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VAR-Sabotage kostet Preußen Münster 15.000 Euro

VAR-Sabotage kostet Preußen Münster 15.000 Euro
VAR-Einsatz im Heimspiel gegen Hertha.

Jetzt ist sie da, die Strafe für die Sabotage des VAR beim Heimspiel des SC Preußen Münster gegen Hertha BSC. Und das DFB-Sportgericht urteilte in diesem Präzedenzfall fast erstaunlich milde. „Nur“ 15.000 Euro werden fällig – auch wenn die Gesamtrechnung wegen Pyrotechnik noch etwas weiter wächst.

Alles in allem ist der SC Preußen 16.800 Euro los für das Heimspiel gegen Hertha Anfang März. Ja, da gab es ein paar „pyrotechnische Gegenstände“, drei an der Zahl. Bei 600 Euro pro Rauchtopf macht das dann 1.800 Euro. So weit, so harmlos.

Etwas mehr Zeit brauchte das Sportgericht, um die VAR-Sabotage zu bewerten. Zur Erinnerung: In der 45. Minute, kurz vor der Halbzeit, kam Herthas Cuisance im Strafraum zu Fall, nachdem Niko Koulis eine Grätsche angesetzt hatte. Zunächst ließ Felix Bickel die Szene laufen, ehe der VAR eine Kontrolle anregte. Doch noch ehe Bickel die Szene am Review-Monitor betrachten konnte, war aus dem Preußen-Block ein Fan gesprungen und hatte ein Stromkabel herausgezogen. Die Folge: Der Bildschirm blieb schwarz, die VAR-Entscheidung auf Elfmeter fiel dann im „Kölner Keller“. Es gab Elfmeter, Fabian Reese traf, es war das 0:1 zu einem denkbar dummen Moment im Spiel.

Kein Standard-Fall

Der DFB selbst schreibt: Vorfälle wie dieser „stellen keinen für eine standardisierte Betrachtung geeigneten Fall“ dar, es musste also sehr individuell entschieden werden. Strafmildernd wertete das Sportgericht, dass die gesamte Szene sehr „dynamisch“ gewesen sei – also alles sehr schnell und unerwartet geschah. Zum anderen sei durchaus ein Ordner anwesend gewesen. Zudem habe der SCP angekündigt, in der Folge das Personal rund um den VAR-Monitor deutlich zu verstärken.

Negativ fiel auf, dass der anwesende Ordner gar nicht reagierte und dass der SCP als Gastgeber insgesamt den Ordnungsdienst nicht sicher genug postiert hatte. Der Vorfall „beeinträchtigte“ das Spiel – und das mag der DFB grundsätzlich nicht.

Dafür fiel die Strafe in Höhe von 15.000 Euro aber erträglich aus. Der SC Preußen hat dem Urteil bereits zugestimmt.

Alle Strafen:

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