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Münster verliert 1:3 gegen Magdeburg und stürzt ungebremst Richtung 3. Liga

Münster verliert 1:3 gegen Magdeburg und stürzt ungebremst Richtung 3. Liga
Enttäuschung nach Abpfifff des Spiels gegen Magdeburg.

Durchhalteparolen überall, aber alles Pfeifen im Walde. Der SC Preußen Münster stürzt ungebremst in Richtung 3. Liga. Das 1:3 im Heimspiel gegen Schlusslicht Magdeburg offenbarte alles, was diese Saison aus Sicht der Preußen so unerträglich macht. Pech beim eigenen Abschluss, ungenaues und fahrlässiges Spiel, brutale individuelle Fehler. Es gibt zumindest aktuell keine Botschaften, die Mut machen. Der SC Preußen ist jetzt Tabellenletzter und nichts, gar nichts deutet derzeit darauf hin, dass diese Saison noch gerettet werden kann.

Alles war am Sonntag angerichtet. Das Wetter perfekt, die Stimmung positiv, alle wollten unbedingt einen Neustart. Auch die Mannschaft wollte das, das war ihr nicht abzusprechen. Interimstrainer Kieran Schulze-Marmeling und sein Team hatten dem SC Preußen dazu eine defensive Kompaktheit verordnet, aber auch die Idee, hinter die Magdeburger Linie zu kommen. Der Wille war da. Auf dem Platz ging allerdings wenig zusammen.

Es war ein zähes Spiel. Münster ließ nur wenig echte Szenen zu. Aber fand selbst offensiv praktisch gar nicht statt. Bis auf diese Szene nach elf Minuten, als Etienne Amenyido aus guter Position von halblinke abzog – aber nur einen billigen Kullerball produzierte. Da war viel, viel mehr sein. Verschenkt.

Amenyido gehörte zu jenen, die wieder in die Startelf beordert wurden von Schulze-Marmeling. Auch Niko Koulis und Mikkel Kirkeskov rückten wieder rein – dafür blieb Paul Jaeckel draußen, Winter-Neuzugang Shin Yamada stand gar nicht erst im Kader, Neuzugang Tobias Raschle stand im Kader, kam aber nicht zum Einsatz.

Spieldaten:

27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3. Kieran Schulze-Marmeling.
27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3. Kurze Freude nach dem vermeintlichen 1:0.

Das alles fühlte sich nach dem letzten Strohhalm an. Dennoch war es der SCP, der nach 41 Minuten die Befreiung feierte – das erlösende und so wichtige 1:0. Kapitän Jorrit Hendrix hatte aus dem Hintergrund geschossen, flach zum 1:0 ins Tor der Magdeburger. Aber der Anpfiff verzögerte sich und schnell war klar, warum. Der VAR griff wieder ein und befand: Vorlagengeber Yassine Bouchama stand zuvor im Abseits. Das Tor zählte nicht. Bitter.

27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3. Elfer gegen Münster locker verwandelt.
27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3. Yassine Bouchama stand in zwei entscheidenden Szenen im Mittelpunkt.

Kaum war dieser Tiefschlag abgehakt, da jubelte Magdeburg. Wieder stand Bouchama im Mittelpunkt – diesmal mit einem unsinnigen Foulspiel im eigenen Strafraum. Elfmeter für Magdeburg, das ging in Ordnung. Und die Führung für die Gäste, Gift für die Seele. Johannes Schenk im Preußentor wurde eiskalt verladen, ein Rückhalt war er in dieser Mannschaft schon lange nicht mehr. Mit dem Doppelschock ging es in die Kabine.

Die zweite Halbzeit war … mau. Das sah nur zwischendrin und in den harmlosen Räumen okay aus. Aber dort, wo es wirlklich gefährlich werden konnte, wurde es nicht. Weil der SCP alles verzögerte, haderte, wartete. Energische Abschlüsse? Nein, nirgends. Das war alles viel zu harmlos, viel zu schwach.

Nein, auch Magdeburg hatte wenig bis gar keine Chancen – aber Magdeburg führte ja auch. Und erhöhte dann nach 72 Minuten auf 2:0 – nach einem brutalen Konter, den der SCP nicht verhinderte. Und so oder so: Das 0:2 war war der Genickbruch, sportlich betrachtet. Dass die Preußen durch Amenyido nach 80 Minuten noch zum 1:2 kam, war schön, aber änderte nichts am Spiel. Denn Magdeburg räumte alles sicher weg, Münster fand keine Lücken.

27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3. Amenyido nach seinem Tor zum 1:2.

Und als dann ganz spät Johannes Schenk bei einem Freistoß in der 95. Minuten mit nach vorn kam, schaltete Magdeburg schnell um und traf zum 3:1. Das war dann schon egal. Die Partie war verloren und der Klassenerhalt wirkt nach Lage der Dinge illusorisch.

