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Die Aufreger-Szenen im Pokalspiel gegen Karlsruhe

Die Aufreger-Szenen im Pokalspiel gegen Karlsruhe
Pokalspiel Preußen Münster - Karlsruher SC. Das Schirigespann um Florian Badstübner (Mitte)

Florian Badstübner hatte beim Spiel des SC Preußen Münster gegen den Karlsruher SC eigentlich gar nicht übertrieben viel zu tun. Gerade mal eine Gelbe Karte verteilte er bis zur 91. Minute, da erwischte es Karlsruhes Tim Civeja. Als er mit seinem Team nach Abpfiff das Spielfeld verlief, war er trotzdem der Buhmann und kassierte heftige Pfiffe. Ein paar strittige Szenen gab es nämlich.

Natürlich war die Empörung über die späte Rote Karte gegen Samuel Althaus noch frisch. Althaus war nach 64 Minuten ins Spiel gekommen. Viel Einfluss bekam er nicht, denn der SCP war nur noch damit beschäftigt, erst die Führung, später das 1:1 zu retten. Tief in der Nachspielzeit kam Althaus dann bei einem Einsatz im Mittelfeld einfach zu spät, trat aber Gegenspieler Väänänen auf den Knöchel. Die Zuschauer empfanden das im Moment als nicht Rot-würdig. Die TV-Bilder zeigten aber schon, dass Althaus keine Chance mehr auf den Ball hatte und den Karlsruher schon traf. Sicher keine Fehlentscheidung. „Bitter für ihn, er hatte sich viel vorgenommen“, meinte Trainer Thomas Wörle später. Die gute Nachricht: Für den Ligabetrieb hat die Karte keine Folgen, aber die nächsten ein, zwei oder drei DFB-Pokal-Spiele wird Althaus verpassen. Egal für welchen Klub er dann spielt.

Pokalspiel Preußen Münster – Karlsruher SC. Rote Karte gegen Samuel Althaus.
Pokalspiel Preußen Münster – Karlsruher SC. Rote Karte gegen Samuel Althaus, der hier das Feld verlässt.

Spieldaten

Diskussionswürdig war aus Sicht der Preußen auch das Siegtor für Karlsruhe. Bei der Flanke des KSC Richtung Strafraum stand Ben Farhat wohl im Abseits, griff allerdings gar nicht ins Spiel ein.

Die entscheidende Torvorlage lieferte Broschinski, der direkt neben Ben Farhat, aber eben nicht im Abseits, stand. Münster bemängelte, die eigene Abwehr habe sich möglicherweise irritieren lassen – aber in Wirklichkeit hatten die Preußen in dieser Szene niemanden mehr dort, wo die beiden Karlsruher standen. Leon Tasov stand noch am nächsten, aber ansonsten war dort viel freie Fahrt. Während Koulis schon auf Abseits reklamierte, kümmerte sich am anderen Ende nur noch Tikvic um den Torschützen Jung, der ihm aber ganz einfach entwischte. Das Tor war nicht Schuld des Schiedsrichters, sondern eine Kette von Fehlern bei der Abwehraktion.

Kein „Kann-Elfmeter“ für Makridis

Ärgerlicher war die mögliche Elfmeter-Szene gegen Babis Makridis. Beim Stand von 2:1 für Karlsruhe brachte Kobald im Strafraum Makridis zu Fall. Zu wenig für einen Strafstoß, urteilte der „Kicker“. Aber aus der Nähe betrachtet, wirkte Kobald durchaus auf Makridis ein – dessen Sturz wirkte aber dann zu bemüht und veranlasste Schiedsrichter Badstübner sicher auch nicht, doch zu pfeifen. Er zeigte sofort an: Weiterspiele, da war nichts. Aber da war durchaus etwas, eine Fehlentscheidung wäre es ganz sicher nicht gewesen. „Das war ein Kann-Elfmeter“, meinte Thomas Wörle später. „Solche Momente brauchst du als klassentiefere Mannschaft aber auch einfach mal.“ Nun, dieses Glück bekam der SCP nicht.

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