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1:1 zwischen Münster und Ingolstadt: Das sagen die TrainerInnen

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Zitat von Adlertraeger am 18. August 2026, 13:26 Uhr

….

Mein Vorschlag entspricht dem, was wow geschrieben hat - Etwas Lockerheit würde uns guttun. Wenn sich jeder mal in den anderen hineinversetzt und Verständnis zeigt kommt schon etwas gutes dabei herum. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen aber die Welt geht in dieser, ich nenne es mal Übergangszeit, nicht unter. Irgendwann setzt es sich halt durch, oder auch nicht oder auch etwas ganz anderes.

Weitermachen.

 

Feine Diskussion, danke!

Mein Senf dazu:

Die Welt befand sich eigentlich immer in einer Übergangszeit, wenigstens haben die jeweils Betroffenen das so empfunden. Man nennt es Dynamik. Und wenn man sich die Sprache, die vor 200 Jahren gesprochen wurde, mit der heutigen Sprache vergleicht, wird deutlich, dass auch da immer alles im Wandel war.

Ob es mir gefällt? Schwer zu sagen. Manches leuchtet mir ein, manches nicht. So what, mich fragt ja eh keine😉

Immerhin stelle ich fest, dass ich mit zunehmenden Alter scheinbar immer, ganz wertfrei gemeint, „konservativer“ werde und bin mir selbst gegenüber daher per se skeptisch.
Vieles verstehe ich nicht, und vieles muss ich auch nicht verstehen, manchmal muss man das auch aushalten.

Wenn allerdings irgendwann jemand auf die schräge Idee kommen sollte, den SCP in umzubenennen, würde ich auf die Barrikaden gehen.

Mikered, Warendorf-Wemser und k-steher haben auf diesen Beitrag reagiert.
MikeredWarendorf-Wemserk-steher

Ich stelle mir gerne die Frage, welchen Nachteil ich z.B. durch das Gendern habe. Und dann stelle ich fest, keinen!

dike77, otte und 6 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
dike77ottek-steherTribun06wegMungoheiopeiAdler06

Wir alten Säcke verstehen doch kaum noch die Sprache der heutigen Jugend, und das war bei unseren Eltern doch genauso. So, wo ist das Problem?

Wir nutzten die ersten Anglizismen, das Wort "geil" wurde zuerst bei der Hitparade in "Neu" umgewandelt oder weggepiept..

Heute sprechen meine Schüler von "random", feiern Sixseven ab. etc.

Nur beim Gendern, da tun wir uns schwer (zugegeben, ich auch), weil wir konservativ erzogen wurden (obwohl meine Mutter wohl die erste Vegetarierin Hamburgs war:-).

Du sagst es, es gibt wichtigeres, als sich darüber aufzuregen und niemand rastet aus, wenn du nicht genderst, also lass doch jeden so schreiben, sprechen, wie er will. Nach der neuen Rechtschreibreform darf man doch schreiben wie man will:-) Duck und wech

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AdlerherzMikeredottek-steherTribun06StandfussballerAdlertraegerAstra0990
Zitat von Standfussballer am 18. August 2026, 15:53 Uhr

Ich stelle mir gerne die Frage, welchen Nachteil ich z.B. durch das Gendern habe. Und dann stelle ich fest, keinen!

Naja, doch. Also erstmal ist es eine Umgewöhnung. Es ist aber nicht nur das, sondern geht einem vielleicht nicht so leicht über die Lippen, hört sich "komisch" an, man muss sich vielleicht erstmal überlegen wie man jetzt was schreibt oder sagt um niemandem gegen das Schienbein zu treten. Wenn man es richtig machen möchte gilt es die Pronomen zu berücksichtigen und und und und. Gendern ist ja mehr als "nur" ein Sternchen oder Doppelpunkt.

