Thomas Wörle wird neuer Trainer von Preußen Münster
Der SC Preußen Münster hat eine der wichtigsten Stellschrauben festgedreht – und einen neuen Trainer vorgestellt. Thomas Wörle wird ab der Saison 2026/2027 der Trainer des Sportclubs. Zugleich formulierte der SCP eine Art Plan für die kommenden drei Jahre – mit dem Ziel, wieder in die 2. Bundesliga aufzusteigen.
Überraschend war das dann nicht mehr. Am Montagabend, während die Stadt in einem unwetterartigen Regen versank, verschickte der SC Preußen eine wichtige Personalien: Thomas Wörle wird neuer Trainer des SC Preußen. Der 44 Jahre alte Trainer war zuletzt beim SSV Ulm tätig, den er gemeinsam mit den Preußen binnen zwei Jahren von der Regionalliga in die 2. Bundesliga geführt hatte.
Der SC Preußen betonte am Montagabend, dass er Zeit hatte, sich auf das Szenario „Abstieg“ vorzubereiten. Wörle stand nicht als „Feuerwehrmann“ zur Verfügung – dafür verpflichtete der SCP Alois Schwartz -, aber hat nun Lust, einen Neustart in und mit Münster anzugehen. Wörle steht beim SCP für einen größeren Plan, wie Geschäftsführer Ole Kittner erklärt: „Im ersten Jahr nach einem Abstieg und mit einem neuen Trainer geht es dennoch zunächst darum, sich zu stabilisieren, die Idee des Trainers zu implementieren und ein gutes Team zu werden.“
Aus Sicht des SCP geht es nun um zwei Schritte: „Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm die anspruchsvolle Aufgabe des Umbruchs in einer neuen Liga im ersten Schritt meistern werden, um dann im zweiten Schritt innerhalb der nächsten drei Jahre, parallel zur Weiterentwicklung des Clubs mit dem dann fertiggestellten LVM-Preußenstadion, die Rückkehr in die 2. Bundesliga anzustreben“., so Kittner. Gleichzeitig betonte er, dass der „erste Schritt die Voraussetzung für den zweiten“ sei.

Sportdirektor Jan Uphues verwies am Montag auf die wichtigen Argumente: „Thomas kennt die 3. Liga und ihre Herausforderungen und hat bewiesen, dass er sie meistern kann. Bei der Entscheidung waren uns vor allem drei Säulen wichtig, die das Profil unseres neuen Trainers umreißen und die Thomas erfüllt: Eine aktive Spielweise, eine konsequente Spielerentwicklung und die Verankerung einer Leistungskultur. Eine aktive Spielweise mit und gegen den Ball soll jungen und hungrigen Spielern die Möglichkeit geben, sich in einem stabilen Gerüst weiterzuentwickeln. Fleiß, Bodenständigkeit und das Bewusstsein, sich alles hart erarbeiten zu müssen, sind dafür die Basis. Diese Werte teilt unser neuer Trainer.“
Wörle selbst sieht in Münster ein „interessantes Entwicklungspotenzial“. Die letzten Jahre seien für Münster sehr erfolgreich verlaufen, doch nun gelte es, den Abstieg mit all seinen Begleiterscheinungen in die richtigen Bahnen zu lenken. „Es ist nicht die Zeit, um zu weit in die Zukunft zu blicken, sondern Tag für Tag hart dafür zu arbeiten, den erforderlichen Umbruch zu meistern, dem Club in der 3. Liga Stabilität zu verschaffen und dann Schritt für Schritt ein neues Team aufzubauen“, so Wörle.
Am Dienstag wird Wörle in Münster offiziell vorgestellt. Dann will der SC Preußen auch verraten, wie das Trainerteam insgesamt aufgestellt sein wird.

