ausmisten bei Kittner anfangen.
Ja, man hat inzwischen durch die Langatmigkeit durch Kittner und Co viel an Harmonie verspielt. Die glorreiche Entwicklung des Vereins ist abrupt gestoppt. Viele hatten sich eine gesicherte Zukunft erhofft, Liga 2 war ein wegweisender Schritt. Man macht sich alles wieder kaputt.
Zitat von szenekenna 1906 am 15. März 2026, 21:28 UhrErst einmal müsste man herausfinden wer überhaupt mit in die 3.liga geht.
Danach bis zum Saisonende mit den Spielern weiter machen. Koulis Bochuma und und....
Am Saisonende komplett ausmisten bei Kittner anfangen.
Ja, man hat inzwischen durch die Langatmigkeit durch Kittner und Co viel an Harmonie verspielt. Die glorreiche Entwicklung des Vereins ist abrupt gestoppt. Viele hatten sich eine gesicherte Zukunft erhofft, Liga 2 war ein wegweisender Schritt. Man macht sich alles wieder kaputt.
Zitat von otte am 16. März 2026, 11:05 UhrWir spielten wie Schüler, die sich, nach den Vorgaben des Lehrers, immer und immer wieder an höherer Mathematik versuchen.
Dem Gegner reichte das wirklich ganz kleine Einmaleins des Fußballs, (aggressives Anlaufen, konsequente Zweikampfführung, kein Rumtändeln vor dem eigenen Strafraum,…) um uns komplett auseinanderzunehmen und uns „in die Ecke zu stellen“.
Wir spielten wie Schüler, die sich, nach den Vorgaben des Lehrers, immer und immer wieder an höherer Mathematik versuchen.
Dem Gegner reichte das wirklich ganz kleine Einmaleins des Fußballs, (aggressives Anlaufen, konsequente Zweikampfführung, kein Rumtändeln vor dem eigenen Strafraum,…) um uns komplett auseinanderzunehmen und uns „in die Ecke zu stellen“.
Zitat von Kleini am 16. März 2026, 11:31 UhrZitat von otte am 16. März 2026, 11:05 UhrWir spielten wie Schüler, die sich, nach den Vorgabe des Lehrers, immer und immer wieder an höherer Mathematik versuchen.
Dem Gegner reichte das wirklich ganz kleine Einmaleins des Fußballs, (aggressives Anlaufen, konsequente Zweikampfführung, kein Rumtändeln vor dem eigenen Strafraum,…) um uns komplett auseinanderzunehmen und uns „in die Ecke zu stellen“.
Danke otte, das beschreibt es ganz gut. Endes System ist viel zu komplex für dieses Team, erst Recht wenn Leistungsträger verletzt fehlen oder gerade aus einer Verletzung kommend noch nicht wieder bei 100% sind. Hinzu kommen die immer mehr um sich greifende Verunsicherung des Teams, das sich die Gegner im Laufe der Saison immer besser auf unseren Stil angepasst haben, Ende aber nicht gewillt und/oder in der Lage ist sich auf den Stil des Gegners einzustellen usw. Kurz gesagt: Wenn man aus den o.a. Gründen nicht in der Lage ist die erwartete Leistung zu bringen, dann müssen entweder die Erwartungen herunter gefahren werden oder man muss Änderungen vornehmen um das Ziel zu erreichen. Meine Erwartungen sind mittlerweile so gesunken, dass mich die gestrige Niederlage nicht überrascht hat, denn sie ist nur der Höhepunkt des seit Ende November begonnenen Niedergangs. Ende ist, wie gesagt, nicht gewillt oder in der Lage die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Darauf kann es doch nur eine Reaktion geben.
Zitat von otte am 16. März 2026, 11:05 UhrWir spielten wie Schüler, die sich, nach den Vorgabe des Lehrers, immer und immer wieder an höherer Mathematik versuchen.
Dem Gegner reichte das wirklich ganz kleine Einmaleins des Fußballs, (aggressives Anlaufen, konsequente Zweikampfführung, kein Rumtändeln vor dem eigenen Strafraum,…) um uns komplett auseinanderzunehmen und uns „in die Ecke zu stellen“.
Danke otte, das beschreibt es ganz gut. Endes System ist viel zu komplex für dieses Team, erst Recht wenn Leistungsträger verletzt fehlen oder gerade aus einer Verletzung kommend noch nicht wieder bei 100% sind. Hinzu kommen die immer mehr um sich greifende Verunsicherung des Teams, das sich die Gegner im Laufe der Saison immer besser auf unseren Stil angepasst haben, Ende aber nicht gewillt und/oder in der Lage ist sich auf den Stil des Gegners einzustellen usw. Kurz gesagt: Wenn man aus den o.a. Gründen nicht in der Lage ist die erwartete Leistung zu bringen, dann müssen entweder die Erwartungen herunter gefahren werden oder man muss Änderungen vornehmen um das Ziel zu erreichen. Meine Erwartungen sind mittlerweile so gesunken, dass mich die gestrige Niederlage nicht überrascht hat, denn sie ist nur der Höhepunkt des seit Ende November begonnenen Niedergangs. Ende ist, wie gesagt, nicht gewillt oder in der Lage die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Darauf kann es doch nur eine Reaktion geben.
