Preußen-Forum
"System Alexander Ende" - was war das eigentlich?
Zitat von olli am 18. März 2026, 20:02 UhrIch mache hier einen neuen Thread auf, weil mir einige Sachen durch den Kopf gehen, die woanders wohl untergehen würden und die aber auch noch Relevanz für die jetzige Saison haben. Es scheint ja jetzt alles drauf gepolt zu sein, irgendwie den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und das will ich ja auch. Aber was war das jetzt eigentlich? Ich kann mich an eine Spielzeit Anfang der 2000er(damalige Regionalliga) erinnern, wo die Preußen einen guten Saisonstart hinlegten und nach einem ermauerten 1:0 bei CZ Jena(Torschütze Küsters in der 6. Minute, glaube ich) ganz oben mit dabei waren. Da waren alle glücklich, aber der Jenatrainer (ich glaube, es war Ziegner) sagte sinngemäß, er würde sich eher erschießen lassen, als so einen Kram anzubieten wie Preußen Münster. Dann ging es auch rasend schnell Richtung Keller für den SCP und am Ende konnte man noch die Klasse halten(war das die "Männer, ihr müßt brennen?" Saison?)
Jetzt gucken wir wieder in den Abgrund, und ich frage mich, wie kann das sein?, wie kann man in solche Abstiegsnöte geraten, wenn man zur Halbzeit noch komfortabel dastand, und noch (berechtigt würde ich sagen) meinte, man hätte einige Punkte fahrlässig liegengelassen. Trotz einer unglaublichen Verletztenmisere dachte sich das Trainerteam und die Vereinsführung, dass die Vereinsziele(zuerst der Klassenerhalt) nicht gefährdet seien. Die Konsequenz dieser Selbsttäuschung sehen wir jetzt. Wie war diese Selbsttäuschung möglich? (Und ich nehme mich nicht aus.)
Nun, und deshalb habe ich die alte Saison oben zitiert; damals dachten alle, es wäre alles super, obwohl jeder sehen konnte, dass die Truppe sehr limitiert war. Man freute sich einfach am anfänglichen Erfolg(und ich weiß noch, wie ich Ziegner innerlich Recht gegeben habe, Preußen spielte wirklich eine ängstliche Grütze zusammen.) Diese Saison war alles anders. Nachdem die Retter 2024/25 die Preußen wieder von der Kette gelassen hatten(Hendrix durfte die Mittellinie überqueren), dominierten in der neuen Saison die Preußen das Spiel, hatten enorme Ballbesitz- und Paßquoten und lieferten einige der besten Spiele ab, die man in langer Zeit gesehen hatte. Nach einem überraschend guten Saisonstart schien die Verletztenmisere diesen Schub zerstört zu haben. Es hatte von Anfang an(noch vor den schönen Spielen) Kritiker gegeben, die behaupteten, daß so ein System in den oberen Ligen von niemandem praktiziert werde und deshalb zum Scheitern verurteilt sei. Aber man hatte ja erst Erfolg! Waren die anderen Trainer also irgendwie alle doof(zumal sie ja die Preußenspielweise in den PQ einhellig lobten)?
Das weiß ich nicht, und deshalb schreibe ich das hier wohl alles. Zumindest: die Erklärungen, dass das System "dechiffriert" sei, und dass es keinen "Plan B" gegeben habe, überzeugen mich nicht wirklich. So etwas kann man hinterherwerfen, wenn es schief gegangen ist, und dann hat man natürlich Recht. Klar, weil der Gegenbeweis nicht zu führen ist.
