Kommentar: Nicht mit Erwartungen überfrachten
Der SC Preußen Münster hat sich am Montag ganz schnell entschieden. Trainer Alexander Ende wurde freigestellt, mit echtem Bedauern, das darf man den Preußen abnehmen. Jetzt soll erst einmal Kieran Schulze-Marmeling den Job übernehmen. Der erste Gegner ist Magdeburg und natürlich sorgt das für ein paar launige Sprüche – im vergangenen Frühjahr war das überragende 5:0 in Magdeburg schließlich der Auftakt zum Klassenerhalt. Und jetzt hoffen viele auf eine Wiederholung. Und genau diesen Gedanken sollten sich alle sofort abgewöhnen.
Seit Wochen befindet sich der SC Preußen Münster im Abwärtstaumel. Kurzzeitige Phasen mit besseren Auftritten – hier mal eine Halbzeit, dort mal eine – und ein Auswärtssieg in Braunschweig täuschten über die unverändert bestehenden Probleme hinweg. Besser wurde es nur sporadisch und wenn, dann war es oft schon zu spät. Wie gegen Kaiserslautern. Oder brutale Fehler sorgten für den K.O. – wie Hertha, wie Karlsruhe, wie Paderborn…
Dass aber ausgerechnet in einer Phase, in der sich endlich die Verletztenmisere löst, alles zusammenbricht, ist nicht nur Ironie, das ist ein reines (Fußball-)Drama.
Mit letzter Kraft sollte in Dresden der „alte“ SCP vom Saisonbeginn wieder auferstehen, aber da spielten die Köpfe schon nicht mehr mit. Die Mannschaft hat nicht das Fußballspielen verlernt, aber das Vertrauen in sich selbst verloren – anders sind die hanebüchenen Fehler nicht mehr zu erklären. Es ist eben doch alles Kopfsache und vom Kopf weg zerbrach das Spiel der Adlerträger.
An diesem schlimmen Sonntag an der Elbe war auch der Kontakt zu den Fans abgerissen – und spätestens das war das letzte Alarmsignal. Wie hätte unter diesen Umständen ein Neustart in alter Besetzung gelingen sollen? Wie wäre das Spiel gegen Magdeburg anders verlaufen als die anderen Spiele bisher? Jetzt ist die Installation von Schulze-Marmeling ein Rettungsanker. Er bringt mit seinem Team etwas Neues herein, ist aber allen und mit allem vertraut. Genau das braucht die Mannschaft jetzt.
Der Effekt des Trainerwechsels. Er wird in Münster greifen, weil es ein sanfter Wechsel ist. Es ist einer da, der die Lage kennt, der die Spieler kennt. Niemand muss sich unter Druck verstellen. Niemand muss irgendetwas beweisen und dabei überdrehen. Es gibt in diesem Sinn keine Überraschungen. Es braucht ein paar einfache Dinge und genau das wird das ziemlich akribische Interims-Team jetzt ermöglichen. Ein vertrauter Rahmen und darin ein neues Bild.
Aber – und das ist ein großes Aber – niemand darf sich der Erwartung hingeben, dass Schulze-Marmeling ein Magier ist. Eine so zermürbte Mannschaft, die vor allem an sich selbst scheitert, wieder aufzurichten, ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist kein Gesetz. Und die vielen Internet-Memes mit dem Rückblick auf den Mai verklären den Blick auf die aktuelle Lage. Mai ist nicht März. Magdeburg ist nicht Magdeburg.
Der schnelle Gag ist naheliegend, aber gefährlich.


Das ist meiner Ansicht nach ein Bauernopfer,hier muß der jenige der diesen nicht 2.Liga reifen Kader zusammengestellt mit zur Verantwortung gezogen werden und das ist Herr Kittner.Dazu Wenn ich schon das Trainerteam freistellen dann alle ,da gehört der unkompetente Torwartrainer und der Atletic Fuzi auch dazu.Wenn man sieht wie der Schenck durch den 16 er irrt das ist schon erbärmlich.Was sich Kittner im Winter mit der Verpflichtung Rondic geleistet hat ist beschämend der überall durchfallen ist ,aber Münster wird den schon nehmen.Wenn man Jeckel,Heuer Bolai und den Sturm sieht das ist höchstens mittelmäßigen 3.Liga Niveau. Aber für einen 3.Ligisten ein hübsches Stadion in dem man sich für die nächsten Jahre einrichten kann.
Gute Besserung!
