Fragen und Antworten: Zweiter Fanclub-Abend beim SC Preußen Münster
Selbstverständlich ist das nicht: Im November vergangenen Jahres führte der SC Preußen Münster seinen ersten offiziellen Fanclub-Abend durch. Damals kamen über 400 Gäste ins Stadion. Am Dienstagabend stieß auch die zweite Auflage auf großes Interesse – und das nur zwei Tage nach dem Abstieg in die 3. Liga. Deutlich wurde: So oder so ist die Neugier groß auf die Veränderungen, die abseits des rein Sportlichen anstehen.
Natürlich betrifft das vor allem die anstehende Eröffnung der neuen Ostkurve, die das viel beschworene „Herz“ des Stadions sein soll. Maximal 8.700 Fans werden ab Ende 2027 Platz finden – doch erst, wenn auch die gesamte Nordtribüne errichtet ist. Das wird noch etwas dauern, denn die Nordtribüne wird zunächst ohne die Ecken gebaut, um Platz für Baufahrzeuge zu haben. Geschlossen wir das Stadion erst im letzten Bauabschnitt. Bis dahin wird die Ost mit beschränkter Kapazität freigeben werden, zum Start knappe 7.000 Fans fassen.
Platz wird also genug sein, um Freundinnen und Freunden des Stehplatzes Raum zu geben. Genau darum ging es am Dienstagabend im Stadion nämlich. Ticketing-Leiter Tilo Schmitz gab den Fanclubs ein paar Infos zum Ticketing für die künftigen Plätze an die Hand. Der Vorverkauf beginnt bereits im Hintergrund. Wichtige Botschaft: Zwar müssten sich die Fanclubs intern selbst abstimmen, wohin sie wollen – aber der Verein versprach unbürokratische Hilfe, wenn es irgendwo hakeln sollte. Es muss sich alles erst einruckeln, das dürfte auf der Hand liegen.


An den Preise werde sich nicht viel ändern, gab Schmitz allerdings zu. Dafür gebe es jetzt aber mehr Spiele – und die Tickets würden damit im Verhältnis eben günstiger. Oder seien mehr wert – je nach Sichtweise. Im Osten kommt pro Ticket und Spiel noch ein „Taler“ dazu. 1,30 Euro zahlen Fans dort mehr, wie Marketing-Geschäftsführer Philipp Deipenbrock erklärte. Der Gegenwert: Die gesamte (!) Tribüne bleibt werbefrei. Alles kann nach Herzenslust gestaltet werden – beispielsweise durch Banner und Zaunfahnen.
Den vielleicht größten Applaus des Abends gab es für diese Nachricht: Ganz oben hinter der letzten Stehplatzreihe im Osten sei noch etwas Platz – hier will der SCP eine Art „Nahbierversorgung“ einrichten, damit nicht jedes neue Getränk zu einer endlosen Wanderung unter der Tribüne hindurch zu den Kiosken wird. Dieser Service kam allseits bestens an. Er werde allerdings die Wege zum WC nicht verringern, gab Deipenbrock mit einem Schmunzeln zu bedenken.
Zum Thema Fahnenkultur gab es dann noch ein paar allgemeine Worte von direkt Beteiligten, stellvertretend durch die „Rude Boys“ und die „Fiffi-Gerritzen-Kurve“. Faustregel: Die alteingesessenen Fahneninhaber und die Kurve bekommen die zentralen Plätze, neue Fahnen müssten sich dann eher zum Rand hin einfinden. Klare Regeln sollen dabei helfen. Auch ein Zeichen dafür, wie der gesamte Klub gewachsen ist…
Die Stimmung am Dienstag? Insgesamt gelöst, freundlich, gespannt. 3. Liga hin oder her – Preußen Münster ist Preußen Münster. Die Neugier ist groß, die Aussichten aufs neue Stadion sind toll. Lust haben alle – und bald dürfen bis zu 14.000 Fans ins Stadion, was zumindest den Besuch im Stadion etwas einfacher machen dürfte.
Rückblick aufs erste Treffen


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