Verdienter MSV-Sieg? Trainer uneins in der Bewertung
So richtig Lust hatte Dietmar Hirsch nach der Partie eigentlich nicht, sich um sportliche Themen zu kümmern. Der Eindruck des Notfalls auf der Ost wirkte noch etwas nach, das war zu spüren. Und so galten Hirschs erste Worte dem Betroffenen. „Ich hoffe, es wird alles wieder gut. Ich fand es sehr respektvoll, dass sich beide Fanlager in einer hitzigen Schlussphase so ruhig verhalten haben. Im Namen unseres Vereins alles Gute“, meinte Hirsch.
Dann wandte er sich doch dem Spiel zu – und verwies auf die starke Abwehrarbeit. „Ich glaube, wir haben im ganzen Spiel ganz wenig beziehungsweise gar nichts zugelassen.“ Sicher habe man in der ersten Hälfte die Offensive etwas vernachlässigt, gab Hirsch zu. „In der zweiten Halbzeit haben wir es auch gut verteidigt, aber das eine oder andere Mal offensiv Nadelstiche gesetzt. Und in unserer aktuellen Situation, in der man uns schon eine Krise angedichtet hatte, war es vielleicht ein Brustlöser, dass man einfach mal so aufs Tor geschossen hat“, sprach Hirsch das aus Preußensicht maximal unglückliche 0:1 an.

„Wir haben es danach gut verteidigt und haben die knappe Führung über die Zeit gebracht. Ich denke, das war kein unverdienter Sieg“, so die Bilanz des MSV-Trainers.
Das wollte Thomas Wörle aber so nicht stehen lassen. „Das passt nicht in meinen Augen. Es war ein Spiel, das wenigstens ein 0:0 hergegeben hätte.“ Ja, Duisburg habe gut verteidigt, über die gesamte Spielzeit. Gleiches habe aber für die Preußen gegolten. „Aber wenn es eine Mannschaft gab, die torgefährlicher wurde, dann waren das schon eher wir“, so Wörle deutlich.
Ein verdientes Ergebnis wäre mindestens eine Punkteteilung gewesen. „Aber so ist Fußball, das müssen wir heute so akzeptieren. Es tut aber weh, weil wir schon vieles investiert haben gegen die beste Offensive der Liga.“


Bei allem Respekt, aber dass was der Wörle da Woche für Woche sehen will, hat nichts mit der Realität zu tun. Duisburg spielte einen genauso schlechten Fußball wie Münster, mit dem Unterschied, die schießen zweimal aufs Tor und treffen auch zweimal. Wir dagegen schießen entweder übers Tor oder produzieren Kullerbälle, haben mal wieder nicht eine Torchance aus dem Spiel heraus und 10 Minuten vor Schluss wird die Taktik auf Paetows Einwürfe umgestellt. Ein Offenbarungseid für Wörle und seinen Trümmerhaufen.