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Mit Videos: Wieder eine Zeitenwende im Präsidium von Preußen Münster
Zitat von Redaktion am 14. Januar 2026, 20:31 UhrWieder eine Zeitenwende im Präsidium von Preußen Münster
Ja, man darf das schon eine Zeitenwende nennen. Das teilweise neu berufene und deutlich verjüngte Präsidium des Vereins SC Preußen Münster wurde am Mittwoch auch ganz offiziell vorgestellt – und was dabei gesagt wurde, war aufschlussreich und durchaus ein Zeichen für den neuen SC Preußen oder den Verein, der er sein will. Zwei Neue, ein Rückkehrer – und ein gutes Team aus bisherigen Gremienmitgliedern: so will der SCP die nächsten Aufgaben und Jahre angehen.
https://preussenjournal.de/wieder-eine-zeitenwende-im-praesidium-von-preussen-muenster/
Wieder eine Zeitenwende im Präsidium von Preußen Münster
Ja, man darf das schon eine Zeitenwende nennen. Das teilweise neu berufene und deutlich verjüngte Präsidium des Vereins SC Preußen Münster wurde am Mittwoch auch ganz offiziell vorgestellt – und was dabei gesagt wurde, war aufschlussreich und durchaus ein Zeichen für den neuen SC Preußen oder den Verein, der er sein will. Zwei Neue, ein Rückkehrer – und ein gutes Team aus bisherigen Gremienmitgliedern: so will der SCP die nächsten Aufgaben und Jahre angehen.
Zitat von Relic am 16. Januar 2026, 19:38 UhrKeine Frage, die jüngsten Neubesetzungen im Präsidium von Preußen Münster mit Christian Pander an der Spitze fallen in eine Phase, in der der Verein sportlich und strukturell so gut dasteht wie seit Jahren nicht mehr. Aufstiege, gesicherter Klassenerhalt und ein insgesamt sehr positives Außenbild sorgen derzeit für eine Aufbruchstimmung und Euphorie, in der fast jede neue Personalie als weiterer „Coup“ verkauft wird. So erscheint es mir jedenfalls. Andere mögen das anders sehen, was auch vollkommen legitim ist.
Genau hier stellt sich aber für mich die unbequeme Frage, ob sich die neuen Präsidiumsmitglieder in gleicher Weise zur Verfügung gestellt oder wie Christian Pander angeboten hätten, wenn der Verein sportlich am Boden läge, wirtschaftlich wackeln würde oder medial eher mit Skandalen statt mit Erfolgsgeschichten in Erscheinung träte. In einer solchen Lage wäre das Ehrenamt im Präsidium deutlich weniger attraktiv, die Schlagzeilen deutlich unangenehmer und der persönliche „Glanz“ einer Funktionärsrolle merklich geringer.
Auffällig, aber nicht verwunderlich ist m.E. zudem, dass die aktuelle Berichterstattung rund um Preußen Münster überwiegend einseitig positiv gefärbt wirkt, nahezu kritikarm und mit starkem Fokus auf Euphorie, Aufbruch, „mutige Impulse“ und die Strahlkraft eines ehemaligen Nationalspielers an der Vereinsspitze, der, das ist unbestritten, mit großer Souveränität und Expertise ausgestattet ist. Kritische Fragen, insbesondere bezogen auf die Machtbalance zwischen Aufsichtsrat und Präsidium oder möglichen Interessenkonflikten finden jedoch momentan kaum Platz. Gerade in einer Phase des Erfolgs wäre aber eine kritisch-konstruktive Begleitung – und sei es auch nur über die Presse- meiner festen Überzeugung nach eminent wichtig, um Entscheidungen nicht nur im Licht des aktuellen Höhenflugs, sondern auch mit Blick auf Krisenfestigkeit und Nachhaltigkeit einzuordnen. Transparenz und Offenheit gegenüber der immer größer werdenden interessierten Anhängerschaft wären somit gewahrt.
Klar ist jedenfalls, dass die Neubesetzungen im Präsidium, die ich - um hier voreiligen Schlussfolgerungen zuvor zu kommen - im Übrigen ebenfalls sehr begrüße, zu einem Zeitpunkt maximalen Rückenwinds vollzogen wurden. Sicherlich darf und kann man sich über das eine und andere neue Gesicht an verantwortlicher Stelle freuen, aber man sollte sich nicht davon abhalten lassen zu fragen, wie stabil diese Konstellation noch wäre, wenn der Wind einmal von vorne käme.
Keine Frage, die jüngsten Neubesetzungen im Präsidium von Preußen Münster mit Christian Pander an der Spitze fallen in eine Phase, in der der Verein sportlich und strukturell so gut dasteht wie seit Jahren nicht mehr. Aufstiege, gesicherter Klassenerhalt und ein insgesamt sehr positives Außenbild sorgen derzeit für eine Aufbruchstimmung und Euphorie, in der fast jede neue Personalie als weiterer „Coup“ verkauft wird. So erscheint es mir jedenfalls. Andere mögen das anders sehen, was auch vollkommen legitim ist.
Genau hier stellt sich aber für mich die unbequeme Frage, ob sich die neuen Präsidiumsmitglieder in gleicher Weise zur Verfügung gestellt oder wie Christian Pander angeboten hätten, wenn der Verein sportlich am Boden läge, wirtschaftlich wackeln würde oder medial eher mit Skandalen statt mit Erfolgsgeschichten in Erscheinung träte. In einer solchen Lage wäre das Ehrenamt im Präsidium deutlich weniger attraktiv, die Schlagzeilen deutlich unangenehmer und der persönliche „Glanz“ einer Funktionärsrolle merklich geringer.
