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Preußen Münster gibt Spiel gegen Hertha in letzter Sekunde aus der Hand

Preußen Münster gibt Spiel gegen Hertha in letzter Sekunde aus der Hand
25. Spieltag: SCP - Hertha BSC 1:2.

Berlin ist nicht Braunschweig und Münster bleibt sich treu. Am Ende eines intensiven Spiels gegen Hertha BSC schauten nur die Spieler des SC Preußen Münster wieder niedergeschlagen auf den Boden. Und genau da, am Boden nämlich, findet sich das Team nach dem 1:2 gegen Hertha nun wieder – der kurze Moment der Erholung nach dem Braunschweig-Spiel ist schon wieder vorüber, weil der SCP am Ende der Nachspielzeit wieder mit großer Naivität agierte und Hertha den späten Lucky Punch schenkte.

Das war kein guter Sonntag für den SC Preußen und seine Fans. Ein Blick auf die Tabelle zeigt das ganze Drama: Punktgleich mit dem Relegationsplatz, ein Punkt weg vom direkten Abstiegsplatz. Fürth gewann, Braunschweig und Dresden punkteten – am Ende des 25. Spieltags war der SCP gemeinsam mit Kiel und Magdeburg wohl einer der großen Verlierer. Am kommenden Wochenende muss der SCP auswärts bei einem der besten Rückrundenteams antreten und so richtig vermag man sich derzeit nicht vorzustellen, wie sich die Preußen in Dresden einen Dreier sichern wollen. Abstiegskampf ist halt kein Spaß.

Man kann dieses Spiel gegen Hertha auch recht schnell erzählen. Münster legte eine ziemlich ernüchternde erste Halbzeit hin. Ja, da gab es zwei Halbchancen, einmal durch einen Kopfball von Rondic und einmal durch einen strammen Distanzschuss von Schulz. Alles nicht in der Anfangsphase. Aber so richtig gefährlich war das nicht. Die besseren Chancen hatte Hertha – durch Brekalos Schuss ans Außennetz, seinen Schuss am Pfosten vorbei. Manches blieb auch bei Hertha in Ansätzen stecken, aber von Münster war gar nichts zu sehen.

25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.
25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.

Nach 30 Minuten kamen die Gäste auf 6:0 (!) Ecken, dazu führte Hertha in nahezu allen Spieldaten – beim Ballbesitz, bei der Zweikampfquote, bei Abschlüssen, beim xGoals-Wert. Das war ein deutlicher Leistungsunterschied, aber trotzdem unverständlich aus Preußensicht, warum nicht einmal Grundtugenden zu sehen waren. Ein rätselhafter Auftritt.

Den Aufregen der Partie gab es dann nach 43 Minuten. Koulis ging gegen Cuisance schon ordentlich zur Sache, wohl auch knapp imi Strafraum oder auf der Strafraumgrenze. Schiri Bickel ließ erst weiterspielen, der folgende Einwurf für Hertha verzögerte sich aber – weil der VAR im Hintergrund agierte. Nach längerer Debatte ging der Schiedsrichter dann zur Seitenlinie, wo der Monitor die Szene hätten zeigen sollen. Tat er aber nicht, weswegen am Ende der „Kölner Keller“ die Entscheidung traf: Elfmeter. Fabian Reese, bis dahin gar nicht zu sehen, verwandelte eiskalt und sicher zur Berliner Führung. Und so ging es dann in die Pause.

25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.
25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.

Spieldaten:

25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.

Das musste in der zweiten Halbzeit besser werden. Dafür musste Alexander Ende allerdings regieren und das tat er auch. Preißinger und Yamada runter, Mees und Benger ein, damit stellte der SCP auch sein Spiel um. Und das wurde schnell sichtbar.

Der Ausgleich allerdings ging nicht auf die Kappe der Wechsel, sondern war Folge eines Eckballs. Batista Meiers Hereingabe nach der Ecke landete auf dem Kopf von Heuer und der traf zum Ausgleich (46.)! Das ging überragend schnell und war auch Auftakt einer deutlich besseren zweiten Halbzeit.

25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2. Jannis Heuer.

Nach 56 Minuten hätte Schulz fast das 2:1 aus der Distanz erzielt, auch Heuer hatte nach 70 Minuten noch eine gute Szene. Bis zum Ende kam Münster noch zwei-, dreimal gut über die Seiten in Richtung Berliner Tor. Aber dann fehlte am Ende immer ein kleines Stückchen.