Zitat von Eagle72 am 16. März 2026, 11:38 Uhr"Alles spielerisch lösen", selbst im und vor dem eigenen Strafraum Tikitaka spielen wollen, "schönen Fußball spielen"...Rambo hat es - finde ich - echt gut auf den Punkt gebracht: So werden wir in Schönheit sterben!!!!
Wir brauchen einen neuen Motivator, und zwar schnellstens!
"Alles spielerisch lösen", selbst im und vor dem eigenen Strafraum Tikitaka spielen wollen, "schönen Fußball spielen"...Rambo hat es - finde ich - echt gut auf den Punkt gebracht: So werden wir in Schönheit sterben!!!!
Wir brauchen einen neuen Motivator, und zwar schnellstens!
Zitat von Baghira1982 am 16. März 2026, 11:41 UhrDas Problem ist das auch ein Kittner immer und immer wieder betont hat wie toll das System sei, das man zu 100% davon und vom Trainer überzeugt sei. Selbst da fehlte es doch an realistischer Wahrnehmung und einer vernünftigen Einschätzung.
Ich schrieb es schon eher... der tolle Platz 12 zur Winterpause hat viele getäuscht und Betriebsblind werden lassen.
Das Problem ist das auch ein Kittner immer und immer wieder betont hat wie toll das System sei, das man zu 100% davon und vom Trainer überzeugt sei. Selbst da fehlte es doch an realistischer Wahrnehmung und einer vernünftigen Einschätzung.
Ich schrieb es schon eher... der tolle Platz 12 zur Winterpause hat viele getäuscht und Betriebsblind werden lassen.
Zitat von Adlertraeger am 16. März 2026, 11:46 UhrEs ist leider wie so häufig...man erkennt erst viel zu spät, wenns richtig knallt, was die Stunde geschlagen hat.
Eins vorweg: Ich weiss noch nicht was ich schreiben werde, aber es ist niemals EINE Person für den Schlamassel verantwortlich.
Zu aller erst räumen wir mal mit einem Märchen auf: Der Trainer meinte gestern, wir seien noch nie gänzlich zerbrochen. Nunja...in Kaiserslautern haben wir sang und klanglos verloren, in Berlin hatte die Hertha einen ähnlich xG Wert wie Dresden gestern, hat nur die Dinger nicht gemacht, und wenn Nürnberg in den ersten Minuten seine Chancen nutzt kriegen wir da auch ordentlich auf die Fresse. Wir sind einfach seit Monaten nicht wirklich konkurrenzfähig.
Man ist hier im Verein offensichtlich der völlig falschen Einschätzung unterlegen, dass es schon reichen werde, wenn die Leistungsträger wieder an Bord sind. Dafür haben aber einfach viel zu viele Spieler gefehlt. Die werden jetzt ins Spiel integriert, wo sie mit sich selber und ihrer Leistung genug zu tun haben. Und das genau jetzt, wo sich auf dem Platz dann jeder auch an diesen Spieler hochziehen möchte, weil totale Unsicherheit um sich greift. Dazu einen Trainer, der ja einiges versucht. Es gibt nur leider, wegen der totalen Unsicherheit, auch niemanden, der seine Leistung bringt. Alle haben Böcke drin und statt der Mannschaft Sicherheit zu geben bleibt dieser hochriskant Spielstil, bei dem der Gegner einfach nur pressen muss und wir dann von alleine die Fehler machen. Wir taumeln seit Monaten wie ein Boxer durch den Ring, der 8 Runden auf die Fresse bekommen hat und einfach keine Kraft mehr besitzt, sich da selber wieder rauszuziehen.
Wir haben uns einfach selbst in die Tasche gelogen.
Ich habs schon mal geschrieben: Ich halte Ende für einen guten Trainer, aber er musste halt noch nie durch so eine Situation durch und da macht man Fehler.
Er hätte einfach nach dem Nürnberg-Spiel den Resetbutton drücken müssen. Weg von seiner Spielweise, hin zu einem neuen Spielkonzept. Etwas einfaches, von dem man vielleicht keine Schulterklopfer von Trainerkollegen bekommt, aber seine Punkte gegen den Abstieg holt...die Mannschaft gibt das her. Alter, wir sind doch nicht schlechter aufgestellt als Braunschweig.
Jetzt isses zu spät für ihn. Jetzt...JETZT....muss ein neuer Trainer her, der genau das bringt. Eine neue Idee, ein Neustart für alle, jeder kann sich beweisen. Für Magdeburg den Trainereffekt mitnehmen, keine Übergangslösung, und hoffen, dass der Tabellenletzte sich nicht auf unsere Spielweise einstellen kann. Mit drei Punkten im Rücken dann zwei Wochen inhaltlich arbeiten und in die entscheidenden Spiele gegen Kiel und Fürth gehen.
Es ist leider wie so häufig...man erkennt erst viel zu spät, wenns richtig knallt, was die Stunde geschlagen hat.
Eins vorweg: Ich weiss noch nicht was ich schreiben werde, aber es ist niemals EINE Person für den Schlamassel verantwortlich.
Zu aller erst räumen wir mal mit einem Märchen auf: Der Trainer meinte gestern, wir seien noch nie gänzlich zerbrochen. Nunja...in Kaiserslautern haben wir sang und klanglos verloren, in Berlin hatte die Hertha einen ähnlich xG Wert wie Dresden gestern, hat nur die Dinger nicht gemacht, und wenn Nürnberg in den ersten Minuten seine Chancen nutzt kriegen wir da auch ordentlich auf die Fresse. Wir sind einfach seit Monaten nicht wirklich konkurrenzfähig.