Was mir in der Rückschau auffällt: es gab zu Anfang der Saison viel mehr vertikalen Zug zum Tor, das Zusammenspiel von Schulz und Mees war fantastisch, man spielte sich in Abschlußsituationen, die kaum zu verhindern waren. Das war der SCP, der ligaweit bewundert wurde. Das Pokalspiel gegen Hertha(das man 2:0 oder 4:1 hätte gewinnen müssen), die Siege gegen Nürnberg, Bochum, Braunschweig, in denen man jeweils in Führung ging, ebenso das Spiel gegen Düsseldorf. Ja, dachte ich mir seinerzeit, das läuft ja! Und dann gab es noch diesen mysteriösen Spieler Benger, den Alexander Ende mitgebracht hatte, der zwar noch verletzt war, aber von dem man hörte, daß dieser eine unglaubliche Paßmaschine sei. Prima, dachte ich mir, wir sind jetzt schon stark, dann werden wir auf Sicht ja noch stärker! Und dann fielen erst Mees und Schulz aus und damit ging die Preußendominanz verloren. Was sich von Anfang gezeigt hatte, aber was man vielleicht nicht wirklich wahrgenommen hatte: die Abschlußschwäche. Der SCP war wie ein Jagdhund, der die Beute fast spielerisch stellen konnte, aber dann nicht den tödlichen Biß ansetzte, sondern mit der Beute spielte, als sei er eine Katze. Man berauschte sich am flüssigen Spiel und ließ das wesentliche Kriterium des Fußballs piels außer Acht: den Torerfolg. Und anstatt das sofort zu fokussieren tröstete man sich mit: fast, fast, nächste Mal, Pech. Ich auch. Aber es zog sich durch von Anfang an. Und gleichzeitig ging mit der Verletztenmisere der vertikale Zug zum Tor verloren. Man spielte zwar immer noch sauber und paßsicher, aber man verwaltete den Ball nur noch, gerade so, als würde man schon deutlich in Führung liegen. Der Zug in die Box ging völlig verloren, der öffnende Paß auf die Flügel oder an die Box war nicht mehr zu sehen. Man sah zwar immer noch eine Mannschaft, die gut Fußball spielen konnte, aber es war statisch und ungefährlich und weil man vorne den Gegner nicht mehr unter Druck setzte, wurde das Kurzpaßspiel am eigenen Strafraum, das ja eigentlich dazu gedacht war, den Gegner rauszulocken, um dann schnell vertikal in die freien Räume kommen, geradezu zu einem kollektiven Selbstmordversuch. Und allmählich merkte jeder, daß der SCP in einer gefährlichen Abwärtsspirale gefangen war. Lag das jetzt daran, daß das System "dechiffriert" war und es keinen "Plan B" gab? Ja, einen Plan B schien es wirklich nicht zu geben. Defensiv stabiler stehen, wurde ausgegeben, auch mal den langen Ball spielen. Aber im wesentlichen konzentrierte man sich weiter auf das Kurzpaßspiel, das immer ungefährlicher wurde. Das Tempo, die Vertikalität vom Anfang der Saison war nur noch eine Erinnerung.
Nun, was denkt Ihr? Ich will zum Ende kommen. Wir haben Spieler in unseren Reihen, die ballsicher sind, die eine hohe Spielintelligenz aufweisen. Warum der SCP s
Ich mache hier einen neuen Thread auf, weil mir einige Sachen durch den Kopf gehen, die woanders wohl untergehen würden und die aber auch noch Relevanz für die jetzige Saison haben. Es scheint ja jetzt alles drauf gepolt zu sein, irgendwie den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Und das will ich ja auch. Aber was war das jetzt eigentlich? Ich kann mich an eine Spielzeit Anfang der 2000er(damalige Regionalliga) erinnern, wo die Preußen einen guten Saisonstart hinlegten und nach einem ermauerten 1:0 bei CZ Jena(Torschütze Küsters in der 6. Minute, glaube ich) ganz oben mit dabei waren. Da waren alle glücklich, aber der Jenatrainer (ich glaube, es war Ziegner) sagte sinngemäß, er würde sich eher erschießen lassen, als so einen Kram anzubieten wie Preußen Münster. Dann ging es auch rasend schnell Richtung Keller für den SCP und am Ende konnte man noch die Klasse halten(war das die "Männer, ihr müßt brennen?" Saison?)
