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Ole Kittner: „Brauchen niemanden, der die Jungs jetzt anschreit“

Ole Kittner: „Brauchen niemanden, der die Jungs jetzt anschreit“
Ole Kittner vor dem Spiel gegen Magdeburg.

Die erste Hoffnung hat sich zerschlagen. Kieran Schulze-Marmeling konnte das Wunder aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Diesmal landete der SC Preußen Münster nach der Trainerfreistellung brutal auf dem Hosenboden. Das wird auch Einfluss haben auf die Trainersuche. Dazu nehme Sportgeschäftsführer Ole Kittner nach der Partie gegen Magdeburg Stellung.

Feuerwehrmann? Oder einer, der schon mit Blick auf die kommende Saison einsteigen kann? Der SC Preußen Münster denkt über verschiedene Szenarien nach. „Wir haben einen Plan B und C“ – so formulierte es Ole Kittner nach dem Spiel etwas vage. Mit so kurzem Abstand zum Spiel wollte er zwar nicht in Detailfragen einsteigen, aber dass der SC Preußen Münster „zeitnah“ eine Entscheidung treffen werde, das sagte er dann schon. Noch am Sonntagabend setzte er sich mit dem Sport-Team um Jan Uphues und David Niehues zusammen und sprach über eben diese Pläne.

Kittners grundsätzliche Erkenntnis: „Wir haben nicht das Problem, dass die Jungs nicht wollen. Wir haben auch kein Problem damit, dass ein Trainer die Mannschaft nicht erreicht“, betonte er. Damit schloss er eine Art „Feuerwehrmann“ aus. „Wir brauchen jetzt niemanden, der die Jungs anschreit“, meinte er griffig. Eher schaue man aktuell, was dem Team derzeit helfe. Und der Typ “ Feuerwehrmann“ sei das derzeit nicht.

Also: Es muss jemand her, der mindestens mit Saisonende, vermutlich auch darüber hinaus hilft, den SCP neu aufzustellen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der 3. Liga. „Das müssen wir ausbalancieren“, beschrieb Kittner am Sonntag.

Gleichzeitig betonte Kittner erneut, dass der gute Saisonstart sicher Hoffnungen geweckt habe. „Der Eindruck aus der Hinrunde war dann die Referenz“, so der Geschäftsführer. „Die Wahrnehmung, dass es ein leichtes Jahr werden könnte, das wir oberhalb der Abstiegszone absolvieren könnten, ist dann von außen entstanden.“ Intern dagegen sei vom ersten Tag an klar gewesen, dass man gegen den Abstieg spielen werde. „Wir hatten in der Hinrunde eine sehr gute Phase. Das war legitim, dann auch nach vorn zu schauen“, so Kittner. Man wolle sich ja immer weiterentwickeln, das könne man im Rückblick nicht als Fehler auslegen.

Und nun? Nach Lage der Dinge wird der SCP nach dem Spielersatztraining im Montag sehr schnell eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht. Das immerhin bestätigte Ole Kittner dann auch so. Die Länderspielpause könnte dabei helfen, dem neuen Trainer eine Eingewöhnungszeit zu geben.

6 thoughts on “Ole Kittner: „Brauchen niemanden, der die Jungs jetzt anschreit“

  1. Herr Kittner klingt (sofern die Aussagen im Artikel stimmen) ähnlich wie Lars Klingbeil heute zum Wahlausgang im Rheinland-Pfalz. Riesenpleite, aber echte Selbstkritik nullkommanull. Etwa zum fast schon „scientologyartigem“ Festhalten an der Ende-Raute, auch als diese schon im Trümmern lag. Irgendwie hatte für mich die ganze Saison (incl. Presseberichterstattung; preussenjournal weitgehend ausgenommen) etwas sektenhaftes. Eine Art der Selbsthypnose und Realitätsverweigerung. Kann mir nicht erklären, wo das herkommt. Andererseits gibt es auch Karma. Z.B. empfand ich die Art und Weise wie Maasjost (Aufstiegspräsident!) weggeekelt wurde widerwärtig, wenn ich an die damalige Pressekonferenz mit Herrn Westermann denke. Zum Fremdschämen. Ähnlich bei Aufstiegskapitano Lorenz. Das hätte man menschlicher und öffentlichkeitsferner regeln müssen. Am Ende passt doch dann alles wieder zusammen. So kennen wir den SCP leider seit Jahrzehnten.

  2. Ich sag hinter dem Alter Ego Guido Feldhaus verbirgt sich der ( Aufstiegspräsident!) Bernward. Vielleicht hat der SCP einfach keinen Bedarf mehr an Segelclub Finanzberatern die sich mit den sportlichen Erfolgen anderer schmücken. Verbitterte Zeilen und kindische Gedanken. Geh Golfen.

    1. Ich schreibe immer unter Klarnamen, das nur nebenbei! Man kann den Präsidenten Maasjost ja kritisieren/ablösen, nur die Art und Weise empfand ich als unmenschlich. Nichts anderes habe ich geschrieben. Gruß Guido

  3. @Guido Feldhaus

    Der AR-Vorsitzende hat Maasjost weit im Voraus berichtet, dass er keine Mehrheit im AR hat. BM hätte einen stilvollen Abschied haben können, hätte er nicht trotzig und medienwirksam reagiert und hätte sich öffentlich zurückgezogen mit Verweis darauf, dass jetzt Jüngere sich probieren sollen. Er hat sich seinen Abschied selbst versaut. Im Übrigen wäre ein Mitgliedervotum über den Präsidenten desaströs für BM ausgefallen.

    1. Das glaube ich Dir/Ihnen sofort, danke für die Info! Trotzdem kann man dann auf der PK dem Ex-Präsidenten dezidiert für Erfolge/seine Arbeit danken und auf mehrfache(!) Nachfragen von verschiedenen Journalisten Antworten geben, was Gründe für die Trennung sind (zumindest diese grob umreissen). So blieb alles völlig nebulös. Ich empfand das als sehr würdelos und schmierig. Wie gesagt, die Trennung an sich mag sinnvoll erschienen sein. Im Rückblick aber auch nicht umbedingt…

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