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Welches Gesicht zeigt Preußen Münster gegen Fortuna Köln?

Welches Gesicht zeigt Preußen Münster gegen Fortuna Köln?
Jubelt der SCP auch am Sonntag wieder?

Fast die gesamte Liga wird bereits gespielt haben, wenn der SC Preußen Münster am Sonntagnachmittag gegen Fortuna Köln antritt. Erst um 16.30 Uhr geht es los – und wird damit dank Zeitumstellung ein Flutlichtspiel. Die dunklen Monate beginnen nun endgültig. Ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse zeigt: Falls der SCP nicht auch langsam punktet, wird es auch an der Hammer Straße eine dunkle Zeit. Vielleicht tat ja der Pokalsieg in Wattenscheid gut?

Drumherumreden darf in Münster aber niemand: Der SC Preußen muss sich in der Tabelle vorerst nach unten hin orientieren, Den Anschluss ans obere Tabellendrittel hat der SCP verloren, am Freitag und Samstag zogen die Top-Teams davon, Ingolstadt und Wiesbaden schoben sich weiter nach vorn – nur Spitzenreiter Duisburg verlor, bleibt aber mit 25 Punkten (!) weiter auf Platz 1.

Heimsieg wichtig

Ein Heimsieg gegen Fortuna Köln wäre für alles extrem wichtig: für das eigene Selbstbewusstsein, für die sportliche Lage, auch für die eigenen Fans. Die ziehen immerhin weiter mit: Auch gegen Fortuna Köln kann die Marke von 13.000 Zuschauern überschritten werden, denn der Heimbereich ist weitgehend ausverkauft. Aus Köln haben sich etwa 450 Zuschauer angekündigt, die sich fast sämtlich im Gästestehplatzbereich einfinden werden. Die Gäste-Sitzer werden auch diesmal an Preußenfans verkauft.

Vermutlich wird Thomas Wörle wieder etwas wechseln. Natürlich aus taktischen Gründen, aber auch weil wieder ein paar Spieler auf der Kippe stehen. Ob Montell Ndikom spielfähig ist? Kann sein. Jakob Korte? Muss man abwarten. Und bleibt Morten Behrens im Tor? Der Keeper war zuletzt an einigen Gegentoren direkt beteiligt und vorsichtshalber (?) erwähnte Wörle am Freitag bereits, dass der Torwart ja auch schon zwei Tage krank gefehlt habe. Allerdings betonte Wörle auch, dass er im Tor nicht schnell wechsele – die Tendenz geht also eher nicht in Richtung einer Veränderung auf dieser Position.

Statistik: 50 Punktspiele gab es in den vergangenen Jahren zwischen Preußen und der Fortuna. Die frühesten Duelle stammen aus der Zeit der alten Regionalliga West 1967/1968 (damals die zweite Liga). In den Siebzigerjahren fanden die Duelle in der 2. Bundesliga Nord statt, zwischen 1989 und 1991 in der eingleisigen 2. Bundesliga. Zu Drittligazeiten zwischen 2014 und 2019 kamen weitere Duelle hinzu. Die bis heute letzten Aufeinandertreffen stammen aus der Regionalligazeit zwischen 2020 und 2023. Insgesamt gewann der SCP von 50 Punktspielen 23 und verlor 17. Das letzte Duell fand im April 2023 im Preußenstadion statt – der gerade aufgestiegene SCP verlor etwas müde gegen Fortuna mit 1.3. Der einzige Preuße, der sowohl damals wie vermutlich auch am Sonntag auf dem Feld stehen wird, ist Niko Koulis.

Weniger Gegentore

Sicher fehlen werden natürlich weiterhin Luca Bolay, Simon Scherder, Malik Batmaz, Marvin Schulz (der Ältere) und Ryan Johansson. Niko Koulis hat sich zuletzt in Wattenscheid zurückgemeldet.

Wichtigstes Ziel für das Sonntagsspiel dürfte sein, die Zahl der Gegentore zu senken. Mehr als zwei Gegentore pro Spiel sind dauerhaft nicht aufzufangen, so viele Tore kann dieser SC Preußen gar nicht schießen. Ein Muster für die Gegentore gebe es allerdings nicht, so Wörle. Die individuellen Patzer könne man nur beheben, indem man an der eigenen Konzentrationsfähigkeit arbeite, Lösungen für bestimmte Szenen aufzeige und sich darüber weiterentwickele. „Wir verteidigen doch eigentlich ganz gut, da müssen wir einfach weiter reifen“, so Wörle. Da ist durchaus etwas dran, denn Gegner bekommen gegen Münster ja nicht gerade viele Torchancen. Umso ärgerlicher, dass immer wieder individuelle Fehler direkt zu Gegentoren führen. „Da müssen wir unsere Aufmerksamkeit steigern, müssen wach bleiben.“

Leicht wird es gegen Fortuna Köln sicher nicht. Nur elf Gegentore kassierte das Team bisher – weniger als alle anderen Teams der Liga. Die Kehrseite: Vorne traf Fortuna auch nur acht Mal. Es werde wohl ein Geduldsspiel, sagt Wörle.

Aus Sicht der Zuschauer dürfte interessant sein, wie der SCP dieses Spiel angeht. Wird es wirklich wieder so eine zähe Kiste? Setzt der SCP die Leistungen aus den ersten Hälften gegen Essen und Großaspach fort – und die völlig verschlafenen Auftritte wie gegen Mannheim oder zuletzt Wattenscheid?

Tabelle 11. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)MSV Duisburg1181228:141425
2.)FC Viktoria Köln1172230:151523
3.)RW Essen1163219:13621
4.)1. FC Saarbrücken1052324:17717
5.)FC Ingolstadt1152415:16-117
6.)TSG Hoffenheim II1051420:15516
7.)FC Hansa Rostock1144318:20-216
8.)SV Wehen Wiesbaden1143419:16315
9.)Fortuna Düsseldorf1143412:14-215
10.)VfB Stuttgart II1042417:18-114
11.)SV Meppen1142516:17-114
12.)Alemannia Aachen1042415:16-114
13.)SV Waldhof Mannheim1041516:16013
14.)SC Preußen Münster1033418:21-312
15.)SC Verl1133516:22-612
16.)SG Sonnenhof Großaspach1133513:25-1212
17.)Würzburger Kickers1132615:23-811
18.)SSV Jahn Regensburg1124520:20010
19.)Fortuna Köln102448:11-310
20.)TSV Havelse1013613:23-106

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 3. Liga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga. Die Klubs auf den Plätzen 17 bis 20 steigen direkt in die Regionalliga ab.

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