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Uwe Koschinat sieht „glücklichen Punkt“ für RW Essen

Uwe Koschinat sieht „glücklichen Punkt“ für RW Essen
Uwe Koschinat

Gemischte Gefühle überall. Die Preußen haderten mit einer verschlampten Führung, freuten sich am Ende dennoch über einen späten Ausgleich. Und umgekehrt ging es Essens Trainer Uwe Koschinat irgendwie auch so. Wer kurz vor Schluss führt, ein Spiel gedreht hat, und dann trotzdem noch den Sieg verspielt, müsste eigentlich verärgert sein. Koschinat blieb aber fair. „Reden wir nicht lang drumherum. Ich glaube, wir müssen heute insgesamt von einem glücklichen Punkt sprechen.“

Das klinge vielleicht etwas seltsam, gab Koschinat auch zu. „Aber wir müssen nach 56 sehr bescheidenen Minuten den Tatsachen ins Auge sehen.“ Nur ganz kurz zu Spielbeginn habe RWE das Spiel im Griff gehabt. „Da waren wir klar in unserer Strategie, haben uns viel in der Hälfte der Preußen aufgehalten.“ Doch dann habe eine Spielphase begonnen, in der Essen in vielen Zweikämpfen den Kürzeren gezogen habe, in der Münster „unheimlich schnell umgeschaltet“ habe. „Das Spiel hat sich dann schlecht angefühlt für uns, weil wir viele Fehler hatten und dem Ergebnis hinterhergelaufen sind.“

Selbst direkt nach dem Wechsel, als es Essen immerhin gelungen sei, das Spiel etwas zu beruhigen, „hat nicht viel darauf hingedeutet, dass wir noch einen Einstieg ins Spiel finden“. Ausgerechnet der schon zur Auswechslung vorgemerkte Ekin Celebi sorgte dann nach 60 Minuten für den so wichtigen Anschluss – sein Ballgewinn ermöglichte erst den Treffer von Janssen. „Dann kam wieder Leben ins Spiel“, so Koschinat. „Und dann waren wir auch unglaublich effizient. Wir waren dabei nicht extrem überzeugend, aber man hat den Willen gesehen, den Glauben, das hier etwas geht. Und nach dem 3:2 war ich mir ganz sicher, dass wir das ins Ziel bringen.“

Aber: „Am Ende ist das natürlich ein mehr als verdienter Ausgleich für Preußen Münster, so ehrlich müssen wir sein.“

Koschinat selbst hatte anschließend noch „Kontakt“ mit Fans des SCP – wie in Essener Medien zu lesen ist, musste sich der RWE-Trainer ein paar unhöfliche Worte von einem Fan der Preußen anhören, es wurde wohl etwas ruppig. Und auch, als Koschinat vor dem Spiel zu Interview mit MagentaSport kam, gab es von der Tribüne ein paar entsprechende Rufe. Das ist wohl auch Teil eines solchen emotionalen Duells.

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