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Preußen Münster zeigt seinen besten Trick noch einmal

Preußen Münster zeigt seinen besten Trick noch einmal
Kieran Schulze-Marmeling und Ole Kittner im Frühjahr 2025 beim Heimspiel gegen Hertha.

Als der SC Preußen Münster vor fast elf Monaten am Rand des Abstiegs aus der 2. Bundesliga taumelte, griff der Klub für die Rettung zu Bordmitteln. „Allzweckwaffe“ Kieran Schulze-Marmeling (U23) wurde als Trainer installiert, ihm zur Seite standen Sören Weinfurtner und Jannis Hohenhövel – und als Teamchef Christian Pander. Der Trick mit den eigenen Jungs aus der Nachwuchsabteilung gelang beeindruckend. Jetzt soll er erneut funktionieren.

Jetzt liegen die Vergleiche wirklich auf der Straße herum. Magdeburg war im Frühjahr 2025 der erste Gegner, Magdeburg ist jetzt im März der erste Gegner. Alles ähnlich, aber alles anders. Das weiß auch der SC Preußen, der zwar dankbar ist für die erneute Bereitschaft aus dem eigenen Klub, zugleich aber davor warnt, die Lage im vergangenen Jahr als Maßstab zu nehmen. „Auch wenn der Gegner Magdeburg Erinnerungen weckt, wissen wir, dass die Voraussetzungen und Herausforderungen heute ganz andere sind als im Vorjahr. Wir haben Erkenntnisse aus dem Vorjahr, aber keine Schablone für das Vorgehen. Für das wichtige Spiel am Sonntag müssen wir uns alles neu erarbeiten“, so Geschäftsführer Ole Kittner in einer Mitteilung.

Dazu gehört, dass die Konstellation zwar ähnlich, aber eben nicht völlig identisch ist. Als Teamchef und Ansprechpartner nach außen wird Ex-Nationalspieler Christian Pander diesmal nicht dienen. Er soll als Ex-Profi sowie Mentalcoach seine Erfahrungen und Kompetenzen in das Team einbringen, formuliert der SC Preußen. Nicht vergessen: Pander ist mittlerweile Präsident des eingetragenen Vereins in Münster, erhielt für seinen Einsatz im Trainerteam die Freigabe aus den Gremien des Klubs.

Zum Trainerteam gehören auch Torwarttrainer André-Poggenborg, Athletiktrainer Tim Geidies, der Co-Trainer Analyse, Jonas Imkamp, und Rehatrainer Alexander Beilenhoff.

Wie lange dieses Team im Einsatz sein wird, ist noch offen. Faktisch erlaubt der DFB den Einsatz eines Interimstrainers ohne Fußballlehrer nur für 15 Tage. Das würde für Magdeburg und das folgende Spiel in Kiel reichen. Würden die Preußen dann weiter auf dieses Team setzen, kämen vermutlich Strafzahlungen auf die Preußen zu. Unterhaching und Ulm haben das zuletzt schon durchgespielt – allerdings in der 3. Liga.

In jedem Fall wird es darum gehen, als Nahziel die Partie gegen Magdeburg erfolgreich zu gestalten. Ginge diese Partie gegen einen direkten Verfolger auch verloren, hätte der SCP den Abstiegsplatz endgültig sicher. Die gute Nachricht: Diesmal wird die Zeit nicht ganz so knapp: Acht Spiele sind es noch.

One thought on “Preußen Münster zeigt seinen besten Trick noch einmal

  1. Kopf hoch, liebe Preußenverantwortliche und -anhänger.

    ich bin der unmaßgeblichen Meinung, dass die nun gewählte Kombination für die jetzige Situation das Beste ist, was z. Zt. möglich ist. Da noch kein neues, externes Trainerteam der Mannschaft wieder Leben einhauchen kann, sollte dieses Team, was schon bewiesen hat, dass es das kann, auch weil es die Mannschaft wohl in allen Teilen besser beurteilen kann, als ein neues Team es adhoc könnte, bis zum Saisonfinale tätig bleiben.

    Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist das m. M. nach die z. Zt. beste Lösung, denn die zusätzlich neu entstehenden Kosten durch „Strafzahlungen“ an DFB bzw. DFL sind wohl kaum höher als die, welche ein vorschnell aus der Taufe gehobenes neues Trainerteam oder ein Placeboteamchef bis zum Saisonende hervorrufen würde. Für Strafzahlungen durch das Verhalten von Ultrafans während der Spielzeit muss das Betriebsvermögen auch in erheblichem Maß leiden und kann leider nicht verhindert werden.

    Selbst ein nach zwei oder drei Spieltagen schnell installiertes neues Trainerteam müsste sich erst mal neu einarbeiten und würde die Mannschaft nur wieder auf die Schnelle verunsichern, da diese wahrscheinlich nochmals in ein neues Spielsystem eingearbeitet werden müsste.

    Also: „Blank ziehen und auf in den Kampf bis zum Finale, liebe Preußenfamilie. Mit Mut wird es gelingen.“

    Nachsatz: Während dessen kann in Ruhe an einem neuen Trainerteam für die nächste Saison gearbeitet werden. Vielleicht kann ja Peter Niemeyer helfen, dass Horst Steffen frei wird, der in Elversberg schon über Jahre bewiesen hat, dass er ein sehr guter Trainer ist. / Nur mal so als Denkanstoß …

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