Interner Test: Preußen Münster schlägt sich selbst mit 3:0
Die mehrwöchige Spielpause hat der SC Preußen Münster ohne jedes Testspiel verbracht – was eigentlich völlig unverständlich wirkt. Praktisch alle Dritt- und Zweitligisten nutzten die Pause, um im Rhythmus zu bleiben. In Münster gelang das nicht – stattdessen spielte der SCP am Freitagabend ein „internes Trainingsspiel“ gegen … nun ja: sich selbst. Und das gewann der eine Teil des Teams mit 3:0 gegen den anderen.
Gespielt wurde auf dem neuen Rasenplatz des Leistungszentrums, Zuschauer waren nicht zugelassen und vor der Partie war Stillschweigen angesagt. Ein paar zufällige Passanten schauten durch die Zäune, ansonsten war es eben eher ein Trainingsspiel.
Das fand dann auch unter Wettkampf-Bedingungen statt – sogar sichtbar im Schiedsrichterteam, das von Florian Exner angeführt wurde. Der Bundesliga-Referee kommt aus Münster und übernahm die Leitung. Inklusive Gelber Karten für Fouls. Es sollte eben halbwegs seriös sein.
Es fehlten am Freitag natürlich die noch verletzten Spieler Simon Scherder und Marvin Schulz (der Ältere). Auch Oscar Vilhelmsson war nicht einsatzbereit und verfolgte das Spiel wie die anderen in Zivil. Eigentlich völlig rätselhaft, was mit dem Schweden ist.



Die beiden Preußen-Teams wurden bunt gemixt. Die gute Nachricht;: Joshua Mees war wieder am Ball, spielte im grünen Heimdress. Auf der Gegenseite standen Spieler wie Charalambos Makridis, Samuel Althaus oder Wesley Adeh. Unterstützt wurden beide Teams durch U23-Kicker Ben Leiter und Michel Scharlau.
Die Tore fielen für die Mannschaft in den grünen Heimtrikots. Philipp Maier traf kurz vor der Pause zum 1:0. Ryan Johansson erhöhte dann kurz nach dem Wechsel mit 2:0. Bis zum 3:0 dauerte es bis zur Schlussphase – da traf der eingewechselte Mikael Demirhan zum 3:0.

Nach 71 Minuten bekam zudem einer die ersten Einsatzminuten, der so lange zuschauen musste: Malik Batmaz durfte endlich wieder ran. Und er besorgte später noch die Vorlage zum 3:0. Vielleicht beginnt nun die Zeit, in der der frühere so erfolgreiche Stürmer sich langsam wieder an den Spielbetrieb herantastet…

Aufstellungen
SCP 1: Behrens – Paetow, Zeller, Dietrich – Tasov, Maier, Johansson, Rösch – Ndikom (71. Batmaz), Higl, Mees (46. Demirhan)
SCP 2: Harsman – Korte (46. Preißinger), Scharlau, Tikvic – Kolbe, Althaus, Adeh (71. Korte), Varelmann – Schulz II, Stuhlmacher, Makridis
Tore: 1:0 Maier (44.), 2:0 Johansson (49.), 3:0 Demirhan (86.)
Schiedsrichter: Florian Exner

