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Kein Drittliga-Fußball im TV: WDR setzt auf digitale Angebote

Kein Drittliga-Fußball im TV: WDR setzt auf digitale Angebote
TV-Übertragungen des WDR.

Der WDR muss sparen, kräftig sogar. Und dabei setzt der Kölner Sender vor allem auf digitale Inhalte, sprich: Streaming. Um das Ziel zu erreichen, will der WDR bis 2030 fast die Hälfte seiner Programminhalte streichen. Dazu gehören auch die Live-Übertragungen von Drittligaspielen im klassischen linearen Fernsehen.

Gestrichen werden aber nur die TV-Übertragungen. Digital dagegen wird der neue Fokus des Senders. So schreibt es der WDR selbst: „Seine regionale Berichterstattung baut der WDR auf allen relevanten digitalen Kanälen aus. Regionale Inhalte werden prioritär für Web, App und Social Media konzipiert, produziert und veröffentlicht. Der WDR plant, Themen, Ressourcen und Produktionsprozesse in der Region noch stärker darauf auszurichten. Dazu gehört auch, dass das Angebot im Regionalsport auf wdr.de und in der WDR App ausgebaut wird. Etwa im Fußball – in dieser Saison kommen allein acht von 20 Vereinen der 3. Liga aus Nordrhein-Westfalen – aber auch Regionalsport abseits vom Fußball hat hier künftig einen Platz.“

Bereits im August hatte der WDR geschrieben, dass in der neuen Saison sämtliche Drittliga-Spiele mit NRW-Beteiligung live gestreamt werden – allerdings mit der Einschränkung auf Audiostreams. Nur „ausgewählte Partien auch im Video-Stream“, wie es damals hieß. „Eine Partie pro Spieltag wird dabei mindestens im Video-Livestream übertragen, alle anderen Spiele mit Beteiligung der Westvereine bekommen die Fans als Audio-Vollreportage angeboten.“ Schon im August war als Begründung des WDR zu lesen, dass der Sender auf dem Weg sei, „die digitale Heimat der Menschen in NRW zu werden“.

Hälfte der Programmangebote fallen weg

Zum Start streicht der Sender fast 80 Angebote – welche dann zusätzlich aufgegeben werden, soll im Frühjahr 2027 entschieden werden. Im Zuge der Sparmaßnahmen will der WDR rund 20 Prozent der Stellen aus klassischen Produktionsbereichen in technologieorientierte Aufgabenfelder verlagern – und gleichzeitig stärker auf externe Produktionsfirmen und Dienstleister setzen. Heißt: Weniger eigenes Personal beschäftigen.

Bis Ende 2028 reduziert der WDR auch seine genutzten Büro- und Produktionsflächen um rund 100.000 Quadratmeter gegenüber 2017 und will damit Fixkosten für die Infrastruktur senken. Über die Gründe dafür schreibt der Sender: „Angesichts des real sinkenden Etats bei nominal derzeit konstantem Beitragsaufkommen werden auch die Personalkosten gesenkt: Jede dritte durch Verrentung freiwerdende Stelle soll bis 2030 nicht neu besetzt werden. Auch Beauftragungen freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weniger werden.  Die Veränderungsprozesse werden durch eine bedarfsgerechte Personalentwicklung so begleitet, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den digitalen Wandel mit vorantreiben können. Hierzu werden entsprechende Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt.“

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