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Spiel-Thread 2026/27: 5. Spieltag: VfB Stuttgart II gegen Preußen Münster

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Zitat von olli am 14. September 2026, 14:31 Uhr

......

Zur Politdiskussion, die Wersepreusse und Missigno hier angest0ßen haben, möchte ich sagen, dass wir uns davor hüten sollten.  Ich habe schon vor einigen Jahren hier geschrieben, dass die Lebensschule, die ich in meinen fast fünfzig Jahren beim SCP erfahren habe, gerade darin bestand, auf völlig unterschiedliche Menschen zu treffen.  Unterschiedlich in bezug auf ihre Bildung, ihren Beruf, ihre politische Ausrichtung.  Die Werte eines Sportvereins sollten sich aus dem sportlichen Fairplay herleiten und nicht aus übergeordneten, politschen Ideologien.  Wersepreussens Empfindung, dass der "Alles für Münster" Slogan ihn an "Alice für Deutschland", also AfD, erinnere, ist in meinen Augen eine politisch gefärbte Überempfindlichkeit, die im Sport nichts zu suchen haben sollte.  Und auch wenn man mich jetzt der "Normalisierung" der AfD zeihen sollte, so möchte ich, dass der SC Preußen nicht ein "Safe Space" für bestimmte politische Ansichten wird, sondern ein Sportverein für alle Athleten und alle Fans.   Ich meine, der FC St. Pauli hat den ideologischen Weg beschritten und wirkt zumindest in meiner Wahrnehmung mittlerweile etwas ausgelutscht, auch wenn anfangs sicher große Euphorie dabei war.  Euphorie eben, den "richtigen" Weg zu beschreiten.  Und als statistischen Nachweis sollte jeder mal darüber nachdenken, daß die AfD in Umfragen bundesweit an der 30% Hürde kratzt.  Jetzt kann man einwenden, dass Münster ja akademisches Pflaster sei, Studenten und so und guck' mal auf die Ergebnisse der letzten Wahlen.  Aber als Gegengewicht könnte man argumentieren, dass Männer tendentiell "rechter" eingestellt sind als Frauen.  Und wer ist mehrheitlich im Stadion?  Männer...  Ihr könnt also sicher sein, dass in einem ausverkauften Preußenstadion(etwa 13.000 Leute, davon abgezogen 3000 Jugendliche) mindestens 2000 AfD Wähler oder Sympathisanten anwesend sind.  Ich glaube nicht, dass es daher sinnstiftend ist, gerade heutzutage aus dem Sportverein SC Preußen eine politideologische Bekenntnisveranstaltung zu machen.  Ich bin übrigens nicht AfD-Wähler, aber die überflüssige Politisierung jeder Lebenssphäre geht mir mittlerweile etwas auf den Keks.  Daher hier meine kleine Gegenrede.  Es heißt ja "Alle zusammen für Preußen Münster!" und nicht "Alle zusammen, außer denen, die politisch nicht so ticken wie ich, für Preußen Münster!"  Oder?

An dieser Stelle muss ich ganz klar widersprechen. Die Trennung von Politik und Sport ist, ebenso wie die Trennung von Politik und Musik und weiteren Feldern heutzutage nicht mehr möglich. Im Gegenteil: Gerade in den heutigen Zeiten, in denen ein "Sportswashing" gang und gäbe ist, ist es notwendig, klar Stellung zu beziehen.

Die Ausrichtung der AfD kann und werde ich nicht tolerieren, weder in meinem beruflichen, noch in meinem privaten Umfeld, so auch nicht im Stadion. Diese Partei und die handelnden Personen arbeiten gegen die freiheitliche Demokratie und gegen die deutsche Grundordnung und nutzt dabei genau das von dir beschriebene Mittel: Sie lügt, und beschreibt Unwahrheiten und relativiert Dinge, in der Hoffnung, das mit der Zeit alle aufhören, dagegen zu reden. Solange, bis sich diese Unwahrheiten in den Köpfen der Leute festgesetzt haben und "zur Wahrheit" geworden sind und in den Alltag eingeschlichen haben. Nur mit dieser Methode haben sie diese hohe Unterstützung erreicht. Aus diesem Grund muss die breite Masse jetzt aufstehen und zeigen, dass es so nicht weitergeht. Ich habe es schon vor einigen Jahren gesagt und ich sage es jetzt auch noch "Wehret den Anfängen!". Das ist viel zu wenig geschehen und darum ist aus dem Anfang inzwischen das geworden, was es nun ist. Die AfD nutzt die Demokratie, um sie zu zerstören und verhöhnt dabei alle Opfer einer Zeit, die Deutschland nie vergessen darf. Ich sage nicht, dass ich ewig eine Schuld mit mir rumtragen muss, wegen dem was geschehen ist. Schuldig würde ich mich jedoch fühlen, wenn Geschichte sich wiederholt und ich die Chance hatte, dagegen zu reden.