Jetzt gucken wir wieder in den Abgrund, und ich frage mich, wie kann das sein?, wie kann man in solche Abstiegsnöte geraten, wenn man zur Halbzeit noch komfortabel dastand, und noch (berechtigt würde ich sagen) meinte, man hätte einige Punkte fahrlässig liegengelassen. Trotz einer unglaublichen Verletztenmisere dachte sich das Trainerteam und die Vereinsführung, dass die Vereinsziele(zuerst der Klassenerhalt) nicht gefährdet seien. Die Konsequenz dieser Selbsttäuschung sehen wir jetzt. Wie war diese Selbsttäuschung möglich? (Und ich nehme mich nicht aus.)
Nun, und deshalb habe ich die alte Saison oben zitiert; damals dachten alle, es wäre alles super, obwohl jeder sehen konnte, dass die Truppe sehr limitiert war. Man freute sich einfach am anfänglichen Erfolg(und ich weiß noch, wie ich Ziegner innerlich Recht gegeben habe, Preußen spielte wirklich eine ängstliche Grütze zusammen.) Diese Saison war alles anders. Nachdem die Retter 2024/25 die Preußen wieder von der Kette gelassen hatten(Hendrix durfte die Mittellinie überqueren), dominierten in der neuen Saison die Preußen das Spiel, hatten enorme Ballbesitz- und Paßquoten und lieferten einige der besten Spiele ab, die man in langer Zeit gesehen hatte. Nach einem überraschend guten Saisonstart schien die Verletztenmisere diesen Schub zerstört zu haben. Es hatte von Anfang an(noch vor den schönen Spielen) Kritiker gegeben, die behaupteten, daß so ein System in den oberen Ligen von niemandem praktiziert werde und deshalb zum Scheitern verurteilt sei. Aber man hatte ja erst Erfolg! Waren die anderen Trainer also irgendwie alle doof(zumal sie ja die Preußenspielweise in den PQ einhellig lobten)?
Das weiß ich nicht, und deshalb schreibe ich das hier wohl alles. Zumindest: die Erklärungen, dass das System "dechiffriert" sei, und dass es keinen "Plan B" gegeben habe, überzeugen mich nicht wirklich. So etwas kann man hinterherwerfen, wenn es schief gegangen ist, und dann hat man natürlich Recht. Klar, weil der Gegenbeweis nicht zu führen ist.
Was mir in der Rückschau auffällt: es gab zu Anfang der Saison viel mehr vertikalen Zug zum Tor, das Zusammenspiel von Schulz und Mees war fantastisch, man spielte sich in Abschlußsituationen, die kaum zu verhindern waren. Das war der SCP, der ligaweit bewundert wurde. Das Pokalspiel gegen Hertha(das man 2:0 oder 4:1 hätte gewinnen müssen), die Siege gegen Nürnberg, Bochum, Braunschweig, in denen man jeweils in Führung ging, ebenso das Spiel gegen Düsseldorf. Ja, dachte ich mir seinerzeit, das läuft ja! Und dann gab es noch diesen mysteriösen Spieler Benger, den Alexander Ende mitgebracht hatte, der zwar noch verletzt war, aber von dem man hörte, daß dieser eine unglaubliche Paßmaschine sei. Prima, dachte ich mir, wir sind jetzt schon stark, dann werden wir auf Sicht ja noch stärker! Und dann fielen erst Mees und Schulz aus und damit ging die Preußendominanz verloren. Was sich von Anfang gezeigt hatte, aber was man vielleicht nicht wirklich wahrgenommen hatte: die Abschlußschwäche. Der SCP war wie ein Jagdhund, der die Beute fast spielerisch stellen konnte, aber dann nicht den tödlichen Biß ansetzte, sondern mit der Beute spielte, als sei er eine Katze. Man berauschte sich am flüssigen Spiel und ließ das wesentliche Kriterium des Fußballs piels außer Acht: den