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21. Spieltag: SCP vs. Bochum

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Zitat von ovi am 8. Februar 2026, 22:21 Uhr
Zitat von Kleini am 8. Februar 2026, 20:03 Uhr

@ovi sorry ich komme erst jetzt dazu auf deinen Beitrag zu reagieren. Natürlich steht es Ende zu sein Team zu kritisieren, aber genauso darf es doch wohl auch erlaubt sein ihn als den in der Verantwortung stehenden Cheftrainer zu kritisieren. Das hat weder etwas mit "auf den Trainer drauf hauen" noch mit "ihn in Frage stellen" zu tun, sondern ist - von mir und den Meisten hier - sachliche Kritik. Natürlich kann man diese Punkte anders sehen, ich bin sogar dankbar für Gegenargumente, denn das macht ein Forum aus. Also: Danke.

Zum Inhalt hat @tobias schon so reagiert, wie ich es auch getan hätte.

Natürlich kannst du den Trainer kritisieren, aber es ging ja darum das z.B. auch von dir kritisiert wurde das er, der Trainer, sein Team öffentlich kritisiert, in die Pfanne hauen würde habe ich sogar gelesen. Und so etwas geht nicht hieß es. Und warum geht das nicht? Warum darf ein Trainer nicht öffentlich sagen das sein Team da Murks gespielt und sich nicht an den Matchplan gehalten hat? Finde da nichts verwerfliches dran, er hat auch nicht explizit einen Spieler angesprochen, sondern das Team als solches. Und daher meine Aussage das mir aktuell einfach zu sehr auf den Trainer eingedroschen wird. Einige forderten glaube ich sogar seine Entlassung. Das geht alles echt zu weit. Ist zumindest meine Meinung!

Es ist schon arg irritierend, wenn sein Team "Murks spielt" und Ende ist in den 95 Spielminuten plus der Halbzeitpause nicht in der Lage daran etwas zu ändern. Um dann anschließend sein Team in der PK zu kritisieren. Entweder erreichte er sein Team nicht. Oder aber das Team war aus diversen Gründen einfach nicht in der Lage das in ihn zufriedenstellender Weise umzusetzen. Unter diverse Gründe fallen Dinge wie der Gegner, den es zu bespielen gilt und der uns mit seiner nicht erwarteten Spielweise vor Probleme gestellt hat oder die miserablen Platzverhältnisse, die Endes Kurzpassspiel sabotierten oder das fehlende Selbstbewusstsein seiner Spieler. Ende erwartet viel von seiner Elf, was diese aus diversen Gründen derzeit einfach nicht umsetzen kann. Das kritisiere ich an ihm. Die Mannschaft braucht Hilfestellungen und Lösungen (die es während des Spiels und in der Halbzeitpause ja, wie gesagt, nicht vom Trainer bekam), stattdessen wird sie auch noch in der Öffentlichkeit kritisiert. Was du als normal bezeichnest, sehe ich als Armutszeugnis.

Zitat von Eagle-Rider am 9. Februar 2026, 00:16 Uhr

Die Kritik am Team an sich finde ich gar nicht problematisch. Nur dass man in der derzeitigen Situation so sehr auf seiner Spielidee besteht, nachdem man immerhin einen Punkt geholt, die Spielidee in der bisherigen Saison nicht besonders viel abgeworfen hat und auch für ein Team im Abstiegskampf vielleicht nicht das beste Mittel zum Klassenerhalt ist, das sollte man schon kritisieren. Auf Winteräckern mehr lange Bälle zu spielen finde ich nicht verwerflich, vor allem dann nicht, wenn die Mannschaft sowieso verunsichert ist. Es geht jetzt um das Sammeln von Punkten, egal wie!

Korrekt. Einfach spielen lassen, einfache Sachen vom Team verlangen - wie: Räume dicht machen, die Null halten, sich auf die Spielweise des Gegners einstellen, schnell und einfach umschalten - und, wenn das Team diese Dinge umsetzt, das Selbstbewusstsein steigern. Solche Vorgaben hört man immer wieder von Trainern die ein strauchelndes Team auffangen wollen. Der Kicker ist derzeit voll von solchen Aussagen. Nur Ende macht es anders. Er erwartet von seiner verunsicherten und wegen der permanenten Ausfälle und Umstellungen nicht eingespielten Mannschaft weiterhin das gepflegte Kurzpassspiel, was durch die Gegner und die schlechten Platzverhältnisse zusätzlich erschwert wird.