Man ist hier im Verein offensichtlich der völlig falschen Einschätzung unterlegen, dass es schon reichen werde, wenn die Leistungsträger wieder an Bord sind. Dafür haben aber einfach viel zu viele Spieler gefehlt. Die werden jetzt ins Spiel integriert, wo sie mit sich selber und ihrer Leistung genug zu tun haben. Und das genau jetzt, wo sich auf dem Platz dann jeder auch an diesen Spieler hochziehen möchte, weil totale Unsicherheit um sich greift. Dazu einen Trainer, der ja einiges versucht. Es gibt nur leider, wegen der totalen Unsicherheit, auch niemanden, der seine Leistung bringt. Alle haben Böcke drin und statt der Mannschaft Sicherheit zu geben bleibt dieser hochriskant Spielstil, bei dem der Gegner einfach nur pressen muss und wir dann von alleine die Fehler machen. Wir taumeln seit Monaten wie ein Boxer durch den Ring, der 8 Runden auf die Fresse bekommen hat und einfach keine Kraft mehr besitzt, sich da selber wieder rauszuziehen.
Wir haben uns einfach selbst in die Tasche gelogen.
Ich habs schon mal geschrieben: Ich halte Ende für einen guten Trainer, aber er musste halt noch nie durch so eine Situation durch und da macht man Fehler.
Er hätte einfach nach dem Nürnberg-Spiel den Resetbutton drücken müssen. Weg von seiner Spielweise, hin zu einem neuen Spielkonzept. Etwas einfaches, von dem man vielleicht keine Schulterklopfer von Trainerkollegen bekommt, aber seine Punkte gegen den Abstieg holt...die Mannschaft gibt das her. Alter, wir sind doch nicht schlechter aufgestellt als Braunschweig.
Jetzt isses zu spät für ihn. Jetzt...JETZT....muss ein neuer Trainer her, der genau das bringt. Eine neue Idee, ein Neustart für alle, jeder kann sich beweisen. Für Magdeburg den Trainereffekt mitnehmen, keine Übergangslösung, und hoffen, dass der Tabellenletzte sich nicht auf unsere Spielweise einstellen kann. Mit drei Punkten im Rücken dann zwei Wochen inhaltlich arbeiten und in die entscheidenden Spiele gegen Kiel und Fürth gehen.
Zitat von Tribun06 am 16. März 2026, 12:18 UhrAuch, wenn schon alles geschrieben wurde, und ich sicherlich keinen neuen Erkenntnisse bringen werde, muss ich jetzt dennoch mal meinen Frust niederschreiben ob der desolaten Nicht-Leistung von gestern.
Enttäuschung und Wut sitzen tief bei mir, und obwohl ich eigentlich ein positiv denkender Mensch bin, sehe ich unter den gegebenen Voraussetzungen absolut schwarz für die restliche Saison. Mit einem „Weiter so“ holen wir keinen Sieg mehr, landen mit maximal 30 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz und verabschieden uns sang- und klanglos aus der Zweiten Liga.
Das war, und da stimme ich mit @DerSteinfurter überein, ein Offenbarungseid gestern. DA fehlte mir von Beginn an jedes profihafte Verhalten. Ich weiß gar nicht, wo ich mit den Kritikpunkten anfangen soll:
- Zweikampfstärke: statistisch haben wir 46% der Zweikämpfe gewonnen, gefühlt vielleicht 20%. Besonders die wichtigen gingen kläglich verloren. Vor dem 0-1, dem 0-4 und dem 0-6. Keiner der Spieler hat auch nur ansatzweise in die Zweikämpfe gefunden, teilweise hat man sich nicht einmal darum bemüht.
- Ordnung/ Struktur: davon war gestern auf dem Spielfeld nichts zu sehen. Nach wenigen Minuten ging jegliche Ordnung verloren, nach dem 0-1 gab es in allen Mannschaftsteilen Auflösungserscheinungen
- Spielweise: spätestens seit gestern muss jedem klar sein, dass dieses System entschlüsselt ist und sich jeder Gegner darauf eingestellt hat. Spätestens seit gestern muss eine radikale Änderung in der Spielweise geben. Wer beim Stand von 0-4 immer noch flach hinten den Ball raus spielen möchte, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Diese Fehler im Spielaufbau führten zum 0-2 und 0-5. Auch ich habe mich von der attraktiven Spielweise gerade am Anfang der Saison blenden lassen und war bis vor kurzer Zeit immer noch der Meinung, dass diese Art Fußball zu spielen erfolgreiche sein wird. Auch die knappen Ergebnisse haben natürlich über die eigentlichen Schwächen hinweggetäuscht. Wie man als Trainer trotz allem so stur daran festhalten kann, bleibt nur schleierhaft. Auch Ende MUSS gemerkt haben, dass das System mit dem Personal nicht funktioniert und er etwas daran ändern muss. Ja, vielleicht kann man als Erklärung (nicht als Entschuldigung) die Verletztenmisere hinzuzeihen, schließlich konnte sich keine richtige Startelf einspielen. Gab es überhaupt zwei Spieltage hintereinander, in den die gleiche Elf startete? Aber das darf keine Entschuldigung sein. Auch andere Vereine haben Ausfälle, kompensieren dies aber… wie auch immer
- Einsatz, Wille, Aufbäumen: davon habe ich gestern (im Gegensatz zu diversen anderen Partien) nichts gesehen. Man hat sich spätestens nach dem 0-1 seinem Schicksal ergeben und ist sehenden Auges in die Katastrophe gerannt. Das hatte gestern auch in Teilen was mit Arbeitsverweigerung zu tun. Wie der kicker nur Schenk die 6,0 geben kann, bleibt mir ein Rätsel. Ich hätte da noch vier bis fünf andere Kandidaten
- Impulse von außen: auch davon war nichts zu spüren. Der Wechsel von Meyerhöfer hätte eigentlich früher kommen müssen und ein Dreifachwechsel sein müssen. Benger und Schulz waren für mich ebenfalls Kandidaten für eine Auswechselung noch in der ersten Halbzeit. Und Makridis war jetzt auch nicht der beste Kandidat für die Einwechselung. Wenn dann auch noch der einzige Mann, der zumindest in einigen Szenen Bemühen und Ansätze gezeigt hat (Mees) zur Pause ausgewechselt wird, so sagt das auch einiges aus.
