Trotz allem: Volles Haus gegen den TSV Havelse
In wenigen Zeilen meldete der SC Preußen Münster am Dienstag, was man durchaus schon vermuten konnte. Der TSV Havelse wird das Gästekarten-Kontingent von knapp 2.000 Sitz- und Stehplätzen in Münster nicht ausschöpfen. Vermutlich wird sich die Zahl der mitreisenden Fans aus dem Raum Hannover in etwa der Region bewegen, die zuletzt auch Ingolstadt bewegte: 97 nämlich.
Die Folge: Der SC Preußen darf wie schon gegen Ingolstadt auch am vierten Spieltag die Sitzplätze für den Eigenbedarf nutzen. Genau 722 zusätzliche Plätze sind das auf der West-Tribüne, die jetzt noch in den freien Verkauf gehen.
Spannender aber: Wer sich gefragt hatte, ob die Fans sich bei Spielen gegen Havelse (und nun angesichts einer herben Niederlage in Köln) vom SCP abwenden könnten, sieht sich positiv überrascht. Denn für das gesamte Stadion sind nur noch etwa 1.000 Karten verfügbar (Stand Dienstag). Am Dienstagmittag waren noch wenige Stehplätze auf der Osttribüne (O2 und O3) sowie wenige Sitzplätze auf der Südtribüne (Block F) erhältlich, wie der SCP schrieb.
Wieder fünfstellig
Damit ist klar, dass auch die zweite Partie der Saison vor knapp 12.000 Zuschauern ausgetragen wird. Das ist ein besserer Besuch als acht Heimspiele in der bis heute letzten Drittliga-Saison 2023/2024. Damals war die Zuschauerkapazität auf knapp unter 13.000 begrenzt – diese Zahl wurde dann im Saisonendspurt mit dem näher rückenden Aufstieg auch regelmäßig erreicht.
Für Havelse ist es das zweite Auswärtsspiel in Folge, in denen ein gut gefülltes Gastgeber-Stadion zu erwarten ist. Beim Spiel in Essen sahen rund 16.500 Zuschauer zu. In den eigenen Heimspielen des TSV sahen zuletzt 750 und 1.050 Zuschauer zu – jeweils in der viel zu großen Heinz-von-Heiden-Arena in Hannover. Die Folge eines andauernden Streits zwischen dem DFB und dem TSV über die Freigabe des Eilenriedestadions, in das rund 5.000 Fans passen und in dem eine viel angenehmere Stimmung möglich wäre.

