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Fürth: Endspiel steht drüber und so fühlt es sich auch an

Fürth: Endspiel steht drüber und so fühlt es sich auch an
Heimspiel gegen Fürth.

Nein, es ist kein Endspiel. Also noch nicht. Münster gegen Fürth, das ist nur der 29. Spieltag und dann folgen weitere fünf Partien, also ist das Spiel gegen die Spielvereinigung formal kein Endspiel. „Sechs Endspiele“ sieht daher auch Alois Schwartz. Das Problem: Fürth ist eben doch ein Endspiel. Ganz ehrlich: Wenn nicht gegen den 17. der Liga gewonnen wird, wäre das ein verheerendes Zeichen für die Mannschaft. Der Abstand auf Fürth würde auf fünf Punkte anwachsen. Und ob dann ausgerechnet Schalke, Hannover, Darmstadt oder Elversberg höflich die Punkte abgeben, ist doch eher fraglich. Vom Derby mal ganz zu schweigen.

Schon am Freitagabend könnte Bielefeld sich in Karlsruhe weiter absetzen, auch Kiel steht in Düsseldorf nicht chancenlos da. „Zum Saisonende hin passieren manchmal unglaubliche Dinge“, wiegelte Schwartz am Freitag im Rahmen der Pressekonferenz ab. Er meinte damit sicher die möglichen Ergebnisse der Preußen. Das Problem: Das gilt ja auch für die Gegner der Preußen. Und schon am vergangenen Wochenende zeigte beispielsweise Arminia, was passieren kann: 2:1 gegen Darmstadt, das stand sicher auch nicht auf der Bingo Card. Und Magdeburgs 4:1 gegen Bochum? Das passte gar nicht ins Programm.

Also: Warum drum herumreden? Die Rückrunde hat schon elf Spiele erlebt und nur eines davon hat der SCP gewonnen. Seit dem 12. Spieltag hat der SCP überhaupt nur noch zwei Spiele gewonnen. Das ist eine absurde Bilanz. Und so ziemlich die einzige, kleine Botschaft, die Mut macht, ist das 0:0 in Kiel. Fast hätte es mit einem glücklichen Auswärtssieg geklappt – wenn nicht Preußen so dermaßen abschlussschwach wäre…

Alles Kopfsache, sagt Schwartz am Tag vor Fürth. „Die ersten Schritte sind gemacht, die Basics haben wir abgerufen, es war eine sehr gute Trainingswoche.“ Es fehle nur die Leichtigkeit vor dem Tor, aber die Mannschaftsleistung sei in Ordnung gewesen. „Wir waren eine Einheit.“

Und so eine Einheit soll der SCP dann am Samstag auch bilden – gemeinsam mit den Fans, deren Unterstützung zuletzt in Kiel Schwartz nun auch ein „Faustpfand“ nennt.

Alois Schwartz.

Aber dann muss der SC Preußen eben auch mal wieder ein Tor schießen, das mehr ist als nur ein Anschluss- oder Ehrentreffer. In Kiel war manchmal etwas Pech dabei, aber auch viele falsche Entscheidungen. Zögerlichkeiten, Ungenauigkeiten, die Angst vor dem Tor. „Wir haben also versucht, die Stärken zu stärken“, verriet Schwartz am Freitag. Erfolgreiche Torabschlüsse standen auf dem Programm. „Das ist letztlich auch eine Sache des Selbstvertrauens. Wir müssen im Spiel in die Situationen kommen, die wir im Training simulieren. Das gibt dann auch Sicherheit.“ Und Sicherheit bringt den Erfolg, das ist die Hoffnung dabei.

So oder so: „Ich freue mich auf mein erste Heimspiel mit Münster. Aber um den Dreier zu holen, müssen wir vieles richtig machen.“

Personal: Bis auf die bekannten Ausfälle sind fast alle an Bord. Ein kleiner Wackelkandidat ist Oliver Batista Meier, der glücklicherweise keine ernsthafte Schulterverletzung erlitten hat, aber nur mit leicht angezogener Handbremse trainiert hatte. Der SCP will hier vorsichtig sein. „Vorsichtshalber“ hatte auch Oscar Vilhelmsson das letzte Training abgebrochen – Adduktorenbeschwerden. Hier muss man abwarten, was geht. Überraschend ist das längst nicht mehr. Marvin Schulz fehlt mit einer Gelbsperre, Marcel Benger klagt über Rückenbeschwerden und hat nur individuell trainiert.

Fanmarsch

Weil auch „draußen“ klar ist, was für eine Bedeutung dieses Spiel hat, findet wieder ein Fanmarsch statt. Am Samstag um 9 Uhr ist der Südpark als Treffpunkt vereinbart – von dort geht es dann rechtzeitig zum Spiel. „Alle zusammen Klasse halten“, heißt es. Ob es hilft? Es soll nur am Ende niemand sagen, man habe nicht alles versucht. Auch wenn die Fakten eher gegen die Preußen sprechen.

Tabelle 34. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 34217650:311970
2.)SV Elversberg 34197864:382664
3.)SC Paderborn 07 34188859:451462
4.)Hannover 96 341612660:441660
5.)1. FC Kaiserslautern 341641452:47552
6.)SV Darmstadt 341312956:451151
7.)Hertha BSC 341491147:44351
8.)1. FC Nürnberg 3412101247:45246
9.)VfL Bochum 3411111249:47244
10.)Karlsruher SC 341281453:64-1144
11.)Dynamo Dresden 341181554:53141
12.)Holstein Kiel 341181544:48-441
13.)Arminia Bielefeld 341091553:51239
14.)1. FC Magdeburg 341231952:58-639
15.)Eintracht Braunschweig 341071736:54-1837
16.)SpVgg Greuther Fürth341071749:68-1937
17.)Fortuna Düsseldorf 341141933:53-2037
18.)SC Preußen Münster346121638:61-2330

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.

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