Torerfolg. Und anstatt das sofort zu fokussieren tröstete man sich mit: fast, fast, nächste Mal, Pech. Ich auch. Aber es zog sich durch von Anfang an. Und gleichzeitig ging mit der Verletztenmisere der vertikale Zug zum Tor verloren. Man spielte zwar immer noch sauber und paßsicher, aber man verwaltete den Ball nur noch, gerade so, als würde man schon deutlich in Führung liegen. Der Zug in die Box ging völlig verloren, der öffnende Paß auf die Flügel oder an die Box war nicht mehr zu sehen. Man sah zwar immer noch eine Mannschaft, die gut Fußball spielen konnte, aber es war statisch und ungefährlich und weil man vorne den Gegner nicht mehr unter Druck setzte, wurde das Kurzpaßspiel am eigenen Strafraum, das ja eigentlich dazu gedacht war, den Gegner rauszulocken, um dann schnell vertikal in die freien Räume kommen, geradezu zu einem kollektiven Selbstmordversuch. Und allmählich merkte jeder, daß der SCP in einer gefährlichen Abwärtsspirale gefangen war. Lag das jetzt daran, daß das System "dechiffriert" war und es keinen "Plan B" gab? Ja, einen Plan B schien es wirklich nicht zu geben. Defensiv stabiler stehen, wurde ausgegeben, auch mal den langen Ball spielen. Aber im wesentlichen konzentrierte man sich weiter auf das Kurzpaßspiel, das immer ungefährlicher wurde. Das Tempo, die Vertikalität vom Anfang der Saison war nur noch eine Erinnerung.
Nun, was denkt Ihr? Ich will zum Ende kommen. Wir haben Spieler in unseren Reihen, die ballsicher sind, die eine hohe Spielintelligenz aufweisen. Warum der SCP s
Zitat von olli am 18. März 2026, 20:04 Uhruups, Warum der SCP nicht mehr in die Spur gekommen ist, weiß ich nicht. Aber ich bin überzeugt davon, daß wir einen besseren Kader haben als im letzten Jahr und deshalb bin ich trotz allem positiver gestimmt, als vor 12 Monaten.
uups, Warum der SCP nicht mehr in die Spur gekommen ist, weiß ich nicht. Aber ich bin überzeugt davon, daß wir einen besseren Kader haben als im letzten Jahr und deshalb bin ich trotz allem positiver gestimmt, als vor 12 Monaten.
Zitat von Kleini am 18. März 2026, 20:31 UhrErstmal großes Kompliment an dich @olli für deinen Mega Beitrag. Warum und weshalb Ende gescheitert ist, da gibt es so viele Punkte, welchen ihren Anteil haben. Einige, wie die z.B. die Verletztenmisere, kann man Ende nicht anlasten, andere dagegen schon. Die Analyse im Kicker, echt lesenswert und absolut zutreffend - online leider nur bei Kicker+ zu lesen - bringt Vieles auf dem Punkt.
Aber @olli, nichts gegen diesen thread. Wer Lust darauf hat darüber zu diskutieren... okay. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es leid bin ewig aufgeführte Aspekte zum x-ten Mal durch zu kauen. Es hört sich jetzt hart an, aber Ende ist Geschichte. Ich möchte lieber nach Vorne schauen. Und ich gehe davon aus, dass auch Kittner und Co ihre volle Energie für den Klassenerhalt einbringen.
Packen wir' s an. Alle zusammen für Preußen Münster!
Erstmal großes Kompliment an dich @olli für deinen Mega Beitrag. Warum und weshalb Ende gescheitert ist, da gibt es so viele Punkte, welchen ihren Anteil haben. Einige, wie die z.B. die Verletztenmisere, kann man Ende nicht anlasten, andere dagegen schon. Die Analyse im Kicker, echt lesenswert und absolut zutreffend - online leider nur bei Kicker+ zu lesen - bringt Vieles auf dem Punkt.