Zitat von HorstAngel am 8. Februar 2026, 21:01 Uhr
Zitat von Ballweg am 8. Februar 2026, 01:22 Uhr

Ja, welch eine Meinungsvielfalt! Aber dennoch werde ich mit der meinigen wohl sehr allein stehen…

Ich denke, wir alle gehen zum Spiel/schauen es im Fernsehen, weil wir “unterhalten” werden möchten. Was für mich eine gelungene Unterhaltung darstellt, hat nur sekundär etwas mit dem reinen Spielergebnis zu tun. Ich langweile mich zu Tode, wenn ich mir das einfallslose Gebolze von Braunschweig, Düsseldorf, Bielefeld, Fürth und Schalke anschauen muss. NEIN, für mich heiligt der Erfolg nicht die Mittel! Diese Teams mögen so den Klassenerhalt schaffen oder gar aufsteigen, aber diesen Fußball möchte ich mir nicht antun, möchte ich von meinen Preußen nicht sehen!!! Und ja, ich bin sogar bereit, dafür in die 3. Liga runterzugehen, wenn auch dort “schöner” Fußball geboten wird.

Mir macht diese Saison weiterhin riesigen “ästhetischen” Spaß - ich würde sagen, mehr als irgendeine der vergangenen Jahrzehnte. Hildmanns Jahre waren super, aber da schwammen wir alle auf der “Erfolgs”-welle, das Niveau der Spiele war hingegen oft überschaubar. Für mich haben Ende und seine Spielweise auf Grund der mir gebotenen Unterhaltung in den meisten der bisherigen Spiele so viel Kredit, dass ich ihn nie und nimmer anzählen würde, weil er sich im Eifer des Gefechts in einer PK vielleicht ein wenig arg drastisch ausdrückt. (Man sollte ihm auch zugute halten, dass ihm eher nach pinkeln zu Mute war…).

Ja, ich höre schon die Rufe vom in der Schönheit sterben - finde ich aber irgendwie einen attraktiveren Abgang als die hässliche Variante …

 

 

 

 

 

Ich stimme dir grundsätzlich vollumfänglich zu, lieber Ballweg! Ich finde die Ästhetik verschwindet in ALLEN Lebensbereichen, etwas, das heute allgemein als schön gilt, ist fast schon ein Garant dafür, dass es an Hässlichkeit kaum zu überbieten ist, falls Schönheit überhaupt noch als Wert gilt. Ob Kunst, Musik, Architektur, Design, Literatur, Schönheit spielt überhaupt keine Rolle, eher wird die Hässlichkeit als schön verkauft, als würde man einen Haufen Kot in einem Fünfsternerestaurant servieren und ihn als Delikatesse anpreisen. Dem Menschen in Deutschland (Mitteleuropa?, Im "Westen", im Kapitalismus?, ich weiß nicht, wie ich das eingrenzen soll, aber für Deutschland bin ich mir recht sicher...) wird der Sinn für Ästhetik vom Mainstream regelrecht ausgetrieben.

ABER: Kann im sportlichen Wettkampf etwas schön sein, das nicht zum Erfolg führt? Geht es nicht auch im Fußball darum, am Ende sportlichen Erfolg zu haben? Und liegt der ästhetische Reiz dieses wunderbaren Spiels am Ende nicht ganau darin, die richtigen Mittel für diesen Erfolg einzusetzen? Ist ein Scherderpass über das halbe Spielfeld genau auf die Fußspitze von Grodowskis oder Batmatz´, die dann das entscheidende Tor erziehlen nicht ästhetischer als wunderbares Kurzpassspiel, bei dem beim 23. Kurzpass der Fehler zum entscheidenden Gegentor passiert? Manchmal ja gar schon beim 2. odert 3. Pass...

Für mich kann sich auch in der Wahl ganz einfacher Mittel Schönheit zeigen. Für mich. Bei dir mag das anders sein. Macht nix. (Muss man heutzutage immer dazuschreiben, war vor ein paar Jahren noch selbstverständlich.)

Ein top Beitrag von dir, Kompliment.

