Prost, Krombacher!
Die Schlacht am Tresen ist beendet, der siegreiche Brauer kommt aus dem Siegerland, genauer: Kreuztal-Krombach. Damit ist klar, wessen Bier in den kommenden Jahren durch die Zapfhähne des LVM-Preußenstadions strömt. Bis 2033 läuft der Vertrag mit der Krombacher Brauerei – das gab der SC Preußen Münster am Mittwoch bekannt.
Die Pressemitteilung dazu ist natürlich vor allem Werbung, es geht um Tradition und Leidenschaft und den Wunsch, auch eine regionale Note zu gestalten. Dass nämlich Krombacher seit „vielen Jahren in allen Fußballkreisen im Münsterland“ aktiv sei. Und zugleich ja auch Namensgeber des Westfalenpokals, Pardon: Krombacher-Pokals.
Beim SCP spricht man über „gemeinsame Werte“ und die „Förderung der gewachsenen Fankultur“, aber am Ende es geht es trotzdem um einen nüchternen Wettbewerb. Das beste Angebot kam aus dem Siegerland, nicht nur für den reinen Ausschank, sondern auch für die Ideen drumherum. Oder, wie es die Brauerei formuliert: „Eine Herzensangelegenheit.“ Oder, um noch genauer zu sein: „Weil hier genau das zusammenkommt, was uns wichtig ist: regionale Verbundenheit, gelebter Fußball mit hoher emotionaler Strahlkraft und ein Umfeld, in dem viele Krombacher Fans zu Hause sind. Diese besondere Nähe wollen wir nutzen, um gemeinsam unvergessliche Momente zu schaffen.“ So formuliert es Max Hartmann, Regionalverkaufsdirektor der Krombacher Brauerei für das Münsterland, der nicht nur bekennender Preußenfan, sondern auch Vereinsmitglied ist, wie der SCP betont.
Aber wie gesagt: Am Ende entscheidet die Summe unterm Strich, Fankultur und Werte hin oder her. Aus reiner Freundlichkeit und Verbundenheit werden keine Verträge geschlossen. Spannend ist am Ende für die Fans vor allem, welche Produkte aus dem Krombacher-Sortiment auch in Münster angeboten werden.
Dank an Warsteiner
Umfassend (und bewusst) formuliert der SCP seinen Dank an den bisherigen Partner Warsteiner, der seit einer halben Ewigkeit im Stadion Bier ausschenkt. „Mehr als zwei Jahrzehnte gemeinsamer Geschichte verbinden uns mit dem SC Preußen Münster. Das ist weit mehr als eine Geschäftsbeziehung, das ist gelebte Partnerschaft. Wir haben den Verein durch sportliche Höhen und Tiefen begleitet und sind stolz darauf, Teil dieser Erfolgsgeschichte gewesen zu sein. Im LVM-Preußenstadion haben wir gemeinsam mit den Fans unvergessliche Momente erlebt und für Genuss und Gastlichkeit gesorgt. Für diese im Profifußball außergewöhnlich lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken wir uns beim SC Preußen Münster, seinen Verantwortlichen und den Fans von Herzen. Wir wünschen dem Verein für die Zukunft alles Gute“, so Siegmund „Siggi“ Höing, Gebietsverkaufsleiter der Warsteiner Brauerei.
Krombacher ist nun Nachfolger von Warsteiner, die wiederum nach 2006 die Herforder Brauerei ablösten – letztere waren bis zum Ende der Abstiegssaison 2005/2006 sogar Trikotpartner.

