„Wandspieler“ Felix Higl wechselt zum SC Preußen Münster
Da war noch eine zentrale Offensiv-Position offen beim SC Preußen Münster – bis jetzt. Am Dienstag stellte der SCP Felix Higl vor. Der 29 Jahre alte Stürmer soll im Zentrum die letzte große Lücke schließen, auch wenn man in Münster wohl keine zweistelligen Torquoten erwarten sollte.
Rumgekommen ist der gebürtige Kölner durchaus. Im Süden Deutschlands (Jugendteams beim SC Freiburg, TSG Hoffenheim und 1. FC Heidenheim) wuchs er sportlich auf, machte seine ersten Schritte im Seniorenfußball beim Bahlinger SC, ehe er ab 2019 abwechselnd beim SSV Ulm und dem VFL Osnabrück spielte. In Ulm – und das dürfte dann eine Rolle gespielt haben – war er mit über 150 Spielen und 57 Toren insgesamt am erfolgreichsten. Und dort arbeitete er auch mit dem heutigen Preußentrainer Thomas Wörle zusammen.
Zuletzt war er in der abgelaufenen Saison beim Zweitligisten Greuther Fürth unter Vertrag (in den Spielen gegen Münster aber nicht am Ball). Richtig viel Spielanteile bekam der 1,94 Meter große Offensivspieler da allerdings nicht – am Ende rechte es gerade zu drei Startelf-Einsätzen und 16 Einwechslungen. Und zu einem Tor.
In seiner Mitteilung schreibt der SC Preußen Münster daher auch bewusst nicht von einem „Goalgetter“. Sondern von einem, der als Zielspieler in der Offensiver dienen kann, Gegenspieler bindet und der die Bälle verteilt. Wer denn diese Bälle erhalten soll, ist noch die große Frage. Denn einen nachhaltig einsatzbereiten Angriff besitzt der SCP nicht: Malik Batmaz ist noch weit vom Liga-Einsatz entfernt und wird noch länger Anlaufzeit benötigen, um wieder in die Nähe seiner früheren Drittliga-Form zu kommen. Oscar Vilhelmsson ist, so ehrlich muss man sein, gar nicht einzuplanen. Wenn die Vorbereitung eine Maßstab sein soll, dann ist das eine Warnung, denn der begabte, aber extrem verletzungsanfällige Spieler hat auch im Sommer kaum Einsätze absolviert. Eine Halbzeit gegen Rheine, eine halbe Stunde gegen Jeddeloh, seitdem fehlt er wieder. Gut, da sind noch offensiv orientierte Spieler wie Mika Stuhlmacher oder Leon Tasov, natürlich auch die Nachwuchshoffnung Marvin Schulz (der Jüngere). Dennoch: Insgesamt ist das nicht gerade üppig.
Dennoch: Als Offensivspieler bringt Higl sicher andere Qualitäten als die Zahl der erzielten Tore mit. „Felix ist ein großer Mittelstürmer, der unsere Offensivreihe mit seinen Qualitäten gut ergänzt. Er kann mit seiner Größe und Robustheit als Wandspieler agieren, sich mit seinen fußballerischen Fähigkeiten aber genauso in unser Kombinationsspiel einbringen und auch im Strafraum als Zielspieler fungieren. Zudem ist Felix laufstark und auch im Anlaufen und Nachverteidigen gegen den Ball sehr fleißig, was für unser Spiel wichtig ist“, so beschreibt Jan Uphues den Neuzugang.
Der Kader des SCP:

