Alois Schwartz verlässt den SC Preußen Münster wieder
Vielleicht hätte er weitergemacht. Oder es wäre sogar gefeiert worden. Doch stattdessen trennen sich die Wege von Alois Schwartz und Preußen Münster wieder. Am Vatertag teilt der Klub mit, dass man am Saisonende getrennte Wege gehen werde. Eine große Überraschung ist das nicht.
„In einem von gegenseitiger Wertschätzung und großem Respekt geprägten Austausch kamen beide Seiten zu dem Entschluss, die Zusammenarbeit in der 3. Liga nicht fortzusetzen, um für den Sportclub ein neues Kapitel aufzuschlagen“, heißt es in der Mitteilung der Klubs. Schwartz habe den Klub in schwieriger Lage übernommen, heißt es weiter. „In einer sehr herausfordernden Situation hat er sich voll und ganz mit dieser Aufgabe und dem Club identifiziert und der Mannschaft mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung wieder die nötige Stabilität und Sicherheit verliehen“, so Ole Kittner.
Schwartz war seit Ende März beim SCP, übernahm die Mannschaft nach dem Spiel gegen Magdeburg. Unter seiner Regie holte der SCP in sechs Spielen vier Unentschieden und verlor zwei Partien. Das war am Ende einer völlig zerfahrenen Rückrunde auch zu wenig, um die 2. Liga zu halten.
Ohne sich etwas zuschulden kommen zu lassen, ist Schwartz damit der Trainer mit der kürzesten Amtszeit in den vergangenen Jahrzehnten. Der Plan war von Beginn an auf einen Klassenerhalt angelegt – dass jetzt in der 3. Liga ein Neustart erfolgen würde, war klar.
Mit dem Abschied von Schwartz kann man davon ausgehen, dass der SC Preußen schon in Kürze einen Nachfolger benennen wird, der einen Neuaufbau gestalten soll und der auch zur Kultur des Sportclubs passt. Zuletzt wurde wieder verstärkt der Name Thomas Wörle gehandelt, der als Profi unter anderem für Kickers Offenbach und Greuther Fürth spielte, ehe er aus gesundheitlichen Gründe schon im Alter von 28 Jahren seine aktive Karriere beendete. Als Trainer war er anschließend unter anderem als Trainer der Frauen-Mannschaft von Bayern München und anschließend den SSV Ulm tätig.
Auch Markus Fiedler wird als Kandidat ins Spiel gebracht. Zuletzt war er beim 1. FC Magdeburg aktiv.

