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Bautagebuch 38: Unter der Ost geht es voran

Bautagebuch 38: Unter der Ost geht es voran
Das LVM-Preußenstadion Mitte Januar 2026. Blick unter die Osttribüne.

Wann exakt die neue Osttribüne, die im Volksmund wohl eher die Ostkurve bleiben wird, nutzbar ist, bleibt vorerst noch offen. Zu viele Einflüsse spielen in diese Frage herein, als dass ein exakter Termin genannt werden könnte. Vielleicht klappt’s im Laufe der Rückrunde, offiziell aber zum Start der kommenden Saison. So formulierte es zuletzt die Stadt Münster. 

Dass auf der Baustelle im Osten kräftig gearbeitet wird, lässt sich aber leicht erkennen. Nach der Winterpause wurde die Dachkonstruktion weitgehend fertiggestellt – inklusive der Vorbereitung für die zweite Videoleinwand und auch der sogenannten Technikbühne, die für die Akustik-Anlage benötigt wird. Ebenfalls zu sehen ist die Installation für die etwa ein Meter hohe künftige „Blende“ am Dachrand. Sie wird künftig vom Osten über die neue Nord bis zum Gästeblock reichen und Werbebanden aufnehmen. Im Osten möglicherweise nur bedingt oder gar nicht – hier ist angedacht, ob nicht auch der längst ikonische Name der Fiffi-Gerritzen-Kurve einen Platz finden könnte. 

Aufmerksame Beobachter haben zudem festgestellt, dass im Osten der schwere Betonblock fehlt, auf dem gegenüber im Westen die Hintertorkamera montiert wurde. Ein Fehler ist das nicht: so eine Kamera ist in der 2. Bundesliga nicht vorgesehen oder notwendig. Daher fehlt sie hier. 

Raupenkran ist weg

Am Montag ging es erst einmal nicht mit sichtbaren Arbeiten an der Tribüne weiter – sondern mit einem Abbau dahinter. Der schwere Raupenkran wurde demontiert, der Rest der Anlage kann von „normalen“ Autokränen viel besser und flexibler erledigt werden. So war es auch gegenüber bei der Westtribüne. Vielleicht wird es ein drittes Wiedersehen geben, sobald die Nordtribüne in die Höhe gebaut wird. Der Abriss der heutigen Gegengerade wird wohl, das ist zumindest der Plan, in der Sommerpause begonnen. Voraussetzung dafür ist, dass die Ostkurve nutzbar ist. Und damit das gelingt, wird parallel gearbeitet. Oben waren zuletzt die Stahlbauer beschäftigt, unten ging es um den Innenausbau. 

Derzeit im Blick: Die WC-Anlagen. Sie sind bereits jetzt in Teilen vormontiert – Ableitungen und Installationen sind in einigen Räumen schon zu erkennen. Auf der Ost wird es dann im nächsten Schritt darum gehen, das Dach zu decken.

Eine Etage darüber, auf dem Dach der tiefergelegten WC-Anlagen, sind die Flächen abgedichtet worden. Hier entsteht zusätzlicher Aufenthaltsbereiche für Fans. Nicht vergessen: Im Osten finden irgendwann einmal weit über 8.000 Fans Platz. Und die brauchen etwas mehr Bewegungsraum als unter der Westtribüne. Daher wirkt die künftige Ostkurve auch etwas luftiger „untenrum“. 

Auf den Kiosken (wie im Westen oberirdisch) erfolgt derzeit die Abdichtung. Spannende Frage: Wie geht es dann mit dem Südost-Eckgebäude weiter? Vorbereitende Arbeiten haben längst stattgefunden, aber der Platz ist eng und noch steht dort ein Flutlichtmast, der erst abgebaut werden muss. Im Gespräch ist, Flutlicht unter der Ost anzubringen, um das Licht vom Mast zu ersetzen. Mal schauen, wie das klappt. 

Hubsteiger im Westen

Längst gewohntes Bild ist, dass zwischen zwei Heimspielen die LED-Banden vor der West- und Osttribüne geräumt werden. Hier geht es darum, Platz zu schaffen für die Hubsteiger. Im Westen soll nun auch das Gerüst für die Dachbanden installiert werden, daher braucht es erneut Platz.

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