Rico Preißinger: „Haltung zeigen“
Im Sommer 2023 wechselte Rico Preißinger aus Ingolstadt zum SC Preußen Münster. Mittlerweile kommt er auf 83 Spiele im Preußentrikot, mehr als für alle anderen Klubs in seiner Karriere. Sein Vertrag läuft aus, aber maximal zwei Spiele könnten für den 29-Jährigen (vorerst) noch dazu kommen, denn nach seiner zehnten Gelben Karte fehlt er am kommenden Wochenende in Hannover. Nach der Derby-Niederlage war auch Preißinger angegriffen.
„Es war nach den Ergebnissen vom Freitag klar, dass wir voll auf Sieg gehen mussten“, meinte er nach Abpfiff. „Wir sind ja auch perfekt reingekommen, machen direkt das Tor, das Stadion war da.“ Aber was dann passierte, sei eben auch typisch für den Saisonverlauf. Eine kurze Phase der Unterzahl (Rondic wurde behandelt) nutzte Arminia für den schnellen Ausgleich. „Und dann geht eben der Kopf an, dann verteidigen wir die Standards schlecht, sind nicht mehr konzentriert am Gegenspieler und auf einmal steht’s 1:3.“
Ja, man habe in der zweiten Halbzeit „alles versucht“. Und wenn das Anschlusstor früher gefallen wäre, wer weiß? Es war am Ende nur ein Konjunktiv, denn nur Arminia jubelte. Für Preißinger geht es jetzt vor allem um eines: „Wir haben noch drei Spiele, in denen wir Haltung zeigen müssen.“
Was dann am Ende herauskomme, werde man sehen. Aber für den Augenblick gehe es nur darum, zusammenzubleiben als Team, sich den „Arsch aufzureißen“, wie Preißinger formulierte. Dass es im Endspurt eine gewisse Enttäuschung in der Fanszene der Preußen gibt, ahnte auch der gebürtige Bayer. „Die Fans sind verständlicherweise enttäuscht. Sie haben uns in jedem Spiel nach vorn getrieben, wir wussten, wie wichtig den Fans gerade dieses Spiel war.“ Fakt ist: Das obligatorische „Alle zusammen für Preußen Münster“ fand auch nach dem Derby ohne Mannschaft statt. Da zog schon Ernüchterung ein.


no comment
Ich hätte gern das „Alle zusammen für Preußen Münster“ mit der Mannschaft zelebriert genauso wie wahrscheinlich die meisten im Block L. Bis auf wenige Ausnahmen war man sich glaube ich einig, dass sich die Mannschaft wirklich den Arsch aufgerissen hat bei diesem Spiel.
Ach hat man sich in diesem Spiel endlich mal den Arsch aufgerissen.
Na die Erkenntnis kam ja früh.
Ich glaube schon, dass sich die meisten Spieler auch vorher schon den Arsch aufgerissen haben, aber das taktische Korsett war so eng, dass sie dort nicht so schnell ausbrechen konnten. Für mich hat auch ein Leader gefehlt, an dem sich die Spieler auf dem Platz orientieren konnten.