Ich kann schon nachvollziehen, dass es viele, je nach Situation, als komplizierter erachten und das ablehnen. Gleichzeitig frage ich mich aber dann, ob meine Empfindungen mir etwas mehr Mühe geben zu müssen höher zu bewerten sind als die Empfindungen von Personen, die sich in der Sprache gänzlich übergangen fühlen und sprachlich faktisch auch werden, weil sie einer Minderheit angehören und es damit nicht wert sind, dass die Mehrheit diese Gruppe berücksichtigt. Und dann komme ich eben immer wieder zum gleichen Punkt: es gibt für alles gute Begründungen und vielleicht haben eben alle "Recht". Und deshalb verstehe ich die Ignoranz in der Debatte einfach nicht. Wir kommen in Teufelsküche, wenn wir es verlernen uns in andere hineinzuversetzen.

hauer, Standfussballer und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
hauerStandfussballerwowheiopei

Ich würde gerne zum Ausgang der Diskussion zurückkommen. Denn da wurde darum gebeten, dass Carsten nicht gendern soll, weil es jemandem nicht gefällt: Ich möchte nicht, dass du genderst! Dann wird von der "woken" Minderheit geschrieben, die alles bestimmen wolle und immanent die Mär vom "Genderzwang" bedient. Diesen Zwang gibt es aber rechtlich nicht, im Gegenteil, z. B. in Bayern ist es Staatsdienern verboten, zu gendern. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die hier aktiven Gender-Gegner in einem sozialen Umfeld leben, das einen sozialen Druck zum Gendern aufbaut. Zumindet machen die Posts nicht den Eindruck.

Es geht also darum, dass andere nicht gendern sollen. Zu gendern oder nicht zu gendern, sollte allen selbst überlassen sein. Andern das aber vorschreiben zu wollen, finde ich mehr als befremdlich. Sowohl zu gendern oder nicht zu gendern.

Ja, ich weiß, vielleicht kommen jetzt Posts ala "ich habe doch gar nichts verbieten wollen"! Aber was soll eine Bitte, das sein zu lassen, dann sonst? Kann man übrigens, wenn man diese Diskussion nicht eröffnen will, auch durch eine persönliche Nachreicht an Carsten kommunizieren.

Ich bin hetero, weiß, Mann, gendern nicht.

DerSteinfurter, Kleini und 10 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
DerSteinfurterKleinik-steherTribun06Max06wegEagle-RiderheiopeiAdlertraegerAdler06Astra0990jontef_48157
Zitat von Adlertraeger am 18. August 2026, 16:40 Uhr
Zitat von Standfussballer am 18. August 2026, 15:53 Uhr

Ich stelle mir gerne die Frage, welchen Nachteil ich z.B. durch das Gendern habe. Und dann stelle ich fest, keinen!

Naja, doch. Also erstmal ist es eine Umgewöhnung. Es ist aber nicht nur das, sondern geht einem vielleicht nicht so leicht über die Lippen, hört sich "komisch" an, man muss sich vielleicht erstmal überlegen wie man jetzt was schreibt oder sagt um niemandem gegen das Schienbein zu treten. Wenn man es richtig machen möchte gilt es die Pronomen zu berücksichtigen und und und und. Gendern ist ja mehr als "nur" ein Sternchen oder Doppelpunkt.

Ich kann schon nachvollziehen, dass es viele, je nach Situation, als komplizierter erachten und das ablehnen. Gleichzeitig frage ich mich aber dann, ob meine Empfindungen mir etwas mehr Mühe geben zu müssen höher zu bewerten sind als die Empfindungen von Personen, die sich in der Sprache gänzlich übergangen fühlen und sprachlich faktisch auch werden, weil sie einer Minderheit angehören und es damit nicht wert sind, dass die Mehrheit diese Gruppe berücksichtigt. Und dann komme ich eben immer wieder zum gleichen Punkt: es gibt für alles gute Begründungen und vielleicht haben eben alle "Recht". Und deshalb verstehe ich die Ignoranz in der Debatte einfach nicht. Wir kommen in Teufelsküche, wenn wir es verlernen uns in andere hineinzuversetzen.

Bin fast komplett bei Dir. Nur ist eine Umgewöhnung für mich kein Nachteil.

