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KI fantasiert Preußen Münster auf Platz 12

KI fantasiert Preußen Münster auf Platz 12
Testspiel-Doppelpack gegen den FC Southampton. Die Mannschaft des SCP.

Die Zeiten, in denen Fans am Tresen oder auf dem Sofa darüber rätseln mussten, wie wohl der SC Preußen Münster in der Saison oder wenigstens im nächsten Spiel abschneidet, sind vorbei. Heute erledigt das die „Künstliche Intelligenz“. Der Sender „MagentaSport“ hat eben diese angeworfen und die Abschlusstabelle der 3. Liga 2026/2027 ermitteln lassen.

Und die KI hat geliefert. Die Wahrscheinlichkeitsmaschine hat den SC Preußen großzügig auf Platz 12 der 3. Liga gesetzt. Am Ende mit gerade neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den laut KI Großaspach belegt. Als Absteiger gelten demnach auch Havelse sowie die beiden Zweitvertretungen von Stuttgart II und Hoffenheim II.

Aufsteiger sind laut KI in dieser Reihenfolge Düsseldorf, Rostock – und Essen belegt erneut den Relegationsrang 3. Zu den Topteams gehören auch noch Saarbrücken, Duisburg und Aachen.

Wiesbaden, Münsters erster Gegner, landet übrigens auf Platz 7. Sagt die KI. Fragt man die Online-Wettbude „Kickform“, so dürfte der SC Preußen zumindest am 1. Spieltag die deutlich besseren Karten haben. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 61 Prozent werde der SCP einen Auswärtssieg einfahren. Man ahnt schon, was für ein hanebüchener Unfug mit Quoten und KI getrieben wird.

„Wundertüte“

In den „Westfälischen Nachrichten“ heißt es, der SC Preußen sei ein bisschen „Wundertüte“ – und das ist noch am ehesten die richtige Beschreibung. Der Kader ist zwar weitgehend voll, aber enthält so viele Unwägbarkeiten, dass sich keinesfalls irgendeine Tendenz abzeichnet. Zum Start stehen zwei Spieler mit Nachwehen ihrer Kreuzbandrisse im Kader – von denen keiner in den kommenden drei, vier Wochen ernsthaft für erste Spielminuten in Frage käme. Simon Scherder beispielsweise rechnet erst mit einem vollen Einstieg nach der ersten Länderspielpause im September.

Zurück zu „MagentaSport“: Den Prompt zu kennen, wäre mal spannend. Denn die KI kann entgegen landläufiger Meinung nicht „denken“. Sie kann Wahrscheinlichkeiten berechnen – und ansonsten fröhlich abschreiben. Wenn man ihr die Trainerumfrage der 3. Liga servier, wird sie dies zur Grundlage nehmen. Und daher ist es auch keine Überraschung, dass die Favoriten der Drittliga-Trainer auch in der KI-Tabelle weit oben stehen. Alle schreiben voneinander ab. Originell ist das allerdings nicht. Es ist eher ein alberner Zeitvertreib, aber die Wahrheit liegt auf dem Platz.

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