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Preußen Münster liefert Ansatzpunkte

Preußen Münster liefert Ansatzpunkte
Erleichterung nach Abpfiff. Foto: firo sportphoto

Der freie Fall des SC Preußen Münster ist gebremst – der Fallschirm ist geöffnet, aber eine weiche Landung ist noch nicht in Sicht. Am Sonntag holte sich der SCP beim direkten Nachbarn Holstein Kiel ein 0:0. Das Ergebnis brachte die Preußen zwar keinen Schritt voran, endete aber zumindest mit ein paar guten Nachrichten.

Die wichtigste natürlich: Die deprimierende Niederlagenserie ist gestoppt. Endlich mal wieder ein Punkt, immerhin. Das war die eine gute Nachricht. Die andere? Münster spielt nach einer wahren Gegentor-Flut endlich mal wieder zu null. Von dem einstigen Spiel des vergangenen Sommers ist zwar nichts mehr zu sehen, aber jetzt geht es um Pragmatismus. Einen gepflegten Ball muss vorerst niemand mehr in Münster erwarten, und das ist auch völlig in Ordnung.

Aus neutraler Sicht wäre es vermutlich ein ausgesprochen öder Sonntag gewesen. Kein schönes Spiel, kaum aufregende Szenen, eine Nullnummer zum Vergessen. Aus Preußensicht war es ein leidenschaftliches, hochemotionales Spiel, das die Mannschaft mit kämpferischer Einstellung, großer Disziplin und vor allem ohne große Fehler bis zum Schlusspfiff brachte. Genau das war die wichtige Botschaft, die sich alle erhofft hatten.

Von links Trainer Alois Schwartz, Jannis Hohenhövel, Kieran Schulze-Marmeling. Foto: firo sportphoto
Von links Trainer Alois Schwartz, Jannis Hohenhövel, Kieran Schulze-Marmeling. Foto: firo sportphoto

Und ja, wäre der SCP nur einen Hauch besser im Abschluss, hätte sich der Adler die drei Punkte gekrallt – denn die ganz wenigen Szenen, aus denen wirklich mehr hätte werden können, die hatte eigentlich der SCP. Insbesondere Oscar Vilhelmsson dürfte sich am Ende ärgern, denn kurz vor Schluss hätte er sich besser ein Herz fassen müssen, aber dann setzte sich wieder das alte Zögern und Zaudern durch, und die eine Chance war vertan. Kurz zuvor setzte Jannis Heuer den Ball knapp rechts neben das Tor. Und nach 67 Minuten war es Lars Lokotsch, der fast freie Bahn zum Kieler Tor hatte. Wenig zuvor hätte Joshua Mees seinen Querpass vor das Tor etwas besser timen müssen. Da war einiges „fast“ wirklich gefährlich. Solche Szenen hatte Kiel dagegen deutlich weniger.

Spieldaten:

Aber dieser eine energische Einsatz, diese eine Präzision, dieser eine wirklich starke Ball: All das fehlte dem SCP auch am Sonntag in Kiel wieder. Aber wichtiger war: Hätte der SCP diesen einen Ball besser gespielt, hätte er das Spiel vielleicht gewonnen. Denn „hinten“ musste er diesmal nicht die Last eines Rückstands mitschleppen. Und das kann Gold wert sein.

Das kommende Heimspiel gegen Fürth wird dann allerdings zum Lackmustest. Dann muss der SCP den einen Punkt aus Kiel mit dreien zuhause ergänzen.

Tabelle 30. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 30187545:261961
2.)SC Paderborn 07 30177652:351758
3.)SV Elversberg30167752:322055
4.)Hannover 96 30159650:361454
5.)SV Darmstadt 301311652:371550
6.)Hertha BSC 30139844:35948
7.)1. FC Kaiserslautern 301441249:44546
8.)Karlsruher SC 301171247:56-940
9.)1. FC Nürnberg 301081239:41-238
10.)VfL Bochum 30991243:43036
11.)Dynamo Dresden 30981349:47235
12.)Holstein Kiel 30981339:43-435
13.)1. FC Magdeburg 301031748:55-733
14.)SpVgg Greuther Fürth30961543:63-2033
15.)Arminia Bielefeld 30881443:45-232
16.)Eintracht Braunschweig 30871532:50-1831
17.)Fortuna Düsseldorf 30941727:47-2031
18.)SC Preußen Münster306101432:51-1928

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.

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