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Die Rückkehr des Westfalenpokals

Die Rückkehr des Westfalenpokals
Der Westfalenppkal im FLVA.

Es gibt Fans, die den Westfalenpokal wegen seiner Nahbarkeit schätzen, wegen seiner Kontraste und wegen der Möglichkeit, einmal unbekannte Sportanlagen in der Region zu entdecken. Auf der anderen Seite hängt dem Pokal stets etwas Amateurhaftes an, das liegt in der Natur der Sache. Zwei Jahre lang durfte der SC Preußen Münster in der 2. Bundesliga auf die Ochsentour verzichten, jetzt geht es wieder los.

Der zuständige Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) wird am Montag ab 18.30 Uhr die Spielpaarungen bis einschließlich Viertelfinale auslosen, wie er Verband nun mitteilt. Wie immer geht das im SportCentrum Kaiserau über die Bühne.

Insgesamt 64 Mannschaften aus Westfalen sind qualifiziert, die zunächst in vier regionale Gruppen eingeteilt werden. Diese regionalen Zuschnitte werden aber nur in der 1. und 2. Runde beachtet. Im folgenden Achtel- und Viertelfinale werden die Paarungen ohne weitere regionale Einschränkungen gelost. Grundsätzlich gilt dabei: Alle klassenniedriger spielenden Vereine haben Heimrecht. Die Halbfinal-Paarungen werden zu einem späteren Zeitpunkt separat gezogen, schreibt der Verband.

Unter den 64 Teams sind die beiden Drittligisten Preußen Münster und der SC Verl. Letzterer gewann im Mai das Finale und damit den Titel mit 3:0 gegen die Sportfreunde Lotte. Naturgemäß gelten Münster und Verl als zwei der Favoriten, auch wenn das in diesem Wettbewerb nicht immer viel bedeutet. Der klassentiefste Verein ist in diesem Jahr der A-Ligist SV Blau-Weiß Rixbeck-Dedinghausen aus dem Kreis Lippstadt. 

Für die Preußen sind Stadt-Duelle gegen Münster 08, den 1. FC Gievenbeck oder den TuS Hiltrup möglich.

Frühere Spiele

Das bis heute letzte Pokalspiel auf Verbandsebene war das Halbfinale im März 2024: Die Preußen waren zu Gast bei Arminia Bielefeld und unterlagen nach eigener Führung am Ende mit 4:5 im Elfmeterschießen.

Viele der Gegner der neuen Runde kennt der SCP schon. Lotte, Verl oder Erkenschwick (jeweils sieben Partien) waren Dauergegner in den vergangenen Jahren. Auch Rheine war in vier Partien Gegner des SCP.

Gegen RW Hünsborn gewann der SCP 2022 mit 13:0, in Erkenschwick flog der SCP im September 2022 nach einem abenteuerlichen „Flutlichtspiel“ im Elfmeterschießen raus. Hohe Siege gab es auch gegen Cheruskia Laggenbeck (14:1) und SV Werl-Aspe (12:0).

Zehnmal stand der SC Preußen seit Einführung des Westfalenpokals 1981 im Finale – sechsmal gingen die Adler als Sieger vom Feld, vier Endspiele verlor der SCP (1987 mit 1:2 gegen Erkenschwick, 1998 mit 1:2 gegen das damalige LR Ahlen, 2012 mit 0:2 gegen Arminia Bielefeld und 2022 mit 3:4 nach Elfmeterschießen gegen Rödinghausen). Immerhin 14 Mal stand der SCP im Halbfinale.

Termine

Der Rahmenterminkalender sieht vor, dass die erste Runde zwischen dem 30. Juli und dem 2. August ausgetragen wird. Zwischen dem 18. August und dem 10. September ist die zweite Runde geplant. Das Achtelfinale (bis 15. Oktober) und Viertelfinale (bis 19. November) sollen ebenfalls noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.

Spielverlegungen werden dennoch an der Tagesordnung sein, beim SC Preußen beispielsweise werden Drittliga-Begegnungen Vorrang haben.

Teilnehmer Krombacher Westfalenpokal 2026/2027

3. Liga: Sportclub Verl, SC Preußen Münster

Regionalliga West: FC Gütersloh, VfL SF Lotte, Sportfreunde Siegen, SG Wattenscheid 09, SC Wiedenbrück, SV Westfalia Rhynern, SV Rödinghausen

Oberliga Westfalen: 1. FC Gievenbeck, SpVgg Erkenschwick, SpVgg Vreden, TuS Hiltrup, DJK TuS Hordel, SpVgg Horsthausen, Viktoria Clarholz, ASC 09 Dortmund, SC RW Maaslingen, SV 08 Lippstadt

Westfalenliga: Eintracht Ahaus, Rot Weiss Ahlen, SSV Buer 07/28, SG Finnentrop/Bamenohl, TuS Erndtebrück, FC Iserlohn, FC Roj, Concordia Wiemelhausen, Türkspor Dortmund, SuS Bad Westernkotten, Holzwickeder SC, BSV Schüren, Lüner SV, SF Ostinghausen, SC Peckeloh, SC Herford, FC Kaunitz

Landesliga: FC Marl, Ibbenbürener SpVg, SC Altenrheine, SC Münster 08, FC 96 Recklinghausen, SVE Heessen, TSV Raesfeld, TuS Harpen, TuS Sundern, RSV Meinerzhagen, RW Hünsborn, Kirchhörder SC, SV Westrich, SG Bödefeld/Henne-Rartal, SG Massen, TBV Lemgo, Post TSV Detmold, SVKT Minden, SV Heide Paderborn, TuS GW Pödinghausen, Spvg Steinhagen

Bezirksliga: FC Hellas Makedonikos Hagen, Sportfreunde FA Herringhausen-Eickum, SV Dringenberg, FC Lübbecke, TuS Lipperreihe

Kreisliga A: SV Blau-Weiß Rixbeck-Dedinghausen

Ein weiterer Teilnehmer wird der noch nicht feststehende Kreispokal-Sieger Hochsauerlandkreis.

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