Nicht verloren, zu Null, zu wenig
Freitagabend in Düsseldorf. Am Ende des Spiels stand ein 0:0, aus dem der SC Preußen Münster ein, zwei gute Nachrichten ableiten kann. Aber die zentrale Botschaft ist bedeutsamer: Mit Spielen wie in Düsseldorf wird der SCP keine Partie mehr gewinnen.
Etwas ist faul im System. Es greift nicht (mehr). Das lässt sich nicht wegdiskutieren und die Durchhalteparolen, die über die offiziellen Social-Media-Accounts der Preußen verbreitet werden, klingen zunehmend dünner, weil sie sich zu sehr ähneln, als dass sie echte Mutmacher wären.
Die guten Nachrichten dennoch zuerst: Ein 0:0 bei Fortuna Düsseldorf ist aktuell ein ordentliches bis gutes Ergebnis – so rein auf dem Papier. Die Fortuna hat zuletzt im Abstiegskampf nachhaltig gepunktet. Drei Siege aus den jüngsten sechs Spiele, nur eine Niederlage: Die Gastgeber haben derzeit einen kleinen Lauf. So einen hätten die Adler auch gern.
In kleinstmöglichem Maßstab haben sie das auch: Zumindest verlor der SCP die jüngsten drei Spiele nicht. Und dass die Mannschaft zum zweiten Mal (!) in der Saison zu null spielte, dürfte auch ein gutes Signal sein. Aber damit hat es sich dann.

Mit dem knappen Punktgewinn klettert der SCP nämlich keinen Millimeter in der Tabelle. Mehr noch: Am Samstag und Sonntag droht ein weiterer Absturz auf einen echten Abstiegsplatz – dafür müsste Dresden gegen Elversberg gewinnen. Aber das ist am Freitagabend alles Zukunftsmusik. In der Realität kam der SC Preußen im gesamten Spiel auf vielleicht zwei, drei gute Szenen. Nach 67 Minuten brachte Marco Meyerhöfer den Ball vor das Tor, wo Paul Jaeckel eher aus Reflex den Ball Richtung Eck köpfte – aber leider knapp daneben. Nach 82 Minuten knallte Jorrit Hendrix den Ball Richtung Tor, aber zu zentral auf den Keeper. Und nach 87 Minuten schob Jano ter Horst einen Ball von rechts am langen Eck vorbei. Das waren ein paar Szenen für einen Lucky Punch. Aber er fiel nicht.
Spieldaten
Glücklicherweise auch nicht auf Düsseldorfer Seite. Nicht nach dem indirekten Freistoß nach einem maximal ungenauen Rückpass von Marvin Schulz auf Johannes Schenk, nicht nach einer Doppelchance nach 72 Minuten, nicht nach 83 Minuten, als ein Pass von Iyoha gefährlich durch den Preußen-Strafraum rauschte.
Nein, es war kein Offensivfeuerwerk. Aber ein bisschen mehr Zug zum Tor hätte man sich vom SCP gewünscht. Ein bisschen mehr Druck. Der kam erst nach der Pause, als Trainer Alexander Ende seine ursprüngliche Idee korrigierte: Oliver Batista Meier musste zunächst auf die Bank, weil der SCP mit zwei echten Stürmern spielen wollte. Und Marvin Schulz rückte auf die Seite. Auffällig war, das dann in der Folge kaum ein sinnvoller Ball auf die beiden Stürmer gespielt wurde. Zur Pause war Schluss mit der Idee, Batista Meier und Rico Preißinger kamen und erst dann arbeitete sich der SCP ins Spiel.
Die fünf Minuten Nachspielzeit brachten nichts weiter ein. Erneut brachte der SCP sein Spiel nicht auf den Rasen und hier lässt sich nun ein Muster erkennen. Denn in der Rückrunde lief bis auf die erste Halbzeit gegen Karlsruhe kaum etwas zufriedenstellend. Die sportliche Entwicklung deutet zumindest aktuell eher keinen Aufwind für die Adler an.
Tabelle 27. Spieltag| Klub | Sp. | S | U | N | Tore | Verh. | P | |
| 1.) | FC Schalke 04 | 27 | 15 | 7 | 5 | 38:24 | 14 | 52 |
| 2.) | SV Elversberg | 27 | 15 | 6 | 6 | 47:29 | 18 | 51 |
| 3.) | SC Paderborn 07 | 27 | 15 | 6 | 6 | 45:31 | 14 | 51 |
| 4.) | SV Darmstadt | 27 | 13 | 11 | 3 | 49:30 | 19 | 50 |
| 5.) | Hannover 96 | 27 | 14 | 7 | 6 | 46:34 | 12 | 49 |
| 6.) | Hertha BSC | 27 | 12 | 8 | 7 | 42:33 | 9 | 44 |
| 7.) | 1. FC Kaiserslautern | 27 | 12 | 4 | 11 | 45:41 | 4 | 40 |
| 8.) | Karlsruher SC | 27 | 10 | 7 | 10 | 43:51 | -8 | 37 |
| 9.) | 1. FC Nürnberg | 27 | 10 | 6 | 11 | 37:37 | 0 | 36 |
| 10.) | VfL Bochum | 27 | 8 | 9 | 10 | 38:36 | 2 | 33 |
| 11.) | Fortuna Düsseldorf | 27 | 9 | 4 | 14 | 26:40 | -14 | 31 |
| 12.) | Dynamo Dresden | 27 | 7 | 8 | 12 | 45:46 | -1 | 29 |
| 13.) | Eintracht Braunschweig | 27 | 8 | 5 | 14 | 29:44 | -15 | 29 |
| 14.) | SpVgg Greuther Fürth | 27 | 8 | 5 | 14 | 40:59 | -19 | 29 |
| 15.) | Arminia Bielefeld | 27 | 7 | 7 | 13 | 39:39 | 0 | 28 |
| 16.) | Holstein Kiel | 27 | 7 | 7 | 13 | 34:42 | -8 | 28 |
| 17.) | 1. FC Magdeburg | 27 | 8 | 3 | 16 | 39:50 | -11 | 27 |
| 18.) | SC Preußen Münster | 27 | 6 | 8 | 13 | 31:47 | -16 | 26 |
Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.