Tabelle 27. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 27157538:241452
2.)SV Elversberg 27156647:291851
3.)SC Paderborn 07 27156645:311451
4.)SV Darmstadt 271311349:301950
5.)Hannover 96 27147646:341249
6.)Hertha BSC 27128742:33944
7.)1. FC Kaiserslautern 271241145:41440
8.)Karlsruher SC 271071043:51-837
9.)1. FC Nürnberg 271061137:37036
10.)VfL Bochum 27891038:36233
11.)Fortuna Düsseldorf 27941426:40-1431
12.)Dynamo Dresden 27781245:46-129
13.)Eintracht Braunschweig 27851429:44-1529
14.)SpVgg Greuther Fürth27851440:59-1929
15.)Arminia Bielefeld 27771339:39028
16.)Holstein Kiel 27771334:42-828
17.)1. FC Magdeburg 27831639:50-1127
18.)SC Preußen Münster27681331:47-1626

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.
27. Spieltag: Münster – Magdeburg 1:3.

One thought on “Münster verliert 1:3 gegen Magdeburg und stürzt ungebremst Richtung 3. Liga

  1. Jetzt haben wir den Salat liebe Verantwortliche des SC Preußen 06, welcher sich seit dem Ende der Hinrunde/Anfang der Rückrunde für Alle zweifelsfrei dauerhaft sichtbar abzeichnete, wenn man es denn sehen wollte:

    Das viel zu spät beurlaubte Trainerteam A. Ende hat einen Mannschaftskader hinterlassen, welcher einem Scherbenhaufen gleichkommt. Der Kader beherrscht leider nur das seitens des Trainers als alternativlos propagierte offensive Kurzpassspiel ab dem Fünfmeterraum, in Fachkreisen auch One-Touch-Fußball genannt, was aber fußballerische Qualitäten mit Erstligaformat von den Protagonisten erfordern würde, welches jedoch zweifelsfrei in diesem Verein ob der finanziellen Mittel nicht vorhanden sein kann.

    Wenn erforderlich, war die Mannschaft in der gesamten Saison nicht in der Lage, das System umzustellen, um etwa einen Torvorsprung in souveräner Manier für einen der seltenen Siege über die Zeit zu retten. Wenn auf eine defensive Spielweise umgestellt wurde, geschah dieses nur in der Form, dass mittels „Gepöhle“ der Ball aus der Gefahrenszone befördert wurde, was zu unnötigen Einwürfen oder Eckbällen des Gegners führte, bzw. durch das Abfangen der hohen Bälle an der Mittellinie durch den Gegner ein direkt folgender neuer Angriff mit erneuter Torgefahr eingeleitet wurde.

    Als Zuschauer hatte man stets Sorge, dass dieses nicht bis zum Spielende funktionieren würde und hat mehr auf die Uhr als auf das jeweilige Spielgeschehen geschaut, mit dem Gedanken: „Wann ist denn endlich Schluss, das geht nicht mehr lange gut!“ Ein Umstellen des Systems auf ein souveränes Defensivspiel zwecks Kontrolle des Spiels hat dieser Kader seitens des Trainerteams leider nicht implimentiert bekommen. Sh. etwa Zitate des Trainers: „Das ist nicht unser System, das können andere Mannschaften besser!“ Oder: „Das wird es mit mir nicht geben, solange ich hier Trainer bin!“ Alternativlos galt jeweils nur die Patrole: „Offensive total, koste es, was es wolle!“

    Daraus resultieren auch die vielen, aus der Not geborenen Fouls, mit dem Folgen von farbigen Karten und Sperren, Freistößen und Strafstößen mit Torerfolgen des Gegners und Niederlagen, die zweifelsfrei dafür verantwortlich zeichnen, dass der SC Preußen Münster 06 nunmehr im Freien Fall auf den letzten Platz der Tabelle abgerutscht ist.

    Die zweifelsfrei vorhandenen menschlichen Qualitäten des Herrn Alexander Ende reichten nicht aus, um in der 2. Bundesliga erfolgreich zu überleben, in der leider mit allen legalen und illegalen Methoden gearbeitet wird, um am Spielende den Fußballplatz möglichst als Sieger zu verlassen. Nicht umsonst wurde u. a. auch deshalb das VAR-System eingeführt, was leider immer wieder zum Einsatz kommt und zu den oftmals unerträglichen Verzögerungen und auch zu manchmal seltsamen Entscheidungen führt, die niemand nachvollziehen kann.

    Ich wage es zu bezweifeln, ob es nunmmehr auf den letzten Drücker durch einen „Heilsbringer“ noch möglich ist, diesen verunsicherten Kader innerhalb von zwei Wochen erfolgreich auf Kurs zu bringen, um den Verbleib in der zweiten Liga zu sichern!

    Die Hoffnung stirbt ab zuletzt, denn alles andere wäre wie schon oft propagiert: „Eine Katastrophe!“

    Also: „Auf geht’s Preußen“

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