Sprache ist ja immer im Fluss, würde jemand sich heute wie Goethe ausdrücken, würde er wahrscheinlich schwer verstanden. Deswegen finde ich es gut, wenn Sprache auch gesellschaftliche Entwicklungen abbildet und da hat sich in Sachen Gleichberechtigung zum Glück eine Menge getan. Mich stört aber, dass diese Sprachentwicklung nicht aus der Gesellschaft heraus gekommen ist, sondern von oben aufoktroyiert wurde. Dazu kommen die Probleme mit den Pronomen, wodurch Texte für nicht Muttersprachler noch schwieriger zu verstehen sind. In einigen Bundesländern ist deswegen (und weil es in die politische Agenda passt) das Gendern in Schulen explizit verboten. Leider wird Sprache auch verzerrt, wenn wie letztens im heute Journal aus dem Fußgänger der Fußgehende wird. Ganz genau genommen sind das nämlich zwei unterschiedliche Dinge. Ein Fußgänger ist eine Person, die zu Fuß ist, auch wenn sie vielleicht gerade im Kaffee sitzt. Der Gehende ist eine Person, die aktuell zu Fuß unterwegs, also in Bewegung. Das mag in diesem Fall banal klingen, macht aber die Interpretation von Texten schwieriger.

Zwei Sache frage ich mich: wie viel Prozent der Bevölkerung fühlen sich plötzlich in der Sprache repräsentiert, die sich vorher durch die maskuline Form ausgegrenzt fühlten? Gibt es sowas in anderen Sprache auch? Der Engländer kennt ja nur ein Pronomen, wie sieht es aber im Spanischen, Französischen oder Italienischen aus?

Kleini, ovi und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
KleinioviEagle-RiderDerSteinfurter

Im Englischen wird ja z.B. they/them ja auch oft verwendet, das ist dann ja Genderneutral ("A player got send off with a red card. They had clearly commited illegal conduct"). Das wird ja entsprechend auch hier von vielen nichtbinären Personen als Pronomen verwendet.

Was ich nicht verstehe ist, wer das Gendern "von oben aufoktroirt" (nicht an dich persönlich gerichtet, den Punkt hört man ja öfter). Soweit ich weiß hat die Regierung allerhöchstens in einigen Ländern das Gendern verboten, dass mir das jemand vorschreiben wollte ist eigentlich noch nicht vorgekommen.

wow hat auf diesen Beitrag reagiert.
wow

So eine Diskussion in einem Fußballfan-Forum... bemerkenswert! Widerlegt ja eigentlich viele Klischees über uns Fans 😉

Ich bin ja durch und durch Pragmatiker (technischer Beruf halt 🤷), von daher denke ich manchmal: die spinnen, die Deutschen 😉 aber im Detail:

Ich kann durchaus verstehen, dass verschiedene Gruppen unserer Gesellschaft sich in der Sprache nicht genug beachtet fühlten. Ich finde es auch okay, wenn man erlaubt, dass sich die Sprache auch im amtlichen Gebrauch entsprechend weiterentwickelt. Was ich nicht okay finde, ist, wenn man Menschen, die sich damit nicht anfreunden können (ich gehöre nach über 60 Jahren entsprechender Prägung durchaus dazu), direkt Ignoranz gesellschaftlicher Probleme unterstellen möchte. Jüngere mögen reden/schreiben, wie sie wollen...ich wundere mich evtl. darüber, es ist aber halt okay, andere Zeit eben. Genauso rede und schreibe ich aber weiter, wie ich es gelernt und mir auch zu eigen gemacht habe. Und da hoffe ich dann auf ebensolche Akzeptanz.

Ich habe ein Problem damit, dass hier in DE aktuell Diskussionen gleich aus so extremen Positionen heraus geführt werden. Verständigung auf einem Mittelweg scheint derzeit nicht so gefragt zu sein. Vielleicht, weil Extreme immer für mehr Aufmerksamkeit sorgen 🤷

Kangoroo, otte und 5 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
KangoroootteKleiniWestfalen Jok-steherEagle-RiderDerSteinfurter
Zitat von alva am 19. August 2026, 18:31 Uhr

….

…. Verständigung auf einem Mittelweg scheint derzeit nicht so gefragt zu sein. Vielleicht, weil Extreme immer für mehr Aufmerksamkeit sorgen 🤷

Sehr wichtiger Punkt. „Maß und Mitte“ klingt heutzutage eher negativ, eben „mittelmäßig“ und damit weniger interessant als die extremen Positionen.

Ich habe da übrigens ganz verrückte Ideen:

„…zuhören, sich Mühe geben, den anderen erstmal wenigstens verstehen wollen, nicht „missionieren, und, ganz wichtig, ….sich selbst nicht so erst nehmen.
Wie gesagt, ganz verrückte und altmodische Ideen…😉

Mikered, Warendorf-Wemser und 2 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
MikeredWarendorf-Wemserk-steheralva
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