- Mannschaftgefüge: das war gestern für mich keine Mannschaft auf dem Platz. Da hat keiner den anderen unterstützt, wie man es schon häufig gesehen hat. Da hat jeder sehr schnell nur noch für sich gespielt und das hat man dann auch im Ergebnis und in der Spielweise gemerkt.
- Selbstvertrauen: ist derzeit nicht vorhanden. Wenn dann noch darauf gepocht wird, sdas System auf Teufel komm rauszuspielen, gleichzeitig der Trainer die ganze Mannschaft (nach Bochum) und einzelne Spieler (nach Hertha) öffentlich anprangert, dann stärkt das sicher nicht das Selbstvertrauen, sondern schürt die Selbstzweifel. Jeder ist nur noch darauf bedacht, möglichst keinen Fehler zu machen, schiebt die Verantwortung (den Ball) rüber und ist wohl heilfroh, vielleicht nicht der letzte in der Fehlerkette gewesen zu sein. Die Basics fehlten gestern absolut. Es war kein Leader auf dem Platz, der die Mannschaft wachrütteln konnte. Die Körpersprache sprach Bände. Lamentieren, und hängende Köpfe führten dazu, dass man nie diese Spiel als das angenommen hat, das es war: ein enorm wichtiges Spiel, das ein Zeichen hätte setzten können. Das haben wir jetzt gesetzt. In die falsche Richtung. So wird keine einzige Mannschaft mehr irgendwelchen Respekt vor uns haben. Man weiß, wie man Preußen bespielen muss: hoch pressen, giftig sein, nerven, dann kommen die Fehler schon von alleine.
- Spieler: ich möchte gar nicht einzelne Spieler rauspicken und mich über sie echauffieren, aber es ist schon sehr komisch, wie mit einigen Spielern umgegangen wird. Stammspieler werden auf die Bank gesetzt (Preißinger), wenn andere wieder (mehr oder weniger) fit sind (Benger). Die Winterneuzugänge denen sich wahrscheinlich auch: „Was soll das? Bin ich fürs Bankdrücken oder die Tribüne geholt worden?“ Yamada (mit Abstand der beste Preuße in der ersten Halbzeit gegen Berlin) wurde in dem Spiel ausgewechselt, gegen Dresden kam er gar nicht. Das kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen. Es sollte im Normalfall das Leistungsprinzip gelten, ich habe den Eindruck, hier werden Spieler bevorzugt, die beim Trainer einen Stein im Brett haben. Ähnlich sehe ich es mittlerweile auf der Torwartposition. So gut Schenk auf der Line ist und so viel er auch Eins-gegen-Eins-Situationen schon entschärft hat, der junge Bursche ist derzeit total verunsichert und hat keine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Das gestrige Debakel geht nur zu 1,5 Sechsteln auf seine Kappe. Ich würde mir echt einen Wechsel wünschen, um mehr Ruhe auch in die Defensive zu bringen.
- Management/ Vereinsführung: auch die hat sicher einen Anteil an der Misere. Im Winter hat man zu spät und falsch auf dem Transfermarkt auf die Verletztenmisere reagiert. Es wurden nur offensive Kräfte geholt, als ob es reichen würde, wenn wir vorne genug Tore schießen. Wenn wir hinten keines reinbekommen (was nur zweimal in der Saison der Fall war), bräuchten wir vorne nur ein Tor für den Sieg. In der Realität sieht es so aus, dass wir meist mindestens zwei brauchen, manchmal sogar mehr (und mehr als zwei Tore haben wir nur gegen Braunschweig in der Hinrunde geschossen). Auch daran sieht man, dass es in allen Mannschaftsteilen hapert. Der Kader wurde sicher auf Endes System hin so eingekauft und wenn das System funktioniert, ist alles fein. Aber es funktioniert halt nicht und ist das Kind in den Brunnen gefallen. Die einzige Reaktion, die jetzt auch von der Vereinsführung kommen muss, ist die berühmte Reißleine, damit der berühmte Feuerwehrmann noch retten kann, was zu retten ist. Wird in jedem Fall schwierig, aber neue Impulse sind nötig.
