Preußen Münster startet Dauerkartenverkauf – und kürzt Rabatte
Nach Pfingsten, am Dienstag (26. Mai), startet der SC Preußen Münster den Dauerkarten-Vorverkauf. Der verläuft in verschiedenen Phasen. Im ersten Schritt sind zunächst die bisherigen Dauerkarteninhaber angesprochen, die sich Stehplatz-Tickets für die neue Osttribüne sichern können. Ab Freitag folgen dann die Sitzplatz-Dauerkarten für die Haupttribüne und die Westtribüne.
Zwei zentrale Punkte umfasst dieser Vorverkauf: Dauerkarten werden nur and Vereinsmitglieder verkauft. Und die Preise bleiben im Vergleich zur 2. Bundesliga mehr oder weniger identisch, werden aber „netto“ trotzdem ein bisschen günstiger, weil zwei zusätzliche Heimspiele enthalten sind.
Spannend ist: Der SC Preußen kann zwar ab August 2026 deutlich mehr Plätze im Stadion zur Verfügung stellen, wird aber die Zahl der maximal verkauften Dauerkarten nicht erhöhen. Der Klub reagiert damit auf die bisherige „Mangellage“. Pro Heimspiel gingen jeweils nur einige hundert Tickets in den freien Vorverkauf, der Besuch eines Preußenspiels wurde damit für Nicht-Mitglieder fast unmöglich. Das will der SCP verändern und sich wieder mehr öffnen.
Dass Dauerkarten „auf absehbare Zeit“ nur an Vereinsmitglieder vergeben werden, dürfte vielleicht auch damit zu tun haben, dass der Klub zum einen seine aktuell fast 16.000 Mitglieder bevorteilen möchte. Zum anderen könnte dies auch viele Fans davon abhalten, ihre Vereinsmitgliedschaft nach dem Abstieg zu kündigen. Wegen dieses Vorgehens wird es künftig auch keine eigene Preisstufe mehr für „Mitglieder“ geben, sie ist damit überflüssig.
Tageskarten werden allerdings weiterhin in den Kategorien „Vollzahler“, „Mitglieder“, „Ermäßigte“ und „Kinder“ verkauft. Der SC Preußen begründet das damit, dass man in der kommenden Saison „realistisch betrachtet“ auch Tageskarten an Nichtmitglieder verkaufen werde. Das wiederum dürfte damit zusammenhängen, dass gegen Gegner wie Stuttgart II oder Hoffenheim II ein ausverkauftes Stadion nicht unbedingt zu erwarten ist. Der SCP weist darauf hin, dass es für Mitglieder immer einen „exklusiven Vorverkauf bei den Tageskarten“ geben werde.
Mitglieder-Rabatt gesenkt
Etwas unangenehm dürfte die Tatsache sein, dass der SC Preußen ab Juli den bisherigen Mitglieder-Rabatt für Fanartikel senkt. Der SCP nennt das „Anpassung“, meint aber: kürzen. Und zwar von 15 Prozent auf 10 Prozent. Das stieß nicht unbedingt auf Gegenliebe, gerade mit Blick auf den hohen Preis für die Mitgliedschaft. Für die meisten Erwachsenen kostet die im Jahr immerhin 110 Euro, das ist nicht wenig. Um genauer zu sein: Mit dem Preis gehört der SCP zu den teuersten Klubs der Liga, nur noch von Waldhof Mannheim (120 Euro/Jahr) übertroffen. Das ist ein Grundsatzthema.
Beim SCP verweist man auf ligaübliche Rabatte – und das ist korrekt. Standard sind zehn Prozent Rabatt, praktisch überall. Das ist sicher auch eine wirtschaftliche Überlegung: Vor wenigen Jahren zählte der SCP noch knapp 2.000 Mitglieder. Jetzt sind es fast 16.000 Mitglieder. Das dürfte bedeuten, dass ein großer Teil der Bestellungen im Fanshop mit Rabatten versehen ist und die Margen drückt. Geld, das der SCP aber (gerade jetzt) benötigt, um über die Runden zu kommen. Da wirkt die Kürzung nachvollziehbar.