Aber @olli, nichts gegen diesen thread. Wer Lust darauf hat darüber zu diskutieren... okay. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es leid bin ewig aufgeführte Aspekte zum x-ten Mal durch zu kauen. Es hört sich jetzt hart an, aber Ende ist Geschichte. Ich möchte lieber nach Vorne schauen. Und ich gehe davon aus, dass auch Kittner und Co ihre volle Energie für den Klassenerhalt einbringen.
Packen wir' s an. Alle zusammen für Preußen Münster!
Zitat von trainer am 18. März 2026, 22:10 UhrIch kann die Glorifizierung der Spielidee, die total den Bach runter gegangen ist, nicht nachvollziehen. Die anderen Trainer haben sich artig bedankt für die vielen Einladungen vor unserer Box und unsere nicht optimalen AV und haben uns dann auch noch anstandshalber gelobt ... OMG
Spiele mit einer Überlegenheit unseres Teams habe ich nur in Bruchstücken gesehen ... alles andere ist m.E. Schönfärberei! Wir haben fast 11 Spiele am Stück nicht gewonnen !
Eine Bemerkung von Olli kann ich gut nachvollziehen: "das System war (schnell) dechiffriert und kein Plan B da " ! Die Bemerkung "kollektiver Selbstmordversuch" klingt plastisch, ist aber wohl übertrieben.
Vielen Dank für den guten Versuch ... doch muss nun der Blick nach vorne gerichtet werden !
Ich kann die Glorifizierung der Spielidee, die total den Bach runter gegangen ist, nicht nachvollziehen. Die anderen Trainer haben sich artig bedankt für die vielen Einladungen vor unserer Box und unsere nicht optimalen AV und haben uns dann auch noch anstandshalber gelobt ... OMG
Spiele mit einer Überlegenheit unseres Teams habe ich nur in Bruchstücken gesehen ... alles andere ist m.E. Schönfärberei! Wir haben fast 11 Spiele am Stück nicht gewonnen !
Eine Bemerkung von Olli kann ich gut nachvollziehen: "das System war (schnell) dechiffriert und kein Plan B da " ! Die Bemerkung "kollektiver Selbstmordversuch" klingt plastisch, ist aber wohl übertrieben.
Vielen Dank für den guten Versuch ... doch muss nun der Blick nach vorne gerichtet werden !
Zitat von knauerpauer am 18. März 2026, 23:30 UhrZu "fast, fast, nächste Mal, Pech." von olli: Das hatten wir immer wieder auch unter Hildmann schon mit guten Xgoals-Werten, aber zu wenig in der Patte. Theorie: Unser Spiel wurde nicht so sehr "dechiffriert", sondern wir haben unser Spiel nach und nach immer schlechter umgesetzt. Auf weniger Erfolge folgt weniger Selbstvertrauen und auf Selbstvertrauen baut diese Spielweise. Also eine Abwärtsspirale.
Letztlich ist es fast egal, ob unser Selbstvertrauen auf der "Raute" oder sonst etwas fußt. Wenn es verschwunden ist, funktioniert kein Spielsystem mehr. Wenn dann noch die Zuschauer im eigenen Stadion (!) ungeduldig werden, erst recht. Wir benötigen jetzt einen Vertrauensvorschuss, der Sicherheit geben kann. Dass die Mannschaft besser aufgestellt ist, als im letzten Jahr, glaube ich auch. Wir müssten nicht da unten stehen und sollten trotzdem anerkennen, dass es eben (aus Gründen) sehr wohl so ist.
Und zum Abschluss: "trainer", dein Geblubber von Flügelspiel, Georgien, antiquierter Strategie und vermeintlichem Aufmuntern ist ermüdend bis ekelerregend. User, die nur auf die Schwächephase der Mannschaft warten, um ihren Punkt noch einmal anzubringen, in Hochphasen im Forum aber nie gesehen werden, lassen mich schon nach deiner Intention fragen. Ein Fansein kann es ja nicht sein.