Ich helfe Dir mal bei den Namen, Tim Geidies, Paul Jaeckel, Luca Bolay. Lerne erst mal die Namen, dann kann ich Deine Meinung vielleicht ernst nehmen.
Auch wenn da viel Quatsch dabei ist.
Ganz ehrlich: Solche Aussagen sorgen bei vielen Fans eher für Fremdschämen,
als für eine sachliche Diskussion. Wer den SC Preußen Münster wirklich verfolgt, weiß, dass die Situation deutlich komplexer ist, als hier dargestellt.
Natürlich läuft sportlich nicht alles rund, das sieht jeder. Aber jetzt pauschal einzelne Verantwortliche oder Spieler öffentlich an den Pranger zu stellen, hilft dem Verein überhaupt nicht. Kaderplanung, Wintertransfers,
das sind Prozesse, an denen viele Faktoren beteiligt sind. Im Nachhinein alles besser zu wissen, ist immer leicht.
Aber ich finde, mit unserem sehr geringen Budget für Liga 2 haben die doch gute Wintertransfers mit Imad Rondic, Shin Yamada und Tobias Raschl gemacht.
Gerade in einer schwierigen Phase benötigt die Mannschaft Rückhalt statt Polemik. Kritik darf und soll es geben, aber bitte sachlich, respektvoll und mit einem gewissen Verständnis für die Realität eines Aufsteigers bzw. eines Vereins mit begrenzten Möglichkeiten.
Das Stadion, die Fans, die Entwicklung der letzten Jahre, darauf kann Münster stolz sein.
Jetzt gilt es, zusammenzustehen und nicht zusätzlich Unruhe von außen zu erzeugen.
Wer wirklich Ahnung vom Verein hat, weiß: Erfolg entsteht nicht durch Schuldzuweisungen, sondern durch Zusammenhalt. Jetzt erst recht:
„Alle zusammen für Preußen Münster“
Für den Klassenerhalt in Liga 2.
Ich werde nie verstehen, warum sich Leute öffentlich in solchen Foren und dann möglicherweise noch mit Klarnamen häufig als absolute Blitzbirnen selber outen müssen. Nicht in der Lage, einen einzigen Namen richtig zu schreiben, aber Hauptsache man kotzt seinen Bullshit raus. Was bringt das Netz nur für arme Menschen zum Vorschein.
Stimmt, Carsten, Schulze Marmeling ist kein „Magier“! Und auch, dass nun andere Attribute gefragt sind als Taktik. Letzteres waren jedoch zunehmend auch für Außenstehende klar erkennbar (vor vielen Wochen, weil sich Gegner darauf eingestellt hatten). Letztlich wird entscheidend sein, wie der Interimstrainer in so kurzer Zeit 1. das Spieler-Material (ich mag den Begriff nicht, aber letztlich trifft es den Sinn), das auf das Ende-System lange, planvoll und zukunftsorientiert zugeschnitten wurde, „umerziehen“ können wird und 2., auch mit Hilfe von einem sporttherapeutischen Team die Köpfe der Menschen (Spieler) auf „null“, auf Zukunft stellen kann.
Mir fehlt dieses Mal die Phantasie dafür (so etwas klappt 1 x super, Leader wie Lorenz dabei etc.). Gerade Magdeburg dürfte nicht in die gleiche Falle tappen wie letztes Jahr. Aber wer weiß…
Zumindest wird das Spiel am Sonntag endlich was neues zu bieten haben. Spannung! Und die fehlte in letzter Zeit…
Man sollte bei allem Frust auf die Wortwahl achten! Diese Menschen, die du dort beleidigst/beschimpfst, arbeiten z. T. seit Jahren hart für den Verein… sie haben mit dafür gesorgt, dass wir nun überhaupt in der 2. Liga spielen.
Es wurden Fehler gemacht, klar… Durch Verletzungen, falsche Entscheidungen und Negativstrudel waren die letzten Spiele (v.a. natürlich Dresden) inakzeptabel!
Aber dass man mit dem kleinsten Etat automatisch einen Kader zusammenstellt,
mit dem man automatisch erfolgreich ist, das ist doch Wunschdenken…
Abläufe und Personalia hinterfragen, Dinge optimieren – ja!
Alle einfach rausschmeißen, doppelt bezahlen und sich beschimpfen? Nein!
„Die Zukunft ist Hoffnung, und aus Güte ward dem Menschen die Zeit gegeben, dass er in der Erwartung lebe.“ Thomas Mann