- Fans: die gestrige Reaktion gegenüber der Mannschaft kann ich absolut nachvollziehen. Da fährt man morgens um 04:00 los, um dann so eine Vorstellung geboten zu bekommen. Die Fans (besonders die Auswärtsfahrer) haben bisher immer für bedingungslose Unterstützung gesorgt, die Spielwiese der Mannschaft gestern führte aber zu einem riesigen Riss in das „Alle zusammen für Preußen Münster“ .
Zum Abschluss noch kurz die obligatorische Schiedsrichter- und sky-Bewertung: der Schiri hat alles richtig gemacht, war auch recht einfach zu pfeifen das Spiel, wenn es keine kniffligen Szenen gab. Sky hat mal wieder in der Vorberichterstattung bewiesen, wie egal ihnen die kleinen Verine sind, indem man mitten im Interview mit Ende einfach wieder auf Schalke geschaltet hat. Der Reporter hat innerhalb der 90 Minuten die komplette Spielweise der Preußen zurecht als entschlüsselt und nicht den Umständen entsprechend gerügt.
Gibt es auch was Positives? Nicht wirklich. Einzig die Tatsache, dass es zwei noch schlechtere Mannschaften in der Tabelle gibt, kann man sich nur noch an den Spruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ klammern. Böses gesagt, kommt man vielleicht demnächst wieder einfacher an Spieltagskarten…
Auch, wenn schon alles geschrieben wurde, und ich sicherlich keinen neuen Erkenntnisse bringen werde, muss ich jetzt dennoch mal meinen Frust niederschreiben ob der desolaten Nicht-Leistung von gestern.
Enttäuschung und Wut sitzen tief bei mir, und obwohl ich eigentlich ein positiv denkender Mensch bin, sehe ich unter den gegebenen Voraussetzungen absolut schwarz für die restliche Saison. Mit einem „Weiter so“ holen wir keinen Sieg mehr, landen mit maximal 30 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz und verabschieden uns sang- und klanglos aus der Zweiten Liga.
Das war, und da stimme ich mit @DerSteinfurter überein, ein Offenbarungseid gestern. DA fehlte mir von Beginn an jedes profihafte Verhalten. Ich weiß gar nicht, wo ich mit den Kritikpunkten anfangen soll:
- Zweikampfstärke: statistisch haben wir 46% der Zweikämpfe gewonnen, gefühlt vielleicht 20%. Besonders die wichtigen gingen kläglich verloren. Vor dem 0-1, dem 0-4 und dem 0-6. Keiner der Spieler hat auch nur ansatzweise in die Zweikämpfe gefunden, teilweise hat man sich nicht einmal darum bemüht.
- Ordnung/ Struktur: davon war gestern auf dem Spielfeld nichts zu sehen. Nach wenigen Minuten ging jegliche Ordnung verloren, nach dem 0-1 gab es in allen Mannschaftsteilen Auflösungserscheinungen
- Spielweise: spätestens seit gestern muss jedem klar sein, dass dieses System entschlüsselt ist und sich jeder Gegner darauf eingestellt hat. Spätestens seit gestern muss eine radikale Änderung in der Spielweise geben. Wer beim Stand von 0-4 immer noch flach hinten den Ball raus spielen möchte, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Diese Fehler im Spielaufbau führten zum 0-2 und 0-5. Auch ich habe mich von der attraktiven Spielweise gerade am Anfang der Saison blenden lassen und war bis vor kurzer Zeit immer noch der Meinung, dass diese Art Fußball zu spielen erfolgreiche sein wird. Auch die knappen Ergebnisse haben natürlich über die eigentlichen Schwächen hinweggetäuscht. Wie man als Trainer trotz allem so stur daran festhalten kann, bleibt nur schleierhaft. Auch Ende MUSS gemerkt haben, dass das System mit dem Personal nicht funktioniert und er etwas daran ändern muss. Ja, vielleicht kann man als Erklärung (nicht als Entschuldigung) die Verletztenmisere hinzuzeihen, schließlich konnte sich keine richtige Startelf einspielen. Gab es überhaupt zwei Spieltage hintereinander, in den die gleiche Elf startete? Aber das darf keine Entschuldigung sein. Auch andere Vereine haben Ausfälle, kompensieren dies aber… wie auch immer
- Einsatz, Wille, Aufbäumen: davon habe ich gestern (im Gegensatz zu diversen anderen Partien) nichts gesehen. Man hat sich spätestens nach dem 0-1 seinem Schicksal ergeben und ist sehenden Auges in die Katastrophe gerannt. Das hatte gestern auch in Teilen was mit Arbeitsverweigerung zu tun. Wie der kicker nur Schenk die 6,0 geben kann, bleibt mir ein Rätsel. Ich hätte da noch vier bis fünf andere Kandidaten
- Impulse von außen: auch davon war nichts zu spüren. Der Wechsel von Meyerhöfer hätte eigentlich früher kommen müssen und ein Dreifachwechsel sein müssen. Benger und Schulz waren für mich ebenfalls Kandidaten für eine Auswechselung noch in der ersten Halbzeit. Und Makridis war jetzt auch nicht der beste Kandidat für die Einwechselung. Wenn dann auch noch der einzige Mann, der zumindest in einigen Szenen Bemühen und Ansätze gezeigt hat (Mees) zur Pause ausgewechselt wird, so sagt das auch einiges aus.