Grundsätzlich kann man doch sagen, dass Schönheit Geschmackssache ist. Der Eine findet eine bestimmte Frau klasse und der Andere kann das überhaupt nicht nachvollziehen, der Eine findet einen Song top und der Andere hält sich dabei die Ohren zu, der Eine findet eine bestimmte Wohneinrichtung super, während der Andere die Augen verdreht usw.

Deine Überleitung zum SC Preußen und dein konkretes Beispiel ist sehr gelungen. Ich muss sagen, ich fand mich am Freitag trotz des "Murks" (um mal die Bezeichnung von @ovi zu nehmen) im Spiel unseres Teams unterhalten. Ich kann mich nämlich auch an eine spektakuläre Rettungsaktion von Ter Horst erfreuen und brauch kein Hacke-Spitze-1,2,3 zu sehen. Du bringst es auf den Punkt: Der Zweck heiligt die Mittel. Denn Ziel des Spiels ist doch, ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner. Das Andere, wie schöne Kombinationen oder traumhaft erzielte Tore, ist Zugabe.

BalticEagle hat auf diesen Beitrag reagiert.
BalticEagle
Zitat von SCP-Freddy am 8. Februar 2026, 12:15 Uhr

Also hier wurden sicherlich schon gute Argumente ausgetauscht, ich finde hier wird aber vergessen, das bei fast der Hälfte der 2.Liga-Mannschaft auch gehörig der Baum brennt. 26 Punkte bei KSC/Nürnberg sind für mich kein sicherer Klassenerhalt bei nur 5 Punkten nach unten. Am nächsten Spieltag könnten wir uns wieder auf Platz 12 oder 13 vorkrebsen, was aber die Situation 0 verbessern würde.

Bei anderen läuft es auch scheiße, wenn man sieht, wie Fürth vorgestern auseinandergenommen wurde, und  von Magdeburg diese sichere Führung fast noch hergeschenkt wurde - ich finde uns weiterhin zu gut für einen "klaren" Abstiegskandidaten.
Ausruhen ist aber keinesfalls erlaubt, weder für die Spieler auf dem Platz, noch für die gesamte Mannschaft mit zweiter Reihe und Trainer- und Managementstab. Erst in den nächsten drei bis fünf Spiele würde ich da in den Panikmodus verfallen, wenn es nicht erkennbar besser läuft und unsere Verstärkungen aus dem Winter garnicht fruchten. DAS gilt aber auch für alle anderen Abstiegskandidaten, egal ob Braunschweig, Fürth, Bielefeld... die haben den Kackehaufen auch mächtig am Dampfen, wir müssen jetzt das beste daraus machen.

Bei Rondic und Raschl kann man große Hoffnungen haben, das die uns tatsächlich verstärken, und mit gewissen Rückkehrern in wenigen Spielen (Lokotsch, Bolay, Bouchama, Mees?), wird auch die Auswahl wieder größer sein, aber auch die Qualität.

Für Titanic-Untergangs-Modus ist es noch viel zu früh in der Rückrunde. Mitte/Ende März sind wir schlauer.

...der große Unterschied zum SCP ist, dass die Mannschaften um uns rum, die auch ihre Probleme haben, ab und zu mal einen Sieg einstreuen, was unseren Preußen seit etlichen Wochen abhanden gekommen ist. So rutschte man Schritt für Schritt von 9 auf 16.

Zitat von Broeker am 8. Februar 2026, 12:26 Uhr

Ich bin auch dafür.... aber dass wird Carsten nicht machen .....dass jeder, der gegen unseren Trainer schiesst, hier aus dem Forum verbannt und gesperrt wird.

Was wir am wenigsten benötigen ist Unruhe !!!

....hast du zu viel getrunken? Rosenmontag ist erst in 8 Tagen!

Mikered und Kleini haben auf diesen Beitrag reagiert.
MikeredKleini

Heute ist immerhin ZiBoMo.

Aber ich kann die Forderung von Bröker mal überhaupt nicht teilen. Manche sind für den Trainer, manche für den Trainerwechsel. Nicht jede Meinung muss man verstehen, solange sie jedoch nicht gewaltbereit und/oder beleidigend ist (was ich bisher hier noch nie erlebt habe), ist es völlig in Ordnung sie zu äußern.