Auffällig, aber nicht verwunderlich ist m.E. zudem, dass die aktuelle Berichterstattung rund um Preußen Münster überwiegend einseitig positiv gefärbt wirkt, nahezu kritikarm und mit starkem Fokus auf Euphorie, Aufbruch, „mutige Impulse“ und die Strahlkraft eines ehemaligen Nationalspielers an der Vereinsspitze, der, das ist unbestritten, mit großer Souveränität und Expertise ausgestattet ist. Kritische Fragen, insbesondere bezogen auf die Machtbalance zwischen Aufsichtsrat und Präsidium oder möglichen Interessenkonflikten finden jedoch momentan kaum Platz. Gerade in einer Phase des Erfolgs wäre aber eine kritisch-konstruktive Begleitung – und sei es auch nur über die Presse- meiner festen Überzeugung nach eminent wichtig, um Entscheidungen nicht nur im Licht des aktuellen Höhenflugs, sondern auch mit Blick auf Krisenfestigkeit und Nachhaltigkeit einzuordnen. Transparenz und Offenheit gegenüber der immer größer werdenden interessierten Anhängerschaft wären somit gewahrt.
Klar ist jedenfalls, dass die Neubesetzungen im Präsidium, die ich - um hier voreiligen Schlussfolgerungen zuvor zu kommen - im Übrigen ebenfalls sehr begrüße, zu einem Zeitpunkt maximalen Rückenwinds vollzogen wurden. Sicherlich darf und kann man sich über das eine und andere neue Gesicht an verantwortlicher Stelle freuen, aber man sollte sich nicht davon abhalten lassen zu fragen, wie stabil diese Konstellation noch wäre, wenn der Wind einmal von vorne käme.
Zitat von dike77 am 16. Januar 2026, 20:20 UhrDer Wind kam doch schonmal kräftig von vorne als man kurz vor Saisonende SH entlassen hat…
Der Wind kam doch schonmal kräftig von vorne als man kurz vor Saisonende SH entlassen hat…
Zitat von Kleini am 16. Januar 2026, 21:01 UhrEin interessanter Beitrag @relic danke. Grundsätzlich muss man sagen, dass Erfolg halt sexy macht. Wir erleben gerade einen Höhenflug, auf den wir drei Jahrzehnte gewartet haben. Das darf man dann auch genießen. Das da viel auf Euphorie gemacht wird, an mir persönlich geht das vorbei. Wer wie ich lange genug dabei ist, der weiß, dass es auch wieder runter gehen kann und dann ist es vorbei mit Trallafitti. Man dürfte dann gespannt sein, wie nachhaltig dann das "Fansein" in MS und Umgebung ist. Ob der SCP immer noch so viele Mitglieder hat, es immer noch so einen Run auf DK und Tickets gibt usw.
Du hast Recht, in der derzeitigen Situation ist es einfach ein Amt zu übernehmen. Natürlich zeigt sich wahre Führungsstärke erst, wenn es Probleme oder gar eine Krise gibt. Auch diese Momente werden kommen, das wissen Pander und seine Mitstreiter auch. Drücken wir mal die Daumen.
Und die Medien? Ich hatte in all den Jahten das Gefühl, dass uns die WN kritisch sieht. Das penetrante Nachfragen von Heflik auf der PK diese Tage hat mich daran erinnert. Wohlwollend hätte man es mit einer Nachfrage und der klaren Antwort von Westermann akzeptieren können. Aber nein, es musste noch zweimal nachgelegt worden. Auch der Schuth von der Bild wartet doch nur auf die große Story mit einer tollen Headline.
Unser Carsten hier mit seiner Seite ist immer sachlich, euphorisch wenn es angesagt ist, kritisch wenn es notwendig ist. Es ist wohltuend, wie er den SC Preußen begleitet.
Ein interessanter Beitrag @relic danke. Grundsätzlich muss man sagen, dass Erfolg halt sexy macht. Wir erleben gerade einen Höhenflug, auf den wir drei Jahrzehnte gewartet haben. Das darf man dann auch genießen. Das da viel auf Euphorie gemacht wird, an mir persönlich geht das vorbei. Wer wie ich lange genug dabei ist, der weiß, dass es auch wieder runter gehen kann und dann ist es vorbei mit Trallafitti. Man dürfte dann gespannt sein, wie nachhaltig dann das "Fansein" in MS und Umgebung ist. Ob der SCP immer noch so viele Mitglieder hat, es immer noch so einen Run auf DK und Tickets gibt usw.
Du hast Recht, in der derzeitigen Situation ist es einfach ein Amt zu übernehmen. Natürlich zeigt sich wahre Führungsstärke erst, wenn es Probleme oder gar eine Krise gibt. Auch diese Momente werden kommen, das wissen Pander und seine Mitstreiter auch. Drücken wir mal die Daumen.
Und die Medien? Ich hatte in all den Jahten das Gefühl, dass uns die WN kritisch sieht. Das penetrante Nachfragen von Heflik auf der PK diese Tage hat mich daran erinnert. Wohlwollend hätte man es mit einer Nachfrage und der klaren Antwort von Westermann akzeptieren können. Aber nein, es musste noch zweimal nachgelegt worden. Auch der Schuth von der Bild wartet doch nur auf die große Story mit einer tollen Headline.
Unser Carsten hier mit seiner Seite ist immer sachlich, euphorisch wenn es angesagt ist, kritisch wenn es notwendig ist. Es ist wohltuend, wie er den SC Preußen begleitet.

