Fantasielose Trainer-Umfragen in der 3. Liga
Weitgehend fantasielos: Die jährlichen Trainer-Umfragen, die von allerhand Fan- und Medienseiten durchgeführt werden, offenbaren auch in dieser Saison kaum einen Funken Überraschung. Die 3. Liga werde von Düsseldorf, Rostock und Essen dominiert. So sagen es alle Experten und wann hätten die schon einmal falsch gelegen?
Ob nun Medien wie „Reviersport“ oder das Fanportal „liga3-online“ – überall tauchen die gleichen Namen auf. Düsseldorf, einfach weil es Düsseldorf ist. Der Klub ist strukturell eigentlich viel zu groß für die 3. Liga und verfügt trotz extremen Sparprogramms und Abstieg immer noch über ganz andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen als der Rest der Liga. Mit den Neuverpflichtungen, unter anderem der Ex-Preuße Yassine Bouchama und der doch eher enttäuschende Ex-Kapitän Jorrit Hendrix, zeigt die Fortuna an, wo es hingehen soll.
Hansa Rostock mischte im vergangenen Jahr in der Spitzengruppe mit, am Ende reichte es zu fünf in der Tabelle. Rostock gehört damit ganz logisch zu den Favoriten, oder? Gleiches gilt dann für RW Essen, ein Klub, dessen Erwartungen stets überproportional zum Erfolg wachsen. Und nach Platz drei und dem Scheitern in der Relegation steht nun der Aufstieg ganz oben drüber. Außenseiterchancen erhält auch der MSV Duisburg.
Allen Umfragen gemein: Der SC Preußen Münster gilt nicht als einer der Favoriten. Zum einen dürfte das daran liegen, dass der Sportclub selbst sehr zurückhaltend kommuniziert und zunächst eine Stabilisierung nach dem Abstieg erreichen will – was durchaus angebracht ist. Zum anderen ist der Kader der Preußen noch nicht so deutlich fertig, dass man belastbare Aussagen treffen könnte. Einzig Sascha Hildmann (jetzt Jahn Regensburg) nennt den SCP als Teil der Favoriten – aber Hildmann als Rekord-Trainer der Preußen dürfte hier vielleicht als etwas voreingenommen gelten…
Noch alles offen
Sinnvollerweise haben sich einige Klubs dem Ratespiel direkt entzogen, darunter Waldhof Mannheim, Rostock und Essen. Das dürfte auch daran liegen, dass vier, fünf Wochen vor dem Ligastart längst nicht alle Klubs ihre Planungen abgeschlossen haben. Und das hat Einfluss auf den Verlauf der Saison – Beispiel Münster: Hier fehlen noch zwei oder drei Schlüsselspieler, unter anderem für die Außenbahn oder den Angriff. Ob Namen allein belastbare Prognosen ermöglichen, sei ohnehin mal mit Fragezeichen versehen. Gerade der SCP wird mit einiger Sorge darauf schauen, wie nachhaltig einsatzbereit Spieler wie Oscar Vilhelmsson oder Joshua Mees sind, aber auch Rekonvaleszenten wie Malik Batmaz oder Simon Scherder. Mit ihnen verfügt der SCP über Qualität, ohne sie bleiben Fragezeichen.
Anders gesagt: Trainerumfragen sind Sommerpausen-Unterhaltung ohne Überraschungsfaktor. Ein paar Standard-Namen, routinierte Nominierungen, nichts weiter. Genau deswegen sind dann manche Klubs, die am Ende wirklich oben mitmischen, sogenannte „Überraschungsteams“. Das ist dann Fachjargon für alle, die vor der Saison weder Liga noch Klubs einschätzen konnten.
Vermutlich erst zum Herbst hin wird in der Liga sichtbar, wer nun wirklich oben mitmischt. Ab wann wird aus einem völlig umgebauten Team eine Mannschaft? Wann sind Abläufe wirklich vorhanden und erprobt? Erst dann kann sich in der Tabelle zeigen, was wirklich los ist in dieser 3. Liga.
Der Rest ist einfach Kaffeesatzleserei.


Bitte etwas Sinnvolles, wo bleibt bitte die Baucam 2 die Nord ist schon so weit und immer noch keine Nord 2
sollte doch schon zum Abriss da sein !
Info wäre toll ! Danke