Rein in die Schlussphase des Spiels: Der eingewechselte Winkler musste eigentlich das späte 2:1 für Berlin erzielen, verfehlte aber das Toreck knapp. Auf der Gegenseite erarbeitete sich der SCP noch einen späten Eckball. Und dann wurde es schlimm. Im Versuch, auf engem Raum ein Kurzpassspiel aufzuziehen, setzte Paetow leider Mamuzah Lum in Szene, der dann Winkler einsetzte. Der entwischte mit brutalem Tempo Richtung Preußentor und traf dann ins lange Eck. Das war ein Tiefschlag in letzter Minute.

25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.
25. Spieltag: SCP – Hertha BSC 1:2.

Trotzdem hatte der SCP nach dem folgenden Anstoß noch einmal die Chance zum noch späteren Ausgleich – Batista Meiers Distanzschuss zischte aber knapp über das Tor. Danach war Schluss und der SCP ist wieder da, wo er vor dem Braunschweig-Spiel war. In größer Gefahr.

Tabelle 4. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)Hannover 96 44008:2612
2.)SV Elversberg 43015:329
3.)FC Schalke 04 43015:329
4.)Karlsruher SC 42205:238
5.)Arminia Bielefeld 42119:457
6.)SV Darmstadt 42116:427
7.)SC Preußen Münster42117:617
8.)Eintracht Braunschweig 42115:507
9.)1. FC Kaiserslautern 42025:416
10.)SpVgg Greuther Fürth420210:11-16
11.)SC Paderborn 07 41214:405
12.)Fortuna Düsseldorf 41123:8-54
13.)Dynamo Dresden 41035:7-23
14.)Holstein Kiel 41034:6-23
15.)1. FC Magdeburg 41037:10-33
16.)Hertha BSC 40221:4-32
17.)1. FC Nürnberg 40131:4-31

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.

One thought on “Preußen Münster gibt Spiel gegen Hertha in letzter Sekunde aus der Hand

  1. Liebe Verantwortliche des SC Preußen Münster 06, es reicht endgültig!

    Das Trainerteam ist mit seinem „Alles oder nichts System“ in Gänze gescheitert. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, ist es zu spät, denn die Konkurrenz am Tabellenende punktet und punktet, während die Mannschaft des SC Preußen nicht mal in der Lage ist, einen Punkt in der letzten Minute der Nachspielzeit ins Ziel zu retten, um so den drohenden Abstieg in Liga 3 evtl. noch zu verhindern.

    Das Trainerteam sitzt teilnahmslos beim letzten Eckstoß für die Preußen auf der Bank und schaut zu, wie sich die meisten Preußenspieler im Strafraum des Gegners versammeln um, wie wohl gefordert, das Siegtor zu erzielen, aber die Rückabsicherung in Richtung Preußentor, wie in der Saison schon oftmals geschehen, komplett vernachlässigt wird.

    Die Gegner kennen das schon zu Genüge und vollenden mit ihren schnellen Konterspielern in letzter Minute das Siegtor, da die im Vollsprint zurücklaufenden Preußenspieler nur als Staffage parallel nebenher bzw. hinterherlaufen, ohne erfolgreich eingreifen zu können.

    Was ändern die vom Trainer nunmehr aufgezeigten Alternativen im Angriff, welche jetzt zur Verfügung stehen, wenn nach wie vor Abwehrspieler die Tore erzielen und durch den Hurrafußball des Trainerteams hinten die Gegentore fallen, wodurch schon wieder nicht mal ein Unentschieden erspielt wird.

    Warum sitzt das Trainerteam in der letzten Minute der Nachspielzeit teilnahmslos auf der Bank und beordert nicht beim Eckball für die Preußen die doch zwingend erforderliche Rückabsicherung durch Defensivspieler an die Mittellinie des Spielfeldes, um eine mögliche Niederlage zu verhindern?

    Wenn das Trainerteam sieht, dass die Rückabsicherung seitens der Mannschaft nicht erfolgt, was schon lange vor dem 25. Spieltag einfach sitzen muss, hat der Trainer zwangsläufig laut und deutlich, für Alle vernehmbar, sofort korrigierend einzuschreiten! Andere Trainerteams tun das, wie immer wieder zu sehen ist!

    Die nach Spielschluss erfolgten Statements der Beteiligten helfen da auch nicht weiter. Fehler anderer am Spiel beteiligter Personen, wie etwa das Schiedsrichterteam, kommen immer mal vor, kann man aber nicht ändern. Nur eigenes Handeln hilft, die aktuelle Lage korrektiv und nachhaltig zu verbessern!

    Alle Preußenfreunde schließen mal wieder das Wochenende mit hängenden Köpfen ab!

    „Liebe Verantwortliche des SC Preußen 06, handeln Sie jetzt, um eine drohende Katastrophe, welche den Abstieg in Liga 3 bedeutet, zu verhindern.“ B i t t e …

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