- Mannschaftgefüge: das war gestern für mich keine Mannschaft auf dem Platz. Da hat keiner den anderen unterstützt, wie man es schon häufig gesehen hat. Da hat jeder sehr schnell nur noch für sich gespielt und das hat man dann auch im Ergebnis und in der Spielweise gemerkt.
- Selbstvertrauen: ist derzeit nicht vorhanden. Wenn dann noch darauf gepocht wird, sdas System auf Teufel komm rauszuspielen, gleichzeitig der Trainer die ganze Mannschaft (nach Bochum) und einzelne Spieler (nach Hertha) öffentlich anprangert, dann stärkt das sicher nicht das Selbstvertrauen, sondern schürt die Selbstzweifel. Jeder ist nur noch darauf bedacht, möglichst keinen Fehler zu machen, schiebt die Verantwortung (den Ball) rüber und ist wohl heilfroh, vielleicht nicht der letzte in der Fehlerkette gewesen zu sein. Die Basics fehlten gestern absolut. Es war kein Leader auf dem Platz, der die Mannschaft wachrütteln konnte. Die Körpersprache sprach Bände. Lamentieren, und hängende Köpfe führten dazu, dass man nie diese Spiel als das angenommen hat, das es war: ein enorm wichtiges Spiel, das ein Zeichen hätte setzten können. Das haben wir jetzt gesetzt. In die falsche Richtung. So wird keine einzige Mannschaft mehr irgendwelchen Respekt vor uns haben. Man weiß, wie man Preußen bespielen muss: hoch pressen, giftig sein, nerven, dann kommen die Fehler schon von alleine.
- Spieler: ich möchte gar nicht einzelne Spieler rauspicken und mich über sie echauffieren, aber es ist schon sehr komisch, wie mit einigen Spielern umgegangen wird. Stammspieler werden auf die Bank gesetzt (Preißinger), wenn andere wieder (mehr oder weniger) fit sind (Benger). Die Winterneuzugänge denen sich wahrscheinlich auch: „Was soll das? Bin ich fürs Bankdrücken oder die Tribüne geholt worden?“ Yamada (mit Abstand der beste Preuße in der ersten Halbzeit gegen Berlin) wurde in dem Spiel ausgewechselt, gegen Dresden kam er gar nicht. Das kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen. Es sollte im Normalfall das Leistungsprinzip gelten, ich habe den Eindruck, hier werden Spieler bevorzugt, die beim Trainer einen Stein im Brett haben. Ähnlich sehe ich es mittlerweile auf der Torwartposition. So gut Schenk auf der Line ist und so viel er auch Eins-gegen-Eins-Situationen schon entschärft hat, der junge Bursche ist derzeit total verunsichert und hat keine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. Das gestrige Debakel geht nur zu 1,5 Sechsteln auf seine Kappe. Ich würde mir echt einen Wechsel wünschen, um mehr Ruhe auch in die Defensive zu bringen.
- Management/ Vereinsführung: auch die hat sicher einen Anteil an der Misere. Im Winter hat man zu spät und falsch auf dem Transfermarkt auf die Verletztenmisere reagiert. Es wurden nur offensive Kräfte geholt, als ob es reichen würde, wenn wir vorne genug Tore schießen. Wenn wir hinten keines reinbekommen (was nur zweimal in der Saison der Fall war), bräuchten wir vorne nur ein Tor für den Sieg. In der Realität sieht es so aus, dass wir meist mindestens zwei brauchen, manchmal sogar mehr (und mehr als zwei Tore haben wir nur gegen Braunschweig in der Hinrunde geschossen). Auch daran sieht man, dass es in allen Mannschaftsteilen hapert. Der Kader wurde sicher auf Endes System hin so eingekauft und wenn das System funktioniert, ist alles fein. Aber es funktioniert halt nicht und ist das Kind in den Brunnen gefallen. Die einzige Reaktion, die jetzt auch von der Vereinsführung kommen muss, ist die berühmte Reißleine, damit der berühmte Feuerwehrmann noch retten kann, was zu retten ist. Wird in jedem Fall schwierig, aber neue Impulse sind nötig.
- Fans: die gestrige Reaktion gegenüber der Mannschaft kann ich absolut nachvollziehen. Da fährt man morgens um 04:00 los, um dann so eine Vorstellung geboten zu bekommen. Die Fans (besonders die Auswärtsfahrer) haben bisher immer für bedingungslose Unterstützung gesorgt, die Spielwiese der Mannschaft gestern führte aber zu einem riesigen Riss in das „Alle zusammen für Preußen Münster“ .
Zum Abschluss noch kurz die obligatorische Schiedsrichter- und sky-Bewertung: der Schiri hat alles richtig gemacht, war auch recht einfach zu pfeifen das Spiel, wenn es keine kniffligen Szenen gab. Sky hat mal wieder in der Vorberichterstattung bewiesen, wie egal ihnen die kleinen Verine sind, indem man mitten im Interview mit Ende einfach wieder auf Schalke geschaltet hat. Der Reporter hat innerhalb der 90 Minuten die komplette Spielweise der Preußen zurecht als entschlüsselt und nicht den Umständen entsprechend gerügt.
