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1:2-Niederlage: Preußen Münster verpatzt auch das Düsseldorf-Spiel

1:2-Niederlage: Preußen Münster verpatzt auch das Düsseldorf-Spiel
Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Ganz später Jubel bei Düsseldorf.

Diese 1:2-Heimniederlage schmerzt, sogar ein bisschen mehr als andere, weil der Gegner bisher kaum in Fahrt gekommen war. Und doch jubelte am Mittwochabend nur Fortuna Düsseldorf, während der SC Preußen Münster nun in der Tabelle langsam weiter durchgereicht wird. Mittelmaß eben, aktuell auch mit absteigender Tendenz, denn seit nunmehr vier Spielen ist der SCP ohne Sieg.

Thomas Wörle wechselte nur einmal im Vergleich zum Heimspiel gegen Essen. Nicht freiwillig, denn Philipp Maier meldete sich erkrankt ab, für ihn rückte Rico Preißinger ins Team. Und das zog sich gegen Fortuna von Beginn an ganz, ganz weit zurück. Offensichtlich war das auch die Vorgabe, denn Münster räumte die Hälfte der Düsseldorfer vollständig und ließ die Fortuna gewähren. So bildete sich ein Spiel, in dem die Gäste gefühlt an jedem Ort auf dem Platz in Überzahl waren, immer wieder in gefährliche Situationen kamen – in dem Münster aber defensiv auch leidenschaftlich verteidigte.

Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Choreo zum Spielbeginn.

So viele starke Ansätze der Gäste verpufften, weil der SCP letztlich noch immer ein Bein dazwischen bekam. Aber für die Zuschauer fühlte sich das leider auch wie eine andere Welt an. Nach dem couragierten Auftritt gegen Essen wirkte das nämlich wie eine Rückentwicklung. Ansehnlich war es jedenfalls nicht.

Aber die Null stand – und genau das sollte, musste jetzt auch die Marschroute sein. Die wenigen Chancen, die auf Düsseldorfer Seite gefährlich wurden, ließen sich an zwei Fingern abzählen. Müllers Schuss aus der Distanz verfehlte das Preußentor knapp, kurz vor der Pause galt das auch für den Schuss von Wekesser. Jorrit Hendrix, der schon während des Spiels Pfiffe abbekam, hatte ein, zwei Abschlüsse auf seiner Seite, aber glücklicherweise völlig ohne Genauigkeit.

Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2.
Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Samuel Althaus am Ball.

Die defensive Arbeit führte aber zu einem vollständigen Erliegen jeder Offensivaktion. Ja, da gab es eine Handvoll Szenen, in denen der SCP mal nach vorn spielte, aber nein: Für das Düsseldorfer Tor entstand keinerlei Gefahr.

Die beste Nachricht war das 0:0 zur Pause, das zumindest alle Chancen offen ließ.

Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Marcel Benger wurde mit Pfiffen empfangen.

Ohne Wechsel ging der SCP die zweite Halbzeit an. Alexander Ende brachte Marcel Benger, dessen Name auf der Anzeigetafel mit Pfiffen bedacht wurde. Die verwandelten sich in Jubel, als ein Angriff über Ndikom zum 1:0 führte. Seine Flanke in die Mitte landete (wohl noch abgefälscht) auf dem Kopf von Felix Higl, der zur Führung traf (53.) – und diesmal war es nun wirklich sein Tor, anders als noch das 2:0 gegen Essen.

Spieldaten:

Eine Führung in so einem Spiel? Das sollte doch alle Weichen in Richtung Heimsieg stellen, oder? Nun ja. Denn Düsseldorf erhöhte natürlich den Druck. Slimanis Querpass vor das Preußentor wurde von Antonio Tikvic in höchster Not direkt vor der Linie geklärt. Da lag der schnelle Ausgleich schon in der Luft. Den gab es dann zwei Minuten später, als erneut Slimani den Ball wieder vor das Preußentor brachte. Dort war Andreas Müller sehr frei und schob zum 1:1 ein. Niemand aus der Abwehr des SCP war da auch nur in der Nähe, Rico Preißinger lief nur nebenher – das war so einfach, so billig.

Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Felix Higl (verdeckt) trifft zum 1:0.
Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Hier scheiterte Joshua Mees.

Natürlich passte das 1:1 zum Spiel, aber erneut schenkte der SCP durch defensive Unaufmerksamkeit eine Führung ab. Hätte die aber durch den eingewechselten Joshua Mees wieder herstellen können. Der steuerte nach 75 Minuten von links Richtung Düsseldorfer Tor, hatte die Chance zum Abschluss, doch der Ball versprang ihm noch leicht, irgendwie bekam Keeper Lord seinen Körper vor den Ball – das war es dann mit der Chance.

Das Gefühl war: Beide Teams riskierten in der Schlussphase nicht mehr alles, lauerten aber auf den Lucky Punch. Den gab es auch noch, leider auf der falschen Seite. Im eigenen Ballbesitz verlor der SCP nach 92 Minuten Ball und Kontrolle. Bouchamas Zuspiel setzte Hottmann in Szene, der nahm Tempo auf. Preußens Restverteidigung, im Grunde war das nur noch Torge Paetow, verlor erst den Gegenspieler, dann den Halt. Hottmann war damit frei durch, umkurvte Morten Behrens und hatte dann auch noch sehr viel Zeit, um den Ball aus ganz spitzem Winkel an Tikvic vorbei ins lange Eck zu schieben. Dass Münster sich so ein Tor fing, war bitter. Dass dieser Treffer aus dieser ungünstigen Position nicht verhindert wurde, war eher unverständlich.

Das Spiel war damit verloren, ausgerechnet der so erfolglose Alexander Ende durfte in Münster jubeln. Ein gebrauchter Abend und irgendwie auch kein Mutmacher für die kommenden Aufgaben.

Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf 1:2. Enttäuschung nach Abpfiff.
Tabelle 9. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)MSV Duisburg980126:111524
2.)FC Viktoria Köln961226:131319
3.)RW Essen953118:12618
4.)FC Hansa Rostock943217:17015
5.)1. FC Saarbrücken942321:16514
6.)Fortuna Düsseldorf942310:10014
7.)TSG Hoffenheim II941418:14413
8.)SV Waldhof Mannheim941416:14213
9.)SC Preußen Münster933316:18-212
10.)SC Verl933314:17-312
11.)VfB Stuttgart II932416:18-211
12.)Alemannia Aachen932413:16-311
13.)SV Wehen Wiesbaden932412:15-311
14.)FC Ingolstadt932412:15-311
15.)Fortuna Köln92438:10-210
16.)SV Meppen931511:16-510
17.)SSV Jahn Regensburg923420:1919
18.)SG Sonnenhof Großaspach92349:16-79
19.)Würzburger Kickers922513:19-68
20.)TSV Havelse912612:22-105

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 3. Liga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga. Die Klubs auf den Plätzen 17 bis 20 steigen direkt in die Regionalliga ab.

One thought on “1:2-Niederlage: Preußen Münster verpatzt auch das Düsseldorf-Spiel”

  1. mir kommt das Spiel fast schon zu gut weg. Die unzähligen Ballverluste im eigenen Vorwärtsgang sollten erwähnt bleiben. Wie lang war die längste Ballbesitzphase von Münster mal? Ein paar Sekunden? Dann alles durch Ungenauigkeiten und technisches Unvermögen bei der Annahme oder dem Abspiel zunichte gemacht.
    Das Spiel war leider einfach schlecht.

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