Zu "fast, fast, nächste Mal, Pech." von olli: Das hatten wir immer wieder auch unter Hildmann schon mit guten Xgoals-Werten, aber zu wenig in der Patte. Theorie: Unser Spiel wurde nicht so sehr "dechiffriert", sondern wir haben unser Spiel nach und nach immer schlechter umgesetzt. Auf weniger Erfolge folgt weniger Selbstvertrauen und auf Selbstvertrauen baut diese Spielweise. Also eine Abwärtsspirale.
Letztlich ist es fast egal, ob unser Selbstvertrauen auf der "Raute" oder sonst etwas fußt. Wenn es verschwunden ist, funktioniert kein Spielsystem mehr. Wenn dann noch die Zuschauer im eigenen Stadion (!) ungeduldig werden, erst recht. Wir benötigen jetzt einen Vertrauensvorschuss, der Sicherheit geben kann. Dass die Mannschaft besser aufgestellt ist, als im letzten Jahr, glaube ich auch. Wir müssten nicht da unten stehen und sollten trotzdem anerkennen, dass es eben (aus Gründen) sehr wohl so ist.
Und zum Abschluss: "trainer", dein Geblubber von Flügelspiel, Georgien, antiquierter Strategie und vermeintlichem Aufmuntern ist ermüdend bis ekelerregend. User, die nur auf die Schwächephase der Mannschaft warten, um ihren Punkt noch einmal anzubringen, in Hochphasen im Forum aber nie gesehen werden, lassen mich schon nach deiner Intention fragen. Ein Fansein kann es ja nicht sein.
Zitat von trainer am 19. März 2026, 00:10 UhrEkelerrregend kann nur der sein, der solche Worte nicht nur in den Mund nimmt - sondern sich damit selbst bloßstellt.
Von gewissem Fußball-Sachverstand nicht frei, musste ich leider auf die Defizite dieser "Raute" von Anfang an hinweisen; meine kritischen und auch aufmunternden Beiträge kann jeder nachlesen. Das Ergebnis dieses Trainer-Irrtums haben wir ja jetzt gesehen; und "Geblubber" kommt sicher nur von den dislikern !
Ekelerrregend kann nur der sein, der solche Worte nicht nur in den Mund nimmt - sondern sich damit selbst bloßstellt.
Von gewissem Fußball-Sachverstand nicht frei, musste ich leider auf die Defizite dieser "Raute" von Anfang an hinweisen; meine kritischen und auch aufmunternden Beiträge kann jeder nachlesen. Das Ergebnis dieses Trainer-Irrtums haben wir ja jetzt gesehen; und "Geblubber" kommt sicher nur von den dislikern !
Zitat von olli am 19. März 2026, 00:22 UhrEigentlich ging es mir in meinem Beitrag um folgendes: wenn im letzten Jahr das System Hildmann zu statisch und stabilitätsbetont war, die Spieler also befreit werden mussten, woran ist das System Ende genau gescheitert und welche Elemente können auch jetzt weiterhelfen? Welche Qualitäten der Spieler, des Systems könnten übernommen werden? Oder muss alles irgendwie ganz neu? Und was heißt das? Das sind Fragen, die der neue Trainer beantworten muss und bestimmt nicht die Glorifizierung einer gescheiterten Spielidee.
Eigentlich ging es mir in meinem Beitrag um folgendes: wenn im letzten Jahr das System Hildmann zu statisch und stabilitätsbetont war, die Spieler also befreit werden mussten, woran ist das System Ende genau gescheitert und welche Elemente können auch jetzt weiterhelfen? Welche Qualitäten der Spieler, des Systems könnten übernommen werden? Oder muss alles irgendwie ganz neu? Und was heißt das? Das sind Fragen, die der neue Trainer beantworten muss und bestimmt nicht die Glorifizierung einer gescheiterten Spielidee.