Gibt es auch was Positives? Nicht wirklich. Einzig die Tatsache, dass es zwei noch schlechtere Mannschaften in der Tabelle gibt, kann man sich nur noch an den Spruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ klammern. Böses gesagt, kommt man vielleicht demnächst wieder einfacher an Spieltagskarten…
Zitat von wow am 16. März 2026, 12:34 UhrSollten wir die Liga halten, werden wir das gestrige Spiel als Segen einstufen. Ich bin froh, dass ich endlich schreiben kann, was ich von dem Projekt halte, denn bisher habe ich immer gedacht, ich bin da nicht dabei, ich weiß nicht, was wirklich läuft und allzu schnell will ich mich nicht zu den Schreihälsen stellen, deren Sorge sich im Nachhinein als übertrieben herausstellt. D.h., ich habe der Fachlichkeit von Ende und der Sportführung vertraut. Und dieser Punkt scheint mir der erschreckendste zu sein: Sie haben tatsächlich geglaubt, mit einem einzigen, quasi sektiererisch eingeimpften System, erfolgreich auf Dauere Fußball spielen zu können. Ohne zu bedenken, wie leicht es für die Gegner ist, diesen zu dechiffrieren. Jetzt, wo klar wird, dass es niemals einen Plan B gegeben hat, wird das ganze Ausmaß an Dilettantismus deutlich. Ende war mit diesem System ja noch nicht einmal in der vierten oder dritten Liga sonderlich erfolgreich. Was hat Kittner geritten, sich auf dieses Himmelfahrtskommando einzulassen, das auch darin bestand, den Kader allein auf diese einzige Systematik hin auszurichten? Vollkommen ohne Not? Noch vor kurzem hat er gesagt, er sei vollkommen überzeugt von diesem Weg? Wo kann sich der sportliche Leiter derart einem angeblich heilsbringenden System unterordnen, das andere scheinbar bisher nur noch nicht entdeckt haben und offen sichtlich einer gewissen Hybris entspringt, die der beinahe genialen Rettungsaktion der Vorsaison geschuldet sein mag? Das ist alles derart hanebüchen.
Ich erwarte von einem guten Coach, dass er auf die Unwägbarkeiten einer Saison reagieren kann, dass er gegnerische Trainer vor Aufgaben stellt, dass er die Mannschaft mitnimmt, d.h., ihr umsetzbare Aufgaben gibt. Man kann viele Metaphern für dieses Desaster finden, das Bild eines Komponisten, der mit einer unspielbaren, weil für die einzelnen Instrumentierungen ungeeigneten Partitur glänzen will, gehört sicherlich dazu. Ein Trainer, der derart unflexibel ist, kann kein guter Trainer sein. Zudem halte sich seine Personalführung für eine Katastrophe. Spieler, die an seiner ach so tollen Philosophie in Sekundenbruchteilen einer Entscheidung auf dem Platz scheitern, werden bestraft. Öffentlich vorgeführt und wie Paetow und Kirkeskov auf die Tribüne verbannt. Das ist doch alles ein Wahnsinn, der hier abgelaufen ist. Kein Wunder, dass die Mannschaft sich zu dem gestern gesetzten Zeichen entschieden hat - entweder bewusst oder unbewusst. Schaut Euch mal den Sportschaubericht in der Mediathek an und achtet im Interview mit Jaeckel auf dessen Mimik.
Ich lerne für mich: Meine Skepsis gegenüber Leuten, die mit einzig seligmachenden Versprechen um die Ecke kommen, ist und bleibt berechtigt.
Was nun?
Schulze-Marmeling wird als kurzfristige Maßnahme ein System wählen, das vor allem defensiv den Spielern entgegenkommt. Eine Doppelsechs mit Hendrix und Schulz. Die Außen müssen heutzutage keine Kremerstypen mehr sein. In einem 4231 können sie durchaus mit Yamada, Bouchama, Sertdemir oder OBM besetzt werden. Auf die 10 gehört Mees und vorne kann je nach Gegner Vilhelmsson, Randic oder Amenyido spielen. Aus dem System heraus als erste Maßnahme den Platz unter Kontrolle bringen. Ich kann von meinem Rolliplatz die Heimspiele taktisch nicht wirklich beurteilen, habe mir deshalb das Heimspiel gegen Hertha im Relive bei Sky nochmal angeschaut und war erschrocken, wieviel Platz der Gegner auf dem gesamten Feld hatte. Da gehört sofort abgestellt und die Offensive gehört als erste Maßnahme auf den hohen Ballgewinn und schnellen Gegenzug getrimmt. Im 4231 wäre dies perfekt umsetzbar.
Das ist mein Hoffnungsschimmer, und wie gesagt: Wenn wir die Klasse halten, wird das gestrige Spiel im Nachhinein als auslösendes Moment für die Rettung gesehen werden.
Hoffe ich.
