Osttribüne wird offiziell „Fiffi-Gerritzen-Kurve“
Hinter den Kulissen wurde in den vergangenen Tagen eifrig gepinselt – und praktisch nichts dran davon nach außen. Auch, weil die Webcam die Osttribüne im LVM-Preußenstadion gar nicht mehr zeigt. Jetzt zeigte der SC Preußen Münster aber ganz offiziell, was dort entstanden ist: Aus der Osttribüne wird die „Fiffi-Gerritzen-Kurve“.
Die Besonderheit dieser Tribüne ist schon länger bekannt: In Absprache mit Fans, Klub und Sponsoren wird die neue Kurve völlig werbefrei bleiben. Keine Werbung auf der Dachblende, keine Werbung vor den Tribünen, keine Werbung darauf. Fankultur pur, sozusagen.
Irgendwann, vermutlich ab Ende 2027, kann die neue Kurve rund 8.700 Zuschauer fassen. Bis dahin bleibt es bei etwas weniger als 7.000 Fans – dich auch die werden mutmaßlich für bisher ungeahnte Lautstärke und ungewohnte Ansichten sorgen.
Zur Saisoneröffnung am 1. August kann die neue Kurve erstmals genutzt werden. Dann unter dem neuen Namen.
Der SC Preußen schreibt dazu noch: Bereits 2013 wurde die Bezeichnung „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ in Absprache mit der Familie Gerritzen seitens der Fanszene für das neu geschaffene Stimmungszentrum im damaligen Block N etabliert. Der Name entwickelte sich über Jahre hinweg zu einer festen Institution und steht seitdem symbolisch für das Zusammenwachsen der gesamten Kurve. Nun wird dieser Name dauerhaft und sichtbar im neuen LVM-Preußenstadion verankert. Zum einen auf den Stehplätzen selbst, auf denen der von Fans gestaltete Schriftzug bereits die Blöcke O1, O2und O3 ziert. Zum anderen auf der zukünftig installierten Dachblende, die wie die gesamte Tribüne werbefrei bleiben wird. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Fiffi-Gerritzen-Kurve und ein Ausdruck lebendiger Fankultur. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Idee von der AG Preußenstadion, die den Vorschlag bereits 2020 einbrachte. Die LVM-Versicherung, Exklusivpartner des SCP und Namensgeber unserer Spielstätte, verzichtet auf eine werbliche Präsenz auf der Tribüne.
Die erheblichen Einnahmeverluste, die mit dem Verzicht auf eine kommerzielle Vermarktung der Fiffi-Gerritzen-Kurve einhergehen, werden durch einen im Ticketpreis inbegriffenen Solidaritätsbeitrag zumindest teilweise aufgefangen. Der „Kurventaler“, so die offizielle Bezeichnung, ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs mit Fanvertretern. Auf diese Weise bleibt die Identität der Fiffi-Gerritzen-Kurve erhalten, während zugleich gemeinsam Verantwortung für die wirtschaftliche Stabilität des SC Preußen Münster übernommen wird.


