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Preußen Münster bringt auch gegen Bochum den Sieg nicht ins Ziel

Preußen Münster bringt auch gegen Bochum den Sieg nicht ins Ziel
21. Spieltag: Münster - Bochum.

Das Kalenderjahr 2026 bleibt schwierig für den SC Preußen Münster. In vier Spielen holte der SCP nur zwei Pünktchen – am Freitagabend einen davon gegen den VfL Bochum. Nun war das 1:1 gegen jene Bochumer, die zuletzt Spitzenreiter Schalke geschlagen hatten, sicher keine Schande. Und angesichts der zahlreichen guten bis besten Chancen der Gäste sicher auch kein Punktverlust. Aber die Preußen führten halt auch wieder einmal – und schafften es erneut nicht, die Null zu halten. Das Gegentor passte dabei ins Bild, denn eine Unaufmerksamkeit genügte den Bochumern.

In der Tabelle droht im schlimmsten Fall ein direkter Abstiegsplatz, dieses Szenario lässt sich bei allen aufmunternden Worten nicht schönreden. Es war auch wieder einmal eines dieser Spiele, die eigentlich so gar nicht nach dem Willen der Preußen liefen. Kurz vor der Partie musste Mikkel Kirkeskov passen, nichts Schlimmes, eher eine Vorsichtsmaßnahme. Aber das brachte eine Umstellung mit sich. Marco Meyerhöfer rückte auf die für ihn durchaus ungewohnte Position auf der linken Seite. Weil Janis Heute wegen einer Gelbsperre fehlte, rückte Torge Paetow ein. Alles wieder einmal anders als sonst, das nervt alle rund um den SCP, weil einfach keine nachhaltige Linie reinkommt.

21. Spieltag: Münster – Bochum.
21. Spieltag: Münster – Bochum.

Die wurde dann im Spiel auch von Bochum unterbunden, denn die Gäste liefen ganz untypisch hoch an, pressten den SCP ganz früh – und kamen so auf 60 Prozent Ballbesitz übers ganze Spiel. Völlig ungewohnte Bilder in Münster, sogar VfL-Trainer Uwe Rösler meinte später mit einem Lächeln, das habe er nicht erwartet.

Aber der VfL verhinderte nicht nur Münsters gewohntes Passspiel, er kam so auch zu Chancen – an diesem Abend rettete Johannes Schenk gleich mehrfach. Schon nach zwölf Minuten beispielsweise gegen Miyoshi, der komplett allein vor dem Preußen-Keeper scheiterte. Von Münster war offensiv nichts zu sehen in den ersten 20 Minuten. Neuzugang Imad Rondic war anspielbereit, aber noch kam da viel zu wenig durch.

Das änderte sich erst in der 26. Minute, als eben Rondic und Paetow sich nach einer Ecke beide behinderten. ter Horsts Kopfballvorlage brachte Paetow nicht im Tor unter. das war die bisher beste Chance der Preußen. Aber nur Minuten später parierte Schenk gleich doppelt gegen Onyeka und Marshall…

Dem Spielverlauf folgend war die 35. Minute ungewöhnlich: Hendrix steckte da einen Ball großartig auf Rondic durch, der hatte Platz und hatte die Ruhe, den Ball dann über VfL-Keeper Horn zu lupfen. Das 1:0 für die Preußen, was für eine Erleichterung! Das Tor gab auch Sicherheit, das war deutlich zu spüren.

21. Spieltag: Münster – Bochum. Rondic hebt den Ball über Horn hinweg zum 1:0 ins Tor.
21. Spieltag: Münster – Bochum. Jubel nach dem 1:0 durch Rondic.
21. Spieltag: Münster – Bochum. Jubel nach dem 1:0 durch Rondic.

Spieldaten

Mit dieser Führung ging es dann auch in die Pause. Aber dann ging es weiter wie in Hälfte eins: Bochum mit den besseren Chancen in einem Spiel auf Augenhöhe. Nach 56 Minuten zielte Miyoshi über das Tor der Adler. Und nur zwei Minuten später war es Schenk, der wieder einmal rettete .- diesmal gegen Holtmann in höchster Not.

Es war aber zu spüren, dass Bochum Tempo und Druck erhöhte. Ein paar Minuten lang musste der SCP immer hinterherrennen und verlor auch ein bisschen Ordnung und Übersicht. Die Quittung kassierte der SCP nach knapp einer Stunde. Einen Diagonalball verteidigten die Preußen schlecht, Hofmanns Kopfballablage auf Miyoshi nutzte der zu einem Flachschuss rein ins Preußentor. Das 1:1 war verdient, das musste man schon sagen.

21. Spieltag: Münster – Bochum. Bochum trifft zum 1:1.

Entlastung in Form von eigenen Chancen gab es für die Preußen anschließend nicht wirklich. Erst nach 64 Minuten zog ein Raunen durchs Stadion, als Jano ter Horst sich rechts prima durchsetzte und dann aus spitzem Winkel selbst den Abschluss suchte. Und direkt danach rettete Horn nach einem langen Paetow-Einwurf. Es war eine kurze Drangphase der Preußen.

Aber so wie der SCP kurz zu zwei Chancen kam, so schnell war auch der VfL wieder am Start: Nach 73 Minuten rettete Schenk gegen Kwarteng. Es ging in der Folge ein bisschen hin und her, ohne dass sich ein Team ganz große Chancen erspielte. Erst in der Nachspielzeit bekam Bochum die eine große Chance auf den Lucky Punch, aber Olsen scheiterte mit seinem Abschluss, weil ter Horst in letzter Sekunde abblockte. Dann war Feierabend.

Tabelle 27. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 27157538:241452
2.)SV Elversberg 27156647:291851
3.)SC Paderborn 07 27156645:311451
4.)SV Darmstadt 271311349:301950
5.)Hannover 96 27147646:341249
6.)Hertha BSC 27128742:33944
7.)1. FC Kaiserslautern 271241145:41440
8.)Karlsruher SC 271071043:51-837
9.)1. FC Nürnberg 271061137:37036
10.)VfL Bochum 27891038:36233
11.)Fortuna Düsseldorf 27941426:40-1431
12.)Dynamo Dresden 27781245:46-129
13.)Eintracht Braunschweig 27851429:44-1529
14.)SpVgg Greuther Fürth27851440:59-1929
15.)Arminia Bielefeld 27771339:39028
16.)Holstein Kiel 27771334:42-828
17.)1. FC Magdeburg 27831639:50-1127
18.)SC Preußen Münster27681331:47-1626

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.
21. Spieltag: Münster – Bochum. Tobias Raschl.

2 thoughts on “Preußen Münster bringt auch gegen Bochum den Sieg nicht ins Ziel

  1. Für mich war das ein ehrlicher Punktgewinn gegen die zur Zeit mit Abstand stärkste Mannschaft der 2. Liga. Mit hohen Bällen und Einwürfen war gegen die baumlange Top-Abwehr nichts zu holen. Dieser Punktgewinn wird uns am Ende noch gut tun. Auf den Rängen war allerdings stimmungsmäßig noch viel Luft nach oben. Wir alle sollten eine „Hexenkessel-Stimmung“ erzeugen. Jede Grätsche muss gefeiert werden, wir brauchen mehr Heimspielatmosphäre, damit endlich mal die 50/50-Entscheidungen für uns gepfiffen werden. In manchen Spielen braucht es weniger neues Liedgut, sondern frenetischen spielbezogenen Support! St. Pauli hat es gestern vorgemacht, ohne die besondere Stimmung am Millerntor hätte es mit dem Überraschungssieg gegen Stuttgart nicht geklappt. AzfPM!!

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