Da finde ich solche Aussagen wie, wer gegen den Trainer schießt, sollte verbannt werden, völlig drüber.

Wir müssen einfach mal verschiedene Ansätze akzeptieren, etwas was Heute vielen sehr schwierig vorkommt.

Keiner hat dem Ende hier was böses angehängt oder angekündigt, man müsse ihn teeren und federn.

Keiner stellt ihn auf ein Podest.

 

Einer sprach davon, lieber mit schönen Fußball in Liga 3 abzusteigen, als mit "hässlichen" drin zu bleiben. Diese Ansicht teile ich halt persönlich gar nicht. Nur ist es völlig okay, so zu denken.

Von daher sollte man "leben und leben lassen". Alles anderes ist Trumpismus. Und den brauchen wir hier mal gar nicht!

Adler1906, Mikered und 10 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
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Es ist halb wie bei vielen Themen. Viele Menschen brauchen einfache Antworten bzw. Lösungen und da scheint eine Trainerentlassung die vermeintlich einfachste Lösung.
Darum gefällt mir der SC Freiburg so, da wurde ganz selten ein Trainer nach erfolglosen Spielen gefeuert.

Ich habe es nicht gezählt, aber den Eindruck , das es derzeit in der 2. BL kein Team gibt, das 10 x am Stück nicht gewonnen hat; es kann sich deshalb nicht um einen Augenblicks-Eindruck handeln. Vielmehr muss  etwas Grundsätzliches vorliegen, das nicht stimmt !

Vom "Jugend forscht" - Präsidium kann man noch nicht viel erwarten; von der sportlichen Leitung schon eher, die sich jedoch auf den Trainer und die alles seeligmachende Raute von Beginn an festgelegt haben und in der 2. Halbserie erst spät aufgewacht sind und nachgelegt haben !

Der Trainer zudem sagt nach einem nicht schlechten Spiel gegen eine sehr starke Bochumer Mannschaft (Rösler: bestes Auswärtsspiel) :

..."aber so Fußball zu spielen, wird nicht der Weg sein, die Strategie sein, wie wir in den nächsten Wochen auftreten werden" ...

wenn er nicht gar irgendwie angedeutet  hat: ... solange er die Verantwortung für das Team hat... ?

Das läßt nicht darauf schließen, das sich spieltechnisch irgendetwas verändern wird, auch wenn Kleini glaubt, ..."das wir spieltechnisch der Konkurrenz überlegen sind"... ??  Ich geh jetzt doch zum Augenarzt !

Fakt ist, das man die Raute nur spielen kann, wenn man dazu die richtigen Spieler hat = Trainer-Basta , das man bei allen Top-Lehrtrainern nachlesen kann.

Da wir diese nicht haben und die Platzverhältnisse im Winter kein tiki taki vor der eigenen Box erlauben, muss es einen erheblichen taktischen Einschnitt geben, sonst wird der Erfolg ausbleiben. Gegen Düsseldorf und Kaiserslautern kann man nicht mehr als ein Remis erwarten; erst danach im Kampf gegen die Abstiegsanwärter wird es interessant und vermutlich nur dort, kann man Punkte holen.

Nur Langholz  - trotz Rondic ! - ist alleine nicht die Lösung; zwei Taktgeber im Mittelfeld (nicht Benger) , Preissinger und Hendrix, sind nötig und es könnten auch mal die Flügel besetzt werden, denn Rondic wird cool in der Mitte gut verwerten können !

Warum nicht  4 - 2 - 3 (10er und Flügel) + 1 Goalgetter = extrem defensiv und schafft Anspielstationen für das schnelle Umschaltspiel nach vorne und hinten !

Ok - Ratschläge sind auch ....  und niemand kann erwarten, das sie auf offene Ohren treffen, dennoch ...

nur mit einer taktisch erheblichen Umstellung werden wir die Liga halten können ... noch bin ich zuversichtlich !

Allez SCP !

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Vom Tikitaka-Spiel der Hinrunde waren wir ja am Freitag sehr weit entfernt. Da war doch eher Langholz angesagt.
Am System kann es also nicht nur gelegen haben.

