Isländer und Fußballgott! Ersehnter Heimsieg gegen Regensburg
Ein Isländer und ein Fußballgott: Der SC Preußen Münster warf am Samstag alles in die Waagschale und belohnte sich nach drei brutal schmerzhaften Niederlagen mit dem ersehnten 2:0-Heimsieg gegen den SSV Jahn Regensburg. Mindestens bis Sonntag springt der SCP damit wieder über den Strich. Weil Ulm sein Heimspiel nicht gewann, sind es nun fünf Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.
Am Ende war es ein emotionaler Sieg. Ein Sieg, der sich ein bisschen nach Jubeljahren 2023 und 2024 anfühlte. Freistoß Lorenz, Kopfball Scherder, Tor! Das hatten alle lange vermisst, aber da war es wieder, dieses Preußengefühl. Und es war sicher kein Zufall, dass dieses Tor etwas mehr bejubelt wurde als andere.
Angesichts so vieler Ausfälle hatte sich Regensburg sicher etwas in Münster ausgerechnet. Und in der Anfangsphase war der Jahn auch nicht schlecht unterwegs. Nein, richtige Chancen ließ der SCP nicht zu. Aber irgendwie wirkte der Gast etwas beweglicher, aktiver.
Schiri Felix Prigan zückte auch früh Gelbe Karten – auch für Etienne Amenyido. Und weil der anschließend in zwei weitere kleine Fouls verwickelt war, hob der Schiedsrichter bereits mahnend die Hand. Und Sascha Hildmann ließ die Wechseltafel hochhalten. Amenyido musste nach 35 Minuten runter, für ihn kam der Isländer Holmbert Fridjonsson, dessen Stunde sonst eigentlich eher tief in der zweiten Halbzeit schlägt.
Wofür es gut war? Nun: David Kinsombis Zuspiel nahm Fridjonsson sieben Minuten nach seiner Einwechslung prima an, drehte sich um den Gegenspieler und stocherte den Ball dann ins Netz. „Ich habe mich schon gewundert, wie viel Zeit ich dafür hatte“, meinte er später lachend. Tatsächlich musste Fridjonsson wirklich etwas warten, ehe ihm der Ball passend auf den Fuß fiel – aber irgendwie schaltete Regensburg nicht. Gut für den SCP, der mit 1:0 führt.


Erst einmal war dieser Sieg gegen einen direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf enorm wichtig. Das altes Simon per Kopf getroffen hat finde ich richtig toll, aber das Kopfballspiel was schon immer seine Stärke. Auch der erste Treffer von Holmbert Fridjonsson“Berti“ war sehenswert. Vielleicht sollte unser Trainer mal darüber Nachdenken“Berti“ von Anfang an zu bringen. Dass er nicht nur mit dem Kopf spielen kann, sondern auch mit den Füßen hat er gestern bewiesen.