Trotz allem muss man weiter dagegen vorgehen. Auf dem Sportplatz, beim Schützenfest und auch im nahen und weiten privaten und beruflichem Umfeld. Diese Partei ist schlimm, so schlimm das offiziell sogar andere rechte europäische Parteien abrücken, sich hintenrum jedoch einen Ast ablachen, dass Deutschland solch einem Rechtsruck unterlegen ist und nur darauf warten, dass sie eine Regierung stellen, um sich dann wieder anbiedern zu können.

Daher bin ich froh, wenn sich mein Verein eindeutig politisch gegen die AfD aufstellt und werde das, auch im Stadion, freundlich begrüßen. Wenn es den von dir genannten 2000 Leuten nicht passt, sollen sie sich verpissen. Jeder, aber auch wirklich jeder, der diese Partei unterstützt, aus welchen Gründen auch immer - sei es, weil er nur ein bis zwei Dinge aus dem Programm gut findet oder auch voll ideologisch hinter diesem rechten Pack steht - und damit die von mir geliebte freiheitliche Demokratie langsam aushöhlt und sterben lässt, ist für mich ein Helfer von Faschisten, denen Einhalt geboten werden muss. Auf demokratischem Wege, solange es noch geht.

FCK AfD!

dike77, Mikered und 10 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
dike77MikeredOlli23k-steherMax06immer06hegelvatterIngoSimon165GradivusKurvensteheralva
Zitat von Gradivus am 14. September 2026, 14:53 Uhr

Das ein solcher Satz in "Alles für Münster" umgewidmet wird hat aber eher weniger mit der AFD zu tun sondern bezieht sich wieder ganz eindeutig auf die SA und die NSDAP. Und so etwas hat für mich nichts mit politischer Offenheit, Neutralität im Sport oder ähnlichem zu tun. Hier werden offen Parolen aus dem Dritten Reich adaptiert und dass sollte kein Demokrat einfach hinnehmen. Es geht deutlich weiter und ist deutlich belasteter als ein einfacher Bezug zu AFD.

Von daher meine Meinung: Keine Nazi-Parolen im Stadion! In keiner Form und in keiner Abwandlung!

Das hat nichts mit Ideologie oder einer politischen Meinung zu tun! Die Werte der SA und NSDAP widersprechen fundamental unser freiheitlich-demokratischen Grundordnung!

Im Grundsatz bin ich völlig bei dir, keine Nazi-Parolen im Stadion.

Aber "Alles für Münster" als absichtliche Abwandlung eines SA Mottos zu deklarieren halte ich für weit hergeholt.
Da bin ich eher bei verkürzter Form von "Alle zusammen für Preußen Münster".
Und da unterstelle ich den Verfassern mal, dass sie da nicht an irgendwelche SA Sprüche gedacht haben.

Da wird es dann m.M.n ein reindeuten in das eigene politische Deutungsmuster. Ganz eindeutig ist her gar nichts.

Zitat von Jenseh am 14. September 2026, 15:34 Uhr

 

Daher bin ich froh, wenn sich mein Verein eindeutig politisch gegen die AfD aufstellt und werde das, auch im Stadion, freundlich begrüßen. Wenn es den von dir genannten 2000 Leuten nicht passt, sollen sie sich verpissen. Jeder, aber auch wirklich jeder, der diese Partei unterstützt, aus welchen Gründen auch immer - sei es, weil er nur ein bis zwei Dinge aus dem Programm gut findet oder auch voll ideologisch hinter diesem rechten Pack steht - und damit die von mir geliebte freiheitliche Demokratie langsam aushöhlt und sterben lässt, ist für mich ein Helfer von Faschisten, denen Einhalt geboten werden muss. Auf demokratischem Wege, solange es noch geht.

FCK AfD!

Das artet langsam in eine politische Diskussion aus.
Ich bin auch gegen die AFD und freue mich über jeden, der was anderes wählt.

Trotzdem muss man miteinander reden können, AFD Wähler sind Menschen wie alle anderen auch und dürfen, genauso wie die Wähler anderer Parteien, die mir nicht passen, ins Stadion kommen und unseren Fussballverein anfeuern.

