Rückkehr in die 3. Liga: Zahlen und Fakten zum Start
56 unterschiedliche Mannschaften standen dem SC Preußen Münster in der 3. Liga gegenüber – zwischen 2011 und 2020 sowie in der bis dato letzten Saison 2026/2027. Vom 1. FC Kaiserslautern über den 1. FSV Mainz 05 II und RB Leipzig bis hin zu Wacker Burghausen oder VfR Aalen. Der SV Wehen Wiesbaden gehört zu diesen 56 Teams und mit 16 Partien zwischen dem SVWW und Münster ist es auch eine der häufigsten Paarungen. Noch mehr Zahlen zum Start in die Saison und aus zehn Jahren 3. Liga mit Preußen Münster …
Fun fact: Das erste Drittliga-Spiel in der Preußen-Geschichte war 2011 das 1:1 gegen die SpVgg Unterhaching. Und die Münchener Vorstädter waren 2024 auch der bis heute letzte Gegner in der 3. Liga: Es war das Aufstiegsspiel, das der SCP mit 2:0 gewann.
Der SV Wehen Wiesbaden ist nun der erste Gegner zum Start in die elfte Saison. Aber mit insgesamt 16 Spielen sind die Hessen nicht der häufigste Gegner – das war nämlich der Hallesche FC. Gegen den mittlerweile in der Regionalliga kickenden HFC trat der SCP sogar in 18 Spielen an.
Das sind die Gegner, gegen die der SCP am häufigsten antrat:
| Gegner | Spiele | |
| 1 | Hallescher FC | 18 |
| 2 | SpVgg Unterhaching | 16 |
| 3 | SV Wehen Wiesbaden | 16 |
| 4 | Chemnitzer FC | 16 |
| 5 | VfL Osnabrück | 16 |
| 6 | FC Hansa Rostock | 16 |
| 7 | RW Erfurt | 14 |
| 8 | SG Sonnenhof Großaspach | 12 |
| 9 | Fortuna Köln | 10 |
| 10 | SSV Jahn Regensburg | 10 |
| 11 | MSV Duisburg | 10 |
| 12 | VfB Stuttgart II | 10 |
| 13 | VfR Aalen | 10 |
Insgesamt kommt der SCP in zehn Jahren 3. Liga auf 380 Spiele – von denen gewann er 144, spielte in 108 Spielen unentschieden und verlor 128 Spiele.
Tabellenplätze und Punkte
Wenig überraschend ragen zwei Spielzeiten aus den insgesamt zehn Jahren 3. Liga heraus. Da war die Fast-Aufstiegssaison 2012/2013 und die tatsächliche Aufstiegssaison 2023/2024.
| Saison | Platzierung | Tore | Punkte | |
| 2011/2012 | 12 | 40:44 | 50 | |
| 2012/2013 | 4 | 63:33 | 72 | Fast-Aufstieg |
| 2013/2014 | 6 | 55:50 | 53 | |
| 2014/2015 | 8 | 53:49 | 54 | |
| 2015/2016 | 9 | 48:41 | 49 | |
| 2016/2017 | 9 | 49:43 | 51 | |
| 2017/2018 | 10 | 50:49 | 52 | |
| 2018/2019 | 8 | 48:50 | 52 | |
| 2019/2020 | 18 | 49:62 | 40 | Abstieg |
| 2023/2024 | 2 | 68:49 | 67 | Aufstieg |
Deutlich zu erkennen ist, dass der SCP nach einer ordentlichen ersten Saison 2011/2012 als Aufsteiger direkt im zweiten Jahr den Zweitliga-Aufstieg geschafft hätte. Am 34. Spieltag schlug der SCP daheim den Tabellenführer Karlsruher SC und sprang auf den zweiten Tabellenplatz. Das folgende 1:1 in Erfurt war schon eine Enttäuschung, dann unterlag der SCP in Stuttgart bei den Kickers mit 0:1. Und dann war Unterhaching, wo sich die Mannschaft praktisch selbst demontierte und 0:3 unterlag.
Seit dieser Saison ging es in der 3. Liga fast nur noch bergab. Ein schleichender Abstieg, der dank enger finanzieller Mittel 2020 nicht mehr zu verhindern war. Nach dreijähriger Abwesenheit kehrte der SCP 2023 zurück – der Rest ist Geschichte.
Eine Randnotiz: In der Saison 2013/2014 war der SC Preußen höflicher Begleiter von RB Leipzig und ihrem heftig finanzierten Durchmarsch durch alle Ligen. Immerhin: Die Adler spielten 2:2 und 0:0 gegen die Überflieger von Red Bull und haben damit noch nie gegen RBL verloren…
Neulinge
In der neuen Saison wird der SCP mehrere Drittliga-Premieren feiern: Gegen Fortuna Düsseldorf spielte der SCP zwar schon in der Drittklassigkeit (Regionalliga Nord), aber noch nie in der 3. Liga. Auch die Partien gegen den TSV Havelse und TSG Hoffenheim II sind Premieren In der 3. Liga.
Alle anderen 16 Gegner sind alte Bekannte.
Tore
Die meisten Tore in einem Spiel mit Preußen-Beteiligung waren acht. Die gab es in zwei Partien – eines gewann der SCP (5:3 bei Viktoria Köln in der Aufstiegssaison), das andere verlor der SCP beim SV Wehen Wiesbaden (2:6). Das war 2017 und sollte besser kein böses Omen sein.
In zwei weiteren Spielen fielen sieben Tore: Beim 3:4 gegen Hansa Rostock 2014 und gegen den gleichen Gegner, aber 2012, beim 5:2-Heimsieg. Sechs Tore fielen in fünf Spielen (3:3 gegen Viktoria Köln, 3:3 gegen Chemnitz, 2:4 in Zwickau, 4:2 gegen Halle und 3:3 in Braunschweig.
Zuschauer
Fast 2,77 Millionen Zuschauer begrüßte der SC Preußen in seinen zehn Jahren 3. Liga. Davon kamen in 33 Spielen mehr als 10.000 Zuschauer ins Preußenstadion. In neun Partien dagegen wurden nicht einmal 5.000 Zuschauer erreicht. Fünf davon fielen in die Corona-Zeit, in der zumindest übergangsweise keine Zuschauer erlaubt waren. Und die anderen vier waren Partien gegen Zwickau, Großaspach, Erfurt und Offenbach.

