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Premiere für die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve

Premiere für die neue Fiffi-Gerritzen-Kurve
Eröffnung der Fiffi-Gerritzen-Kurve.

Ein kleiner Gänsehaut-Moment war es schon, als Stadionsprecher Martin „Kerni“ Kehrenberg erstmals die Fans auf der neuen Fiffi-Gerritzen-Kurve begrüßte. Es wurde schon einmal laut und zumindest bekam man eine Ahnung davon, was dann unter echten Spielbedingungen in der Liga möglich sein kann. Ganz ohne Ruckeln verlief die offizielle Eröffnung nicht.

Erstmals nahmen die Fans Platz – Pardon: standen die Fans auf ihren neuen Plätzen in den Block O1, O2 und O3. Rund 6.500 waren es wohl am Samstag. Im Ligabetrieb sollen es in der Saison bis zu 6.900 Fans werden. Irgendwann in 2027, wenn auch die Ecken geschlossen sind, werden es rund 8.700 Fans werden.

Es wird ein bisschen dauern, ehe alle ihre Plätze einigermaßen gefunden haben und sich alles eingespielt hat. Normal auf einer neuen Tribüne.

Richtig stimmungsvoll wird die neue „schwarz-weiß-grüne Wand“ erst, wenn die Liga begonnen hat. Beim Test gegen Southampton gab es noch keinen organisierten Support – Testspiel eben. Daher entfaltete die FGK noch nicht die Wucht, die auf ihr entstehen kann.

Zu sehen war deutlich, dass der neue Caterer seine Abläufe noch nicht sauber bekam: Lange Wartezeiten, zu wenig Personal, teilweise fehlten Becher, nicht überall waren alle angebotenen Speisen verfügbar – das waren die ersten Rückmeldungen der Besucher der neuen FGK. Aber genau dafür gibt es ja solche Testläufe. Idealerweise wird schon das erste Liga-Heimspiel gegen Ingolstadt deutlich strukturierter ablaufen. Zumal der Caterer, die Stadionwirte, seine ersten eigenen Erfahrungen mit der technischen Infrastruktur noch machen muss. Das Catering kennt der Anbieter zwar aus Osnabrück, doch dort ist die Ausstattung (zumindest aktuell) deutlich weniger modern und Erfahrungswerte mit der neuen Kurve fehlen noch.

Die neue Preußencard für die Zahlungsabwicklung scheint indes zu funktionieren. Mindestens zehn Euro werden auf die Plastikkarte geladen, damit kann dann bargeldlos gezahlt werden. Per Girokarte und/oder via Apple Pay oder Google Pay geht es natürlich auch. Welten liegen zwischen den Möglichkeiten in der neuen FGK und der alten Ostkurve…

Klar ist auch: Die Wege sind deutlich länger. Wer weiter oben steht auf der Kurve, muss erst tief runter, dann die Tribüne unterqueren und sich dann anstellen. Auch deswegen wurden die 1-Liter-Becher eingeführt. Und deswegen will der SCP auch an zwei oder drei Stellen oben auf der FGK mobile Versorgungsstellen für Getränke einrichten. Dann werden die Wege wenigstens für Getränke kürzer ausfallen.

Ein paar Themen stehen noch aus: In der vergangenen Woche gab es eine erste „Fahnenprobe“ auf der FGK. Wo hängen oben unter dem Dach bzw. hinter der letzten Reihe die einzelnen Fanclub-Banner? Das muss alles sauber organisiert werden, aber darauf hat die aktive Szene einen guten Blick. Für eben diese steht noch eine weitere Probe bevor, in den die Zaunfahnen unten platziert werden.

Kein ganz einfaches Thema, denn auch in Münster gilt: Die Fluchttore zum Innenraum dürfen nicht mit Bannern verhängt werden. Sie müssen im Notfall schnell geöffnet werden können. Das wird noch einiges an Arbeit erfordern, um hier die richtigen Ideen zu entwickeln…

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