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1:1 zwischen Münster und Ingolstadt: Das sagen die TrainerInnen

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Ich kenne jemanden, dessen Bachelorarbeit schlechter bewertet wurde, weil er nicht gegendert hat. Und sowas macht mich wütend und ist eine besorgniserregende Entwicklung. Und genau deshalb denken eben einige Leute, dass das Gendern sich NICHT organisch entwickelt, sondern von einer lauten kleinen Gruppe durchgedrückt werden möchte.

Es ist mir eigentlich sehr oft zuwider, wenn mir jemand sagt, wie ich etwas zu tun habe und das auch noch aus einer Aura der selbstgefälligen moralischen Überlegenheit heraus. Ich möchte mich selber irgendwann fürs Gendern entscheiden. Oder eben nicht, wenn es mir weiterhin wiederstrebt. Das finde ich nicht zu viel verlangt. Und es gibt einen Grund, warum es nur sehr wenige Romane gibt, die Gendern. Es ist einfach schrecklich zu lesen.

Kleini, Harvey und 4 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
KleiniHarveysepuspulumk-steherDerSteinfurterMungo

Hier hat niemand gefordert, dass gegendert werden muss.
Hier hat jemand gefordert (bzw. darum gebeten), dass dies unterlassen werden soll.
Darum geht es, aber die Diskussion hier läuft nun in eine Umkehr hinein.
Allein deshalb habe ich einige der letzten Beiträge nicht liken können, obwohl sie wichtige Aussagen enthalten.
Das Thema würde hier gar nicht diskutiert, wenn nicht darum gebeten worden wäre, das Gendern zu unterlassen. Insofern könnte man es auf die Spitze treiben und fragen, wer denn hier wem was aufoktroyieren will. Besser allerdings finde ich, es bei diesem sehr interessanten Austausch der Argumente zu belassen und sich darüber zu freuen, dass dies möglich ist.
Ich habe einiges gelernt und bin schlauer als wie zuvor.
Schon ein geiles Forum hier.

Adler1906, Kangoroo und 10 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Adler1906KangorooWarendorf-WemserWersepreussek-steherMax06StandfussballerEagle-RiderMungoheiopeiAdlertraegerAstra0990
Zitat von Eagle-Rider am 19. August 2026, 23:52 Uhr

Ich kenne jemanden, dessen Bachelorarbeit schlechter bewertet wurde, weil er nicht gegendert hat. Und sowas macht mich wütend und ist eine besorgniserregende Entwicklung. Und genau deshalb denken eben einige Leute, dass das Gendern sich NICHT organisch entwickelt, sondern von einer lauten kleinen Gruppe durchgedrückt werden möchte.

Es ist mir eigentlich sehr oft zuwider, wenn mir jemand sagt, wie ich etwas zu tun habe und das auch noch aus einer Aura der selbstgefälligen moralischen Überlegenheit heraus. Ich möchte mich selber irgendwann fürs Gendern entscheiden. Oder eben nicht, wenn es mir weiterhin wiederstrebt. Das finde ich nicht zu viel verlangt. Und es gibt einen Grund, warum es nur sehr wenige Romane gibt, die Gendern. Es ist einfach schrecklich zu lesen.

Jetzt laufe ich Gefahr für das Gendern zu argumentieren, was ich eigentlich gar nicht möchte. "Ich möchte selbst entscheiden..." ist aber irgendwie ein schräges Argument. Bewusst übersptitzt: Wäre es dann richtiger gewesen zu Zeiten der Sklaverei den Menschen selbst zu überlassen wann dunkelhäutige Menschen ausgegrenzt und als Besitz erachtet werden und wann nicht? Ganz so einfach kann man es sich halt auch nicht machen.

Demokratie macht halt aus, dass man Volksvertreter wählt die einen Interessensausgleich hinbekommen müssen. Und da werden eben unterschiedlichste Abwägungen getroffen - das macht es eben aktuell schwer die Waage in die eine oder andere Richtung kippen zu lassen.

Wo ich aber bei Dir bin: Solange es eben keine gesetzliche Richtlinie gibt dürfte es auch keine Strafen geben, wenn man gendert oder eben wenn man nicht gendert. Außer vielleicht es ist eine private Universität.

Ich finde den Vergleich mit der Sklaverei an den Haaren herbeigezogen und finde ihn unpassend. (auch bewusst überspitzt..)

Den Rest deiner Argumentation gehe ich aber mit.

Auch kann es nicht sein, dass eine Bachelorarbeit schlechter bewertet wird, wenn in dieser nicht gegendert wird, außer es ist in der Studienordnung festgelegt. Dass dieses verpflichtend ist kann ich mir allerdings nicht vorstelen.

Eagle-Rider und wow haben auf diesen Beitrag reagiert.
Eagle-Riderwow

Das führt jetzt alles viel zu weit weg vom Thema, aber ich nehme nochmal kurz Stellung. Es war in den Formvorgaben festgelegt. Genau das ist aber für mich problematisch. Der wissenschaftliche Wert einer Arbeit wird meines Erachtens durchs Gendern nicht tangiert. Natürlich muss so eine Arbeit eine gewisse Struktur und Form einhalten. Aber dass Gendern bei einer staatlichen Uni in den Formvorgaben inkludiert ist, ohne dass Gendern gesetzliche Pflicht wäre, das ist einfach Mist!Und das läuft eben genau der Wahlfreiheit entgegen.

Die Sklavereianalogie ist mir zu überspitzt. Das sind Äpfel und Birnen. Sollte sich das Gendern organisch in der Bevölkerung durchsetzen, dann werde ich mich wohl damit anfreunden müssen. Das tut es meiner Meinung nach derzeit aber nicht.

Man könnte auch noch das Thema aufmachen, ob das Hinzufügen von immer mehr Begriffen nicht eher dazu führt, dass immer kleinere Gruppen entstehen und sich sogar mehr Leute ausgeschlossen fühlen, wenn man dann mal eine Kategorie vergisst, aber vielleicht führt es dann wirklich zu weit.

Adler1906, hauer und 3 andere Benutzer haben auf diesen Beitrag reagiert.
Adler1906hauerKleiniWarendorf-Wemserwow
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