Wenn man die Demokratie verteidigt, muss man auch aushalten können, das manche Menschen eine aus der eigenen Sicht völlig missliebige sehr rechte Partei wählen und dass ein Stadion nunmal eine Begegnungsstätte für die ganze (Stadt)-Bevölkerung ist und nicht nur für den Teil, der mir politisch nicht zu sehr gegen den Strich geht. Wäre ja noch schöner.

Und seien wir mal realistisch, wer das so extrem sieht, darf dann ja auch kündigen. Dort wo man arbeitet, arbeiten tendenziell 17% Afd Wähler in NRW und dort wo man selber im Sportverein ist gibt es solche auch...

So, sorry für den Ausflug ins politische, btt zum Spieltag.

hauer und Kleini haben auf diesen Beitrag reagiert.
hauerKleini

@dike und jenseh

das wird ja immer bunter hier!  Mein Beitrag war gerade kein pro-AfD Beitrag, sondern ein pro SC Preußen-Beitrag.   Dass Ihr das so auslegt, und fordert, dass die ca 2000 AfD Wähler oder Sympathisanten die sich nach statistischer Wahrscheinlichkeit im Preußenstadion bei jedem ausverkauften Heimspiel befinden, da "nichts zu suchen" haben oder sich "verpissen" sollen, ist eine polit-autoritäre Anmassung Eurerseits.  Genau wegen dieser Politisierung und ihrer Gefahren habe ich das überhaupt kommentiert.  Wir hatten diesen Zinnober hier schon vor einem Jahr wegen Bluesky und X und es wird nicht besser.  Diese Politisierung des Fußballs trägt die Gefahr in sich, ihn (im metaphorischen Sinne) umzubringen.  Sowas hilft dem SC Preußen überhaupt nicht.

hauer, Kleini und Astra0990 haben auf diesen Beitrag reagiert.
hauerKleiniAstra0990
Zitat von Astra0990 am 14. September 2026, 15:50 Uhr
Zitat von Jenseh am 14. September 2026, 15:34 Uhr

 

Daher bin ich froh, wenn sich mein Verein eindeutig politisch gegen die AfD aufstellt und werde das, auch im Stadion, freundlich begrüßen. Wenn es den von dir genannten 2000 Leuten nicht passt, sollen sie sich verpissen. Jeder, aber auch wirklich jeder, der diese Partei unterstützt, aus welchen Gründen auch immer - sei es, weil er nur ein bis zwei Dinge aus dem Programm gut findet oder auch voll ideologisch hinter diesem rechten Pack steht - und damit die von mir geliebte freiheitliche Demokratie langsam aushöhlt und sterben lässt, ist für mich ein Helfer von Faschisten, denen Einhalt geboten werden muss. Auf demokratischem Wege, solange es noch geht.

FCK AfD!

Das artet langsam in eine politische Diskussion aus.
Ich bin auch gegen die AFD und freue mich über jeden, der was anderes wählt.

Trotzdem muss man miteinander reden können, AFD Wähler sind Menschen wie alle anderen auch und dürfen, genauso wie die Wähler anderer Parteien, die mir nicht passen, ins Stadion kommen und unseren Fussballverein anfeuern.

Wenn man die Demokratie verteidigt, muss man auch aushalten können, das manche Menschen eine aus der eigenen Sicht völlig missliebige sehr rechte Partei wählen und dass ein Stadion nunmal eine Begegnungsstätte für die ganze (Stadt)-Bevölkerung ist und nicht nur für den Teil, der mir politisch nicht zu sehr gegen den Strich geht. Wäre ja noch schöner.

Und seien wir mal realistisch, wer das so extrem sieht, darf dann ja auch kündigen. Dort wo man arbeitet, arbeiten tendenziell 17% Afd Wähler in NRW und dort wo man selber im Sportverein ist gibt es solche auch...

So, sorry für den Ausflug ins politische, btt zum Spieltag.

Ich halte die ja auch aus. Ich habe ja lediglich gesagt, wenn es einigen Leuten nicht passt, dass man gegen sie ist, sollen sie sich verpissen. Das habe ich auch immer so gemacht. Wie an der Theke: Merkt man, dass das Gegenüber einem nicht passt, dreht man sich um und lässt es links liegen.

Und ja, sollte ich merken, dass mein Verein das toleriert, würde ich kündigen.

Und nein, aushalten muss eine Demokratie andere Meinungen, aber nicht Faschisten als handelnde Personen. Und diese Meinungen muss sie auch nur solange aushalten, solange sie trotzdem der demokratischen Grundordnung entsprechen. Wenn die Meinungsmacher jedoch mit ihren Mitteln damit beginnen, die Demokratie abzuschaffen, muss man sie nicht mehr aushalten. Dann muss sich die Demokratie wehren. Jetzt auch von mir genug dazu!

