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Wieder zwei Gegentore, wieder verloren: Preußen Münster scheitert auch gegen Duisburg an sich selbst

Wieder zwei Gegentore, wieder verloren: Preußen Münster scheitert auch gegen Duisburg an sich selbst
Preußen Münster - MSV Duisburg 1:2. Duisburg bejubelt das 2:0.

Wo das wohl noch enden soll? Am Ende eines völlig verkorksten Abends steht der SC Preußen Münster mit der nüchternen Erkenntnis da, dass es nicht reicht. Ganz egal, was die Preußen auch versuchen: am Ende stimmen die Ergebnisse nicht. Und am Samstag trübte noch ein medizinischer Notfall die Stimmung im Stadion. Das riecht nach tristen Zeiten an der Hammer Straße.

Es war ein Spiel, das sich dem langsam verdunkelnden Himmel über dem Stadion anpasste. Kellerkind Münster gegen den zuletzt leicht taumelnden Ex-Tabellenführer Duisburg: Zwei Teams, die derzeit aus unterschiedlichen Gründen etwas zu knabbern haben an der sportlichen Realität, Der MSV allerdings – nach drei Spielen ohne Sieg, aber noch immer als Tabellenzweiter – etwas mehr im Bereich des Luxusproblems. Aber davon war dann auf dem Feld nur bedingt etwas zu spüren.

Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2.
Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2. Joshua Mees ist hier auf dem Weg zum 1:0… scheitert aber.

Die Adler und die Zebras beharkten sich auf dem Spielfeld, allerdings eher im Mittelfeld. Das war ein ganz zäher Schinken, wie Ex-Trainer Sascha Hildmann oft zu sagen pflegte. Duisburg ließ dem SCP viel Raum, stand extrem defensiv und kompakt. Das gab den Preußen etwas mehr Spielfläche und Ballbesitz – und einen einzigen Hauch mehr Gefahr.

Die Zahl der echten Chancen ließ sich in der ersten Hälfte auf eine einzige eindampfen: sie gehörte Joshua Mees, der sich einen schlampigen Pass der Duisburger erlief und dann Richtung MSV-Tor zusteuerte. Ein bisschen ließ er sich abdrängen, sein Abschluss war nicht schlecht, aber Duisburgs Keeper Braune lenkte den Ball gerade noch so ab. Schade drum, das hätte eben gut und gerne das 1:0 sein können.

Im Grunde war es das aber auch. Nein, da kam nicht mehr. Hier und da mal ein Versuch, aber das war nicht einmal knapp. Beispiel? Eine schöne Freistoßszene von halbrechts setzte Mees dann ganz weit über das Tor der Gäste. Nichts, wirklich nichts regte die Zuschauer auf. Und so ereignislos ging es in die Pause.

Spieldaten:

Unverändert ging es weiter nach dem Wechsel. Münster bekam die eine Szene nach 52 Minuten, als Adeh eine Hereingabe direkt abnahm, das Tor aber verfehlte. Wenn es mal so halb gefährlich wurde, dann durch die Preußen. Duisburg? Anwesenden, aber inaktiv.

Und dann schlug die Stunde. Im wörtlichen Sinn: Nach 60 Minuten traf Joshua Bitter mit einem eher unplatzierten Schuss vor allem das Gesicht von Niko Koulis. Und dessen Gesicht lenkte den Ball so unglücklich ab, dass der perfekt rechts einschlug. Keine Chance für Matthis Harsmann im Preußentor. Das 0:1, derart unglücklich, dass man verrückt werden konnte.

Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2. Jubel bei den Gästen nach dem 1:0.

Der Rückstand wirkte schon aufs Gemüt. Und es dauerte nur neun Minuten, ehe Duisburg den SCP endgültig lahm legte – diesmal mit einem wuchtigen Schuss aus 18 Metern ins linke Eck. Dominik Kother traf und nicht nur ins Tor, sondern ins Mark.

War es Moral? Glück? Wie auch immer: Münster kam einmal kurz zurück. Nach einem Freistoß des eingewechselten Marvin Schulz Senior streckte sich Tikvic und drückte den Ball per Kopf zum 1:2 ins Tor. Es war nur auf dem Papier ein Weckruf. Tatsächlich passierte rein gar nichts mehr.

Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2. Wesley Adeh muss raus.
Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2.

Und in der Phase, als das Publikum vielleicht noch das Team hätte nach vorn treiben können, wurde es ganz still. Auf der Osttribüne war ein Mann zusammengebrochen, musste behandelt und mehrfach reanimiert werden, ehe er wach und ansprechbar ins Krankenhaus transportiert werden konnte. Das drückte allen aufs Gemüt – die üblichen Rituale nach Abpfiff entfielen. Weder feierte Duisburg vor dem eigenen Block, noch stellten sich die Preußen vor die Ost. Alle Wünsche galten dem Betroffenen.

Preußen Münster – MSV Duisburg 1:2. Notfall auf der Ost – und alle blieben vernünftig. Die Fankurven schwiegen, mit Fahnen wurde der Behandlungsort verdeckt.

Die Preußen verloren allerdings wieder einmal ein Spiel, das nicht verloren werden durfte. Und wieder trug die Mannschaft selbst – wenn auch unfreiwillig – dazu bei, dass sie um den Lohn gebracht wurde.

Tabelle 13. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Viktoria Köln1392236:181829
2.)MSV Duisburg1392233:181529
3.)RW Essen1383221:13827
4.)SV Wehen Wiesbaden1363426:17921
5.)FC Ingolstadt1363419:19021
6.)1. FC Saarbrücken1362531:26520
7.)Alemannia Aachen1362519:19020
8.)SV Waldhof Mannheim1361623:20319
9.)FC Hansa Rostock1354422:22019
10.)TSG Hoffenheim II1251621:20116
11.)Fortuna Düsseldorf1344514:17-316
12.)SV Meppen1243516:17-115
13.)VfB Stuttgart II1243521:23-215
14.)SC Preußen Münster1343621:25-415
15.)Würzburger Kickers1242617:24-714
16.)SSV Jahn Regensburg1234522:21113
17.)SC Verl1233617:26-912
18.)SG Sonnenhof Großaspach1333713:29-1612
19.)Fortuna Köln1324710:16-610
20.)TSV Havelse1324717:29-1210

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 3. Liga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga. Die Klubs auf den Plätzen 17 bis 20 steigen direkt in die Regionalliga ab.

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