Zitat von HorstAngel am 8. Februar 2026, 21:01 Uhr

Ich stimme dir grundsätzlich vollumfänglich zu, lieber Ballweg! Ich finde die Ästhetik verschwindet in ALLEN Lebensbereichen, etwas, das heute allgemein als schön gilt, ist fast schon ein Garant dafür, dass es an Hässlichkeit kaum zu überbieten ist, falls Schönheit überhaupt noch als Wert gilt. Ob Kunst, Musik, Architektur, Design, Literatur, Schönheit spielt überhaupt keine Rolle, eher wird die Hässlichkeit als schön verkauft, als würde man einen Haufen Kot in einem Fünfsternerestaurant servieren und ihn als Delikatesse anpreisen. Dem Menschen in Deutschland (Mitteleuropa?, Im "Westen", im Kapitalismus?, ich weiß nicht, wie ich das eingrenzen soll, aber für Deutschland bin ich mir recht sicher...) wird der Sinn für Ästhetik vom Mainstream regelrecht ausgetrieben.

ABER: Kann im sportlichen Wettkampf etwas schön sein, das nicht zum Erfolg führt? Geht es nicht auch im Fußball darum, am Ende sportlichen Erfolg zu haben? Und liegt der ästhetische Reiz dieses wunderbaren Spiels am Ende nicht ganau darin, die richtigen Mittel für diesen Erfolg einzusetzen? Ist ein Scherderpass über das halbe Spielfeld genau auf die Fußspitze von Grodowskis oder Batmatz´, die dann das entscheidende Tor erziehlen nicht ästhetischer als wunderbares Kurzpassspiel, bei dem beim 23. Kurzpass der Fehler zum entscheidenden Gegentor passiert? Manchmal ja gar schon beim 2. odert 3. Pass...

Für mich kann sich auch in der Wahl ganz einfacher Mittel Schönheit zeigen. Für mich. Bei dir mag das anders sein. Macht nix. (Muss man heutzutage immer dazuschreiben, war vor ein paar Jahren noch selbstverständlich.)

Lieber Horst Angel,

welch “schöne” Replik! Sollte uns diese doch eher profane PK nun zu einer Diskussion zum Begriff des Schönen/des Schönen im Fußballsport animiert haben?

Diese fiele mir allerdings schwer mit dir, denn Horsts Spielweise war konträr zu all dem, was ich im Fußball schön finde. Und deinen Konter: “ Das sagst du, Ballweg!” kann ich sogleich durch diese Erklärung entschärfen: Mein Nick ist eine Hommage an die Ulrike mit dem schönsten Familiennamen in der Welt des Fußballs und nicht ein Hinweise auf meine bevorzugte Lösung im Spielaufbau (auch wenn ich sie Schenk in gewissen Momenten doch nahe legen würde…)

Nein, Deutschland ist nicht schön. Ja, Deutschland hat große Probleme, allein das Wort Schönheit nicht in Anführungszeichen zu setzen. Und dann stell dir meine Schockstarre vor, als der Trainer meiner Preußen bei der Beschreibung seiner Spielphilosophie es wagt, dieses Tabuwort zu benutzen! Natürlich bin ich ihm und ihr gleich verfallen - und habe keinerlei Bedenken, mich für ihn und für sie recht weit aus dem Fenster zu hängen.

Aber was nun? Sollen wir über Schillers Idee des Spiels sprechen? Sollen wir uns über Kants “Kritik des Schönen” auslassen? Über die Notwendigkeit von Interesse- und Nutzlosigkeit (oder zumindest deren Vortäuschung)? Du magst Horsts Blutgrätsche schön finden, für mich ist dort der Zweck vielleicht zu offenkundig. Ich bin förmlich süchtig geworden nach diesen mit hohem Tempo über 10 Stationen  gespielten Ballstafetten, die dann auch noch (oh Graus) zu einem Ziel führen (auch wenn dieses des öfteren verfehlt wird…). Ein ästhetischer Genuss in einer vom Zweck besessenen Welt!

Die nächste große Frage wäre: warum sind wir eigentlich diesem Sport verfallen, der ja schon längst nicht mehr das Opium des Volkes, sondern inzwischen vielmehr zum Crack der Mittelschichten geworden ist?

Standfussballer und Eagle-Rider haben auf diesen Beitrag reagiert.
StandfussballerEagle-Rider
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