Fredoman, Eagle-Rider und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
FredomanEagle-RiderIngoGradivus
Zitat von olli am 14. September 2026, 15:57 Uhr

@dike und jenseh

das wird ja immer bunter hier!  Mein Beitrag war gerade kein pro-AfD Beitrag, sondern ein pro SC Preußen-Beitrag.   Dass Ihr das so auslegt, und fordert, dass die ca 2000 AfD Wähler oder Sympathisanten die sich nach statistischer Wahrscheinlichkeit im Preußenstadion bei jedem ausverkauften Heimspiel befinden, da "nichts zu suchen" haben oder sich "verpissen" sollen, ist eine polit-autoritäre Anmassung Eurerseits.  Genau wegen dieser Politisierung und ihrer Gefahren habe ich das überhaupt kommentiert.  Wir hatten diesen Zinnober hier schon vor einem Jahr wegen Bluesky und X und es wird nicht besser.  Diese Politisierung des Fußballs trägt die Gefahr in sich, ihn (im metaphorischen Sinne) umzubringen.  Sowas hilft dem SC Preußen überhaupt nicht.

Jetzt muss ich doch noch mal: Das habe ich nicht geschrieben. Ich habe geschrieben, dass wenn es denen nicht passt, dass man gegen ihre Meinung und Haltung ist, sie sich verpissen sollen. Nicht, dass sie per se gehen sollen. Ich m

Und ich bin eben genau da einer anderen Meinung: Die Nicht-Politisierung von Sport, nur weil man seine Ruhe haben will, trägt die akute Gefahr in sich, dass genau das passiert, was in anderen gesellschaftlichen Bereichen nach dem gleichen Muster bereits passiert ist. Der Sport wird dann von anderer Seite unterwandert, bis er dazu beiträgt, diese andere Seite zu unterstützen.

Es ist halt immer wieder so, das habe ich letzte Woche beim Toten Hosen Konzert gemerkt: Da gehen Leute hin, die sich nachher darüber aufregen, dass die Toten Hosen sich eindeutig gegen Faschisten positionieren und fordern, dass Künstler sich nicht politisch äußern sollen.

Die Kunst war immer schon politisch und wer auf ein Hosen Konzert geht, und erwartet, dass die sich nicht politisch äußern, dem kann man nicht helfen. Einige dieser Kommentare endeten mit: In ein paar Jahren werden andere Seiten aufgezogen, ihr werdet es schon noch sehen. Ich halte die aus, aber die müssen dann halt auch mich aushalten. Das ist Demokratie.

Ich will den Urhebern des Banners nicht unterstellen, dass diese mit „Alles für Münster“ an die verfassungsfeindliche Parole gedacht haben. Möglicherweise war es Unwissenheit. Aber die Assoziation ist für Wissende definitiv vorhanden. Falls die Urheber des Banners hier mitlesen würde ich ebenso bitten, das Banner künftig zuhause zu lassen. Ansonsten sollte der Verein das Gespräch mit den Urhebern suchen und auf die Assoziation konstruktiv hinweisen und ggf. das Hausrecht nutzen.

Das Banner als Abkürzung für „Alle zusammen für Preußen Münster“ zu betrachten ist schon sehr weit hergeholt. Und selbst wenn. Dann ist die Urheberschaft geklärt, aber das Resultat der Assoziation bleibt dieselbe.

Im Übrigen ist es mir total egal, welche Partei meine Mitmenschen im Stadion wählen, solange es sich um eine demokratische Partei handelt. Natürlich bin ich mir bewusst, dass unter den Preußenfans auch Wähler der verfassungsfeindlichen AfD sein werden. Aber um nochmal festzuhalten:

“Der Verein tritt jeder Form von Gewalt, Diskriminierung, Benachteiligung und Manipulation unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexueller Art ist, entschieden entgegen.“

So steht es in der Satzung des e.V. Darunter verstehe ich das aktive Handeln des Vereins für unsere freiheitliches-demokratische Grundordnung.

Nicht weil unter den Preußen-Fans AfD-Wähler sind und die AfD Wahlerfolge einfährt, darf man die AfD nicht thematisieren und kritisieren, sondern gerade dann ist der Verein meiner Meinung nach hierzu sogar verpflichtet.

