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Preußen Münster erkämpft sich den ersten Sieg 2026

Preußen Münster erkämpft sich den ersten Sieg 2026
Jubel beim SCP nach dem Sieg in Braunschweig. Foto: IMAGO / Darius Simka

Was für eine Erleichterung! Am Sonntagnachmittag trotzte der SC Preußen Münster allerhand Widrigkeiten und siegte im direkten Kellerduell bei Eintracht Braunschweig mit 2:1. Es war der erste Sieg seit Ende November und natürlich auch der erste Sieg im Kalenderjahr 2026. Und noch kann man nur ahnen, welche Bedeutung dieser hart erkämpfte Auswärtssieg für den weiteren Saisonverlauf haben wird.

Fakt ist: Mit dem Sieg kommt der SC Preußen nun auf 26 Punkte und erhöhte den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze auf drei Punkte. Parallel verlor Magdeburg gegen Karlsruhe mit 1:3 – damit war der Sonntag schon deutlich mehr nach dem Geschmack der Preußen als noch der Freitagabend.

Übers gesamte Spiel in Braunschweig war der SCP spielerisch das bessere Team, ging aber Braunschweigs kämpferischen Ansatz mit. Genau das ist jetzt auch gefragt. Auf dem Feld zeigte sich das in einem mehr oder weniger ausgeglichenen Spiel, in dem der SCP vielleicht etwas mehr Abschlüsse hatte, dafür Braunschweig aber die gefährlicheren. Yardimc scheiterte frei vor Johannes Schenk (24.) und später köpfte Ehlers über das Preußentor (38.). Die Chance auf die Führung der Gastgeber war da. Und trotzdem jubelte nach 43 Minuten der SCP. Weil sich Bell Bell und Keeper Kastrati mal völlig uneins waren, sprintete Oliver Batista Meier dazwischen, eroberte sich den Ball und schob dann ins leere Braunschweiger Tor ein. Tor? Pustekuchen. Der VAR kassierte den Treffer wegen eines Handspiels von Batista Meier wieder ein. Das ging schon in Ordnung so: Zwar sprang der Ball eher an den Arm des Preußen, aber ohne diese Berührung hätte Batista Meier den Ball vermutlich nicht so kontrollieren können – in jedem Fall hätte jeder Preuße geschimpft, wäre so ein Tor gegen den SCP gefallen.

Durchatmen mussten alle Preußen dann Sekunden vor der Pause, als Nkoa nach einer Ecke zum Kopfball kam – und auf der Linie Marco Meyerhöfer klärte. Das war richtig knapp. Aber mit dem 0:0 ging es also in die Pause.

Spieldaten:

Rein in die zweite Halbzeit. Und die startete mit Vorteilen für Braunschweig. Und mit dem ersten echten Tor der Partie. Nach 56 Minuten verwandelten die Gastgeber einen Eckball per Kopf zum 1:0. Torschütze? Lukas Frenkert, natürlich, wer sonst. Der Ex-Preußen verzichtete auf Jubel, freute sich eher nach innen. Und um den SC Preußen musste man nun fürchten.

Trainer Alexander Ende reagierte schnell, brachte Shin Yamada und Marcel Benger für den nicht fitten und nicht griffigen Marvin Schulz und Rico Preißinger, ein paar Minuten später auch Charalambos Makridis und Oscar Vilhelmsson (!) für Imad Rondic und Marco Meyerhöfer. Volle Pulle nach vorn, bedeutete das.

Direkt auf diesen zweiten Wechsel folgte ein guter Angriff des SCP, bei dem Jano Ter Horst über rechts durchging, den Ball zurücklegte auf Jorrit Hendrix. Dessen Direktabnahme landete im langen Eck – das 1:1 nach 71 Minuten! Der SCP war wieder da.

Nur vier Minuten später bekam der SCP einen Freistoß zugesprochen. Den trat dann Oliver Batista Meier – und wie! In die Torwartecke rein, mit voller Kraft. Kastrati war noch dran, verhinderte den Einschlag nicht. Ein Freistoßtor! Dass es so etwas überhaupt noch gibt beim SCP!

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Braunschweig warf natürlich jetzt vieles nach vorn, aber richtig gefährlich wurde kaum etwas. Eigentlich gar nichts. Dass es am Ende noch spannend wurde, lag an Paul Jaeckel. Der griff nach 88 Minuten zu einem gelbwürdigen Foul, aber weil er schon verwarnt war, flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Die letzten Minuten plus rund sechseinhalb Minuten Nachspielzeit spulte der SCP in Unterzahl runter. Es gelang, die Eintracht wurde nicht mehr gefährlich. Dann war Schluss und alles war Erleichterung.

Tabelle 34. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 34217650:311970
2.)SV Elversberg 34197864:382664
3.)SC Paderborn 07 34188859:451462
4.)Hannover 96 341612660:441660
5.)1. FC Kaiserslautern 341641452:47552
6.)SV Darmstadt 341312956:451151
7.)Hertha BSC 341491147:44351
8.)1. FC Nürnberg 3412101247:45246
9.)VfL Bochum 3411111249:47244
10.)Karlsruher SC 341281453:64-1144
11.)Dynamo Dresden 341181554:53141
12.)Holstein Kiel 341181544:48-441
13.)Arminia Bielefeld 341091553:51239
14.)1. FC Magdeburg 341231952:58-639
15.)Eintracht Braunschweig 341071736:54-1837
16.)SpVgg Greuther Fürth341071749:68-1937
17.)Fortuna Düsseldorf 341141933:53-2037
18.)SC Preußen Münster346121638:61-2330

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.

3 thoughts on “Preußen Münster erkämpft sich den ersten Sieg 2026

    1. Das müsste Marc Lorenz beim 4:1 gegen den 1. FC Saarbrücken in der Saison 23/24 – wenige Spieltage vor Ende der Saison – zum 2:0 gewesen sein. Einen Spieltag zuvor hat er noch eine Ecke direkt beim legendären 5:3 bei Viktoria Köln verwandelt.

      1. Ich muss mich korrigieren. Das 2:0 gegen Saarbrücken war kein direkt verwandelter Freistoß. Laut transfermarkt.de war es dennoch Marc Lorenz, der am 26. Spieltag der Regionalliga West Saison 2022/23 beim SV Rödinghausen zum zwischenzeitlichen 2:1 traf (Endstand 2:2).

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