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Preußen Münster findet in Darmstadt keinen Weg und verliert

Preußen Münster findet in Darmstadt keinen Weg und verliert
Yassine Bouchama (links) und Marcel Benger (r.) gegen Hiroki Akiyama. Foto: IMAGO / HMB-Media

So groß war der Unterschied am Sonntag nicht. Beim Spitzenteam SV Darmstadt verlor der SC Preußen Münster knapp mit 0:1, hatte in paar Mal richtig Glück und einmal selbst richtig Pech. Insgesamt ging die Niederlage in Ordnung, weil es dem SCP über 90 Minuten nie wirklich gelang, so etwas wie offensive Wucht zu entfachen.

Ausgerechnet Kapitän Jorrit Hendrix leitete den entscheidenden Angriff mit einem etwas leichtfertigen Ballverlust ein – Marco Richter knallte den Ball dann erst an die Latte, den Abpraller verwertete Killian Corredor gegen die Laufrichtung von Johannes Schenk zum 1:0. Das war nach 56 Minuten. Der Treffer fiel gerade in einer Phase nach dem Wechsel, als Münster selbst mehr vom Spiel hatte – und durch Yassine Bouchama nur drei Minuten zuvor eine große Chancen auf die eigene Führung hatte. Aber Bouchamas Ball war letztlich zu drucklos und das war irgendwie symbolisch für den Auftritt der Preußen. Es fehlte am Ende immer etwas, um mal richtig gefährlich zu werden.

In der ersten Halbzeit gab es aus Preußensicht fast nichts zu berichten. Mit deutlich mehr Ballbesitz spielte der SCP so wie immer, hielt Darmstadt auf Abstand, so gut es eben ging. Nicht alles war zu verhindern, einmal war dann wirklich Glück im Spiel – als nämlich Darmstadt ganz früh erst die Latte traf und dann aus Kurzdistanz nicht das Tor.

Oft war der SCP selbst Auslöser, wenn es gefährlich wurde. Einige Male verlor der SCP durch Fehlpässe oder leichtfertige Ballverluste den Ball. So wie nach 28 Minuten, als Heuer unfreiwillig Vorlagengeber für Darmstadts Corredor wurde, dessen scharfe Hereingabe von Richter nicht mehr erreicht wurde.

Trainer Alexander Ende korrigierte noch vor der Pause, brachte Lars Lokotsch für Zidan Sertdemir, aber um das vorwegzunehmen: Lokotsch kam im weiteren Verlaufe des Spiels nie in irgendeine wirklich gute Position.

Tabelle 26. Spieltag
KlubSp.SUNToreVerh.P
1.)FC Schalke 04 26156537:231451
2.)SV Darmstadt 261310348:291949
3.)SV Elversberg 26146644:281648
4.)SC Paderborn 07 26146643:301348
5.)Hannover 96 26137645:341146
6.)Hertha BSC 26118737:31641
7.)1. FC Kaiserslautern 261241045:38740
8.)Karlsruher SC 26971040:50-1034
9.)VfL Bochum 2689936:33333
10.)1. FC Nürnberg 26961134:37-333
11.)Fortuna Düsseldorf 26941324:35-1131
12.)Dynamo Dresden 26781144:44029
13.)Eintracht Braunschweig 26851329:43-1429
14.)SpVgg Greuther Fürth26851339:56-1729
15.)Arminia Bielefeld 26771238:36228
16.)SC Preußen Münster26681230:44-1426
17.)Holstein Kiel 26671331:40-925
18.)1. FC Magdeburg 26731636:49-1324

Die Klubs auf den Plätzen 1 und 2 steigen direkt in die Bundesliga auf. Der Drittplatzierte der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga. Der Tabellen-16. der 2. Bundesliga spielt in der Relegation gegen den Dritten der 3. Liga, die beiden Klubs auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 3. Liga ab.

Nach dem Wechsel wirkte der SCP etwas agiler, etwas engagierter. Aber die Chancen bekam weiterhin vor allem Darmstadt. Glück, dass Schenks totale Fehleinschätzung beim herauslaufen nicht mit dem 0:2 bestraft wurde, weil Lidbergs Weitschuss dann doch am Tor vorbeisegelte.

Dennoch sah das gut aus, was der SCP insgesamt zeigte – aber eben nur bis zur Strafraumgrenze. Da, wo es wirklich gefährlich wurde, bekam der SCP einfach keinen Fuß an den Boden.

Hier und da ergaben sich Lücken, mindestens kurzzeitig. Eine davon hätte Marcel Benger mit einer Direktabnahme nach 69 Minuten nutzen können, traf aber den Ball nicht richtig.

Die eine große Chance auf den Ausgleich vergab Joshua Mees nach 79 Minuten. Jano ter Horsts Hereingäbe knallte Mees dann an den Pfosten. Das war die einzige wirkliche Großchance für den SCP im gesamten Spiel. Und es war auch die letzte gute Szene der Preußen, die zwar bis zum Abpfiff alles versuchten, aber eben nie eine echte Lücke fanden und insgesamt viel zu ungefährlich blieben.

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