 

hegelvatter hat auf diesen Beitrag reagiert.
hegelvatter

Ich will Dir nicht zu nahe treten, Kurvensteher, aber das Attribut "Wissende" auf sich selbst anzuwenden, zeugt schon von einiger Arroganz.  Aber gut, Du sprichst Dich in Deiner abschließenden Aussage explizit dafür aus, dass der Sportverein SC Preußen eine politische Agenda haben und dementsprechend handeln solle.  Dazu wertest Du das Leitbild in Deinem Sinne in eine politische Aussage und Aufforderung um.  Ich bin der Ansicht, dass dies dem Fußball und dem SC Preußen nicht guttut.  Jetzt habe ich mich erstmal lange genug in den Gegenwind gestellt.  N'Abend allerseits.

Gradivus, Kleini und Astra0990 haben auf diesen Beitrag reagiert.
GradivusKleiniAstra0990
Zitat von olli am 14. September 2026, 16:44 Uhr

Ich will Dir nicht zu nahe treten, Kurvensteher, aber das Attribut "Wissende" auf sich selbst anzuwenden, zeugt schon von einiger Arroganz.  Aber gut, Du sprichst Dich in Deiner abschließenden Aussage explizit dafür aus, dass der Sportverein SC Preußen eine politische Agenda haben und dementsprechend handeln solle.  Dazu wertest Du das Leitbild in Deinem Sinne in eine politische Aussage und Aufforderung um.  Ich bin der Ansicht, dass dies dem Fußball und dem SC Preußen nicht guttut.  Jetzt habe ich mich erstmal lange genug in den Gegenwind gestellt.  N'Abend allerseits.

Die Arroganz nehme ich mir raus, das Thema tangiert meine berufliche Arbeit seit über zwei Jahrzehnten. Erst heute wieder mit Jugendlichen zusammengearbeitet, die in die rechtsextreme Szene gezogen wurden. Maßgeblicher Köder natürlich wieder die AfD.

Und ich muss hier nichts umwerten, es steht so in der Satzung. Entgegentreten ist ein aktiver Prozess. Der Verein sollte immer wieder klar benennen, dass das Grundgesetz maßgeblich für das Handeln seiner Mitglieder ist. Gerade in Zeiten, in denen das nicht so selbstverständlich ist.

 

Eagle-Rider und Gradivus haben auf diesen Beitrag reagiert.
Eagle-RiderGradivus
Zitat von Astra0990 am 14. September 2026, 15:42 Uhr
Zitat von Gradivus am 14. September 2026, 14:53 Uhr

Das ein solcher Satz in "Alles für Münster" umgewidmet wird hat aber eher weniger mit der AFD zu tun sondern bezieht sich wieder ganz eindeutig auf die SA und die NSDAP. Und so etwas hat für mich nichts mit politischer Offenheit, Neutralität im Sport oder ähnlichem zu tun. Hier werden offen Parolen aus dem Dritten Reich adaptiert und dass sollte kein Demokrat einfach hinnehmen. Es geht deutlich weiter und ist deutlich belasteter als ein einfacher Bezug zu AFD.

Von daher meine Meinung: Keine Nazi-Parolen im Stadion! In keiner Form und in keiner Abwandlung!

Das hat nichts mit Ideologie oder einer politischen Meinung zu tun! Die Werte der SA und NSDAP widersprechen fundamental unser freiheitlich-demokratischen Grundordnung!

Im Grundsatz bin ich völlig bei dir, keine Nazi-Parolen im Stadion.

Aber "Alles für Münster" als absichtliche Abwandlung eines SA Mottos zu deklarieren halte ich für weit hergeholt.
Da bin ich eher bei verkürzter Form von "Alle zusammen für Preußen Münster".
Und da unterstelle ich den Verfassern mal, dass sie da nicht an irgendwelche SA Sprüche gedacht haben.

Da wird es dann m.M.n ein reindeuten in das eigene politische Deutungsmuster. Ganz eindeutig ist her gar nichts.

Sollte es so sein, wie du vermutest und es sollte nur eine Abkürzung für "Alle zusammen für Preußen Münster" sein, wäre das wirklich noch die beste Version der Geschichte. So recht dran glauben kann ich nicht, aber klar, möglich ist es.

Aber selbst wenn es so wäre, für Außenstehende, mich eingeschlossen, kann es an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte erinnern und an ein Motto in dessen Namen Unschuldige verfolgt, Menschen bewusst ausgegrenzt, gefoltert und getötet worden.

Sei es ein Missverständnis oder nicht, so ein Banner gehört für mich nicht ins Stadion. Wir haben eine wirkliche schöne Kurve und viele Kreative Fans. Da sollte auch ein anderes Banner mit Preußenbezug möglich sein, ohne dass es, im Besten Fall, zu Missverständnissen führt.

Astra0990 hat auf diesen Beitrag reagiert.
Astra0990
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