Sollten wir die Liga halten, werden wir das gestrige Spiel als Segen einstufen. Ich bin froh, dass ich endlich schreiben kann, was ich von dem Projekt halte, denn bisher habe ich immer gedacht, ich bin da nicht dabei, ich weiß nicht, was wirklich läuft und allzu schnell will ich mich nicht zu den Schreihälsen stellen, deren Sorge sich im Nachhinein als übertrieben herausstellt. D.h., ich habe der Fachlichkeit von Ende und der Sportführung vertraut. Und dieser Punkt scheint mir der erschreckendste zu sein: Sie haben tatsächlich geglaubt, mit einem einzigen, quasi sektiererisch eingeimpften System, erfolgreich auf Dauere Fußball spielen zu können. Ohne zu bedenken, wie leicht es für die Gegner ist, diesen zu dechiffrieren. Jetzt, wo klar wird, dass es niemals einen Plan B gegeben hat, wird das ganze Ausmaß an Dilettantismus deutlich. Ende war mit diesem System ja noch nicht einmal in der vierten oder dritten Liga sonderlich erfolgreich. Was hat Kittner geritten, sich auf dieses Himmelfahrtskommando einzulassen, das auch darin bestand, den Kader allein auf diese einzige Systematik hin auszurichten? Vollkommen ohne Not? Noch vor kurzem hat er gesagt, er sei vollkommen überzeugt von diesem Weg? Wo kann sich der sportliche Leiter derart einem angeblich heilsbringenden System unterordnen, das andere scheinbar bisher nur noch nicht entdeckt haben und offen sichtlich einer gewissen Hybris entspringt, die der beinahe genialen Rettungsaktion der Vorsaison geschuldet sein mag? Das ist alles derart hanebüchen.
Ich erwarte von einem guten Coach, dass er auf die Unwägbarkeiten einer Saison reagieren kann, dass er gegnerische Trainer vor Aufgaben stellt, dass er die Mannschaft mitnimmt, d.h., ihr umsetzbare Aufgaben gibt. Man kann viele Metaphern für dieses Desaster finden, das Bild eines Komponisten, der mit einer unspielbaren, weil für die einzelnen Instrumentierungen ungeeigneten Partitur glänzen will, gehört sicherlich dazu. Ein Trainer, der derart unflexibel ist, kann kein guter Trainer sein. Zudem halte sich seine Personalführung für eine Katastrophe. Spieler, die an seiner ach so tollen Philosophie in Sekundenbruchteilen einer Entscheidung auf dem Platz scheitern, werden bestraft. Öffentlich vorgeführt und wie Paetow und Kirkeskov auf die Tribüne verbannt. Das ist doch alles ein Wahnsinn, der hier abgelaufen ist. Kein Wunder, dass die Mannschaft sich zu dem gestern gesetzten Zeichen entschieden hat - entweder bewusst oder unbewusst. Schaut Euch mal den Sportschaubericht in der Mediathek an und achtet im Interview mit Jaeckel auf dessen Mimik.
Ich lerne für mich: Meine Skepsis gegenüber Leuten, die mit einzig seligmachenden Versprechen um die Ecke kommen, ist und bleibt berechtigt.
Was nun?
Schulze-Marmeling wird als kurzfristige Maßnahme ein System wählen, das vor allem defensiv den Spielern entgegenkommt. Eine Doppelsechs mit Hendrix und Schulz. Die Außen müssen heutzutage keine Kremerstypen mehr sein. In einem 4231 können sie durchaus mit Yamada, Bouchama, Sertdemir oder OBM besetzt werden. Auf die 10 gehört Mees und vorne kann je nach Gegner Vilhelmsson, Randic oder Amenyido spielen. Aus dem System heraus als erste Maßnahme den Platz unter Kontrolle bringen. Ich kann von meinem Rolliplatz die Heimspiele taktisch nicht wirklich beurteilen, habe mir deshalb das Heimspiel gegen Hertha im Relive bei Sky nochmal angeschaut und war erschrocken, wieviel Platz der Gegner auf dem gesamten Feld hatte. Da gehört sofort abgestellt und die Offensive gehört als erste Maßnahme auf den hohen Ballgewinn und schnellen Gegenzug getrimmt. Im 4231 wäre dies perfekt umsetzbar.
Das ist mein Hoffnungsschimmer, und wie gesagt: Wenn wir die Klasse halten, wird das gestrige Spiel im Nachhinein als auslösendes Moment für die Rettung gesehen werden.
Hoffe ich.
Zitat von Ich1906 am 16. März 2026, 13:05 UhrZitat von Baghira1982 am 15. März 2026, 21:36 UhrDann stellt sich ein Batista-Meier heute NACH Spielende noch hin und mault rum das die bösen Fans nicht klatschen. Nach einem 0:6! Der höchsten Niederlage seit Jahrzehnten!! WAS ERLAUBT DER SICH????
Ich habe die Situation auch im TV live gesehen, aber sonst nichts dazu gelesen oder Wortlaute davon gehört, daher wäre ich vorsichtig etwas zu behaupten... Vllt. ging es in dem Dialog zwischen OBM und Kittner um was ganz anderes als um die Fans oder wurde es öffentlich erwähnt? Schlechte Leistung im Spiel ist eine Sache aber wegen sowas sollte man sich sicher sein...
Zitat von Baghira1982 am 15. März 2026, 21:36 UhrDann stellt sich ein Batista-Meier heute NACH Spielende noch hin und mault rum das die bösen Fans nicht klatschen. Nach einem 0:6! Der höchsten Niederlage seit Jahrzehnten!! WAS ERLAUBT DER SICH????
Ich habe die Situation auch im TV live gesehen, aber sonst nichts dazu gelesen oder Wortlaute davon gehört, daher wäre ich vorsichtig etwas zu behaupten... Vllt. ging es in dem Dialog zwischen OBM und Kittner um was ganz anderes als um die Fans oder wurde es öffentlich erwähnt? Schlechte Leistung im Spiel ist eine Sache aber wegen sowas sollte man sich sicher sein...