Zitat von Baghira1982 am 19. März 2026, 05:00 UhrDas Spielsystem mit Raute ist extrem Kooflastig, es benötigt höchste Konzentration da die Pässe auf engsten Raum stattfinden. Meistens durch die Mitte. Stellt der Gegner die Mitte zu, lässt dann vermehrt noch Mann gegen Mann spielen entstehen Situationen wie im Training beim 5 gegen 2 oder 5 gegen 3. Es ist eine Frage der Zeit bis der Ball weg ist. Gerade auch dann wenn wenig Bewegung in Richtung Flügel dazu kommt. Das Spiel wird nicht breit, es wird eng gemacht. Gedeckte Anspielstationen durch das 1 gegen 1 erschweren das sich befreien.
Gegen Bochum glaub ich war das diese Bewegungen auf den Flügel vorgenommen wurden, das Spiel wurde breiter gemacht, zum Teil länger, Stichwort lange Bälle. Dadurch schaffte sich die Mannschaft Luft zum Atmen und erkämpfte, erspielte sich das Unentschieden. Es hätte gar nicht so viel Veränderung bedurft am System. Ok, einfach gesagt aber ich glaube allein das nutzen des gesamten Spielfeldes, auch im Spielaufbau, und nicht nur das "Stur" durch die Mitte kombinieren hätte uns gut getan.
Das Spielsystem mit Raute ist extrem Kooflastig, es benötigt höchste Konzentration da die Pässe auf engsten Raum stattfinden. Meistens durch die Mitte. Stellt der Gegner die Mitte zu, lässt dann vermehrt noch Mann gegen Mann spielen entstehen Situationen wie im Training beim 5 gegen 2 oder 5 gegen 3. Es ist eine Frage der Zeit bis der Ball weg ist. Gerade auch dann wenn wenig Bewegung in Richtung Flügel dazu kommt. Das Spiel wird nicht breit, es wird eng gemacht. Gedeckte Anspielstationen durch das 1 gegen 1 erschweren das sich befreien.
Gegen Bochum glaub ich war das diese Bewegungen auf den Flügel vorgenommen wurden, das Spiel wurde breiter gemacht, zum Teil länger, Stichwort lange Bälle. Dadurch schaffte sich die Mannschaft Luft zum Atmen und erkämpfte, erspielte sich das Unentschieden. Es hätte gar nicht so viel Veränderung bedurft am System. Ok, einfach gesagt aber ich glaube allein das nutzen des gesamten Spielfeldes, auch im Spielaufbau, und nicht nur das "Stur" durch die Mitte kombinieren hätte uns gut getan.
Zitat von Maestro Morricone am 19. März 2026, 08:55 UhrWas wir ALLE vor allem nicht wissen: wie war die Stimmung intern. Identifizierten sich die Spieler überhaupt noch mit Endes System oder gab es Vorbehalte ? Da laufen sicher elementare interne Dinge unter den Spielern ab die wir als Fans so gar nicht mitbekommen. Aber stimmt schon. Vergangenheit. Jetzt die Köpfe frei kriegen und sich neu justieren.
Was wir ALLE vor allem nicht wissen: wie war die Stimmung intern. Identifizierten sich die Spieler überhaupt noch mit Endes System oder gab es Vorbehalte ? Da laufen sicher elementare interne Dinge unter den Spielern ab die wir als Fans so gar nicht mitbekommen. Aber stimmt schon. Vergangenheit. Jetzt die Köpfe frei kriegen und sich neu justieren.
Zitat von Standfussballer am 19. März 2026, 09:49 UhrEs gab in der Hinrunde auch begeisterte Aussagen der Spieler zum Spielsystem. Wenn es lief, war das ja auch wunderbar anzuschauen.
Scheinbar ging Stück für Stück die Überzeugung und das Selbstvertrauen flöten.
Da hatte Ende leider keine Lösungen parat.
Es gab in der Hinrunde auch begeisterte Aussagen der Spieler zum Spielsystem. Wenn es lief, war das ja auch wunderbar anzuschauen.
Scheinbar ging Stück für Stück die Überzeugung und das Selbstvertrauen flöten.
Da hatte Ende leider keine Lösungen parat.