Ich kann mich nur wiederholen: So werden die angestrebten 20 + X Punkte mit tödlicher Sicherheit in 20 – X umgewandelt und aus den noch ausstehenden 12 Spielen aller Voraussicht nach max. 1 Punkt pro Spiel, also 23 + 12 = 35 Punkte insgesamt erspielt werden, was den sicheren Abstieg in die 3. Liga bedeutet.
Auch der Relegationsplatz wird mit Sicherheit so nicht zu halten sein!
Dieser Harakirifußball am und im Strafraum verunsichert die Mannschaft bei Gegnerpressing total und führt im Spielaufbau nachweislich nur zu Ballverlusten in der Defensive und beim ansonsten sehr guten Torwart „Schenki“ in jedem Spiel zum Nervenflattern und daraus resultierenden Fehlern und Gegnertoren!
Im Spiel gegen Düsseldorf ist es mal gutgegangen, weil die Fortuna keinen Spieler in ihren Reihen hatte, der sich traute, den Freistoß im Strafraum mit über 100 km/h über Kopfhöhe der Preußenmauer auf der Torlinie in die Maschen zu hämmern, was mit tödlicher Sicherheit wieder mal zu einem Tor des Gegners geführt hätte, dem die Preußen in der Restspielzeit vergeblich hinterher gerannt wären und den Platz wie so oft mit einer Niederlage verlassen hätten.
Im Nachgang hätte es wieder geheißen: „Wir haben alles besprochen, die Fehler werden abgestellt und im nächsten Spiel wird alles besser.“
Nichts wird besser, auch nicht durch ein Trainingslager! Der Gegner muss den Preußen nur mit Gegenpressing in der eigenen Spielhälfte „auf den Füßen stehen“ und es rumpelt wieder gewaltig im Preußenspiel, denn nach vorne geht soviel wie garnichts und hinten flattern die Nerven!
Wie heißt die alte Fußballweisheit doch so klar: „Vorne werden Spiele gewonnen, hinten aber die Meisterschaft gewonnen und der Ligaabstieg verhindert!“ Der Verein SC Preußen 06 sollte schnellstmöglich aufwachen, um die Katastrophe Ligaabstieg noch zu verhindern, was die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre allesamt zunichte machen würde!
Nach wie vor muss ich sagen das ich von Endes Fußball überzeugt bin. Das was seinen Fußball stark limitiert ist allerdings die wirklich eindimensionale Idee die sein Fußball hat. Man hat gestern gesehen das Düsseldorf uns gut aus dem Spiel nehmen konnte wenn sie alle Anspielmöglichkeiten aus dem Spiel genommen haben. Wir müssen dem Gegner auch Mal was anbieten und das Spiel breit machen oder die Mitte überspielen. dann hat man gesehen, dass es etwas gefährlicher wird. Endes Fußball funktioniert halt nur wenn du dir keine bis kaum Fehler erlaubst bei den Passstaffetten.
Nervös bin ich zwar noch nicht wenn man sieht das wir letztes Jahr in derselben Situation waren und woher wir Kommen. Aber wir brauchen auch Mal einen Plan B im Matchplan. Und da bringt es leider nichts wenn Ende sagt das und das ist nicht seine Idee Fußball zu spielen. Das mag zwar sein, aber schön Fußball spielen gewinnt auch keine Spiele.
Ich bin ebenfalls von dem System überzeugt und habe es oft gefeiert. Aber spätestens seit der Rückserie hat man sich komplett auf uns eingestellt. Es funktioniert nicht mehr, bei Abstößen vom eigenen Tor muss man mittlerweile die Luft anhalten. Außerdem hat sich wohl irgendetwas innerhalb der Mannschaft verändert. Ziehen noch alle an einem Strang? Aber das ist nur ein Gefühl… Ich traue unserem Trainerteam die erforderliche Systemanpassung (nicht -umstellung) und auch alle weiteren erforderlichen Dinge zu. Alle zusammen… 💪😉
Es muss auch mal ich pflichte eher dem Frank Baldeau zu;
mit diesem Harakiri-Fußball steigen wir ab.das Einstreuen langer Bälle erlaubt sein und gern auch mal die Auskontern.
Die Spieler haben ja schon sichtbar Angst davor angespielt zu werden – denn jeder Fehler ist potentiell tödlich am Ende in Endes eindimensionalem Spiel…
ich pflichte eher dem Frank Baldeau zu;
mit diesem Harakiri-Fußball steigen wir ab. Es muss auch mal das Einstreuen langer Bälle erlaubt sein und gern auch mal die Auskontern.
Die Spieler haben ja schon sichtbar Angst davor angespielt zu werden – denn jeder Fehler ist potentiell tödlich am Ende in Endes eindimensionalem Spiel…
(so stehen die Teilsätze richtig)