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1:1 zwischen Münster und Ingolstadt: Das sagen die TrainerInnen

1:1 zwischen Münster und Ingolstadt: Das sagen die TrainerInnen
2. Spieltag 2026/2027: Münster gegen Ingolstadt. Sabrina Wittmann.

So häufig saßen noch keine Trainerinnen auf dem Podest im Presseraum des SC Preußen Münster. Es war also ein noch ungewohntes Bild, über das anschließend niemand irgendein Aufhebens machte. Schon gar nicht Thomas Wörle, der Ingolstadts Trainerin Sabrina Wittmann schon viele Jahre lang kennt. Ohnehin ging es gar nicht um Geschlechterfragen, sondern um Fußball und darum, wie das 1:1 zwischen dem SCP und dem FCI nun zu bewerten war. Und zwar so:

„Ich habe einen guten Start von uns gesehen“, so Wittmann nach der Partie. „Vor allem in den ersten 25 Minuten bis zum Gegentor. Ich hatte das Gefühl, dass wir viele Box-Eintritte hatten. Und auch wenn wir nicht die Großzahl an 100-Prozentigen hatten, haben wir schon viel Stress gemacht. Vor allem dann, wenn wir viel geflankt haben. Das Gegentor kam für nicht irgendwie voll as dem Nichts und so habe ich meine Mannschaft dann auch erlebt: Wir haben ein bisschen gebraucht, um uns wieder zu fangen, hätten nach dem Tor auch noch eines kassieren können. Aber dann haben wir wieder an unsere Leistung vom Start anknüpfen können. Und da hat es mich dann geärgert, dass wir mit einem 1:1 in die Halbzeit gegangen sind.“

2. Spieltag 2026/2027: Münster gegen Ingolstadt. Sabrina Wittmann.

Wittmann sah in der zweiten Halbzeit eine „fahrige Phase“, in denen ihre Mannschaft „viele Ballverluste hatten und wir dabei auch drei Schüsse zugelassen haben“. Am Ende sei ihre Mannschaft dann „zu hektisch geworden, wir wollten da zu schnell zu viel“. Insgesamt habe Ingolstadt ein „ordentliches Auswärtsspiel gemacht. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr erhofft.“

Wörle zwiegespalten

An der Analyse der Kollegin hatte Thomas Wörle nichts auszusetzen. „Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Wir haben die erste Hälfte gebraucht, um ins Spiel zu kommen, das ist uns in dieser ersten Hälfte nie so ganz gelungen. Es gab ein bisschen bessere Phasen, aber auch weniger gute Phasen. Unser Tor kam definitiv aus dem Nichts, wir hatten zuvor kaum Vorstöße und Ingolstadt hat das Spiel schon ein Stück weit kontrolliert.“

Zwar seien die Abschlüsse von Ingolstadt jetzt nicht zwingend hochklassig gewesen, aber „hier und da haben wir Glück gehabt“.

„Für uns war klar, dass wir eine Leistungssteigerung brauchen in der zweiten Halbzeit. Sonst wäre es hier schwierig geworden. Aber wir haben tatsächlich eine gute Reaktion gezeigt, haben in der zweiten Halbzeit deutlich griffiger agiert. Die beiden Spielsysteme ähneln sich, da geht es also um die einzelnen Duelle. Die haben wir immer besser annehmen können. Insgesamt war es für mich ein typisches Drittliga-Spiel, sehr umkämpft, wenig klare Torchancen. Alles in allem war es aber über 90 Minuten auch ein gerechtes Ergebnis.

2. Spieltag 2026/2027: Münster gegen Ingolstadt. Thomas Wörle.

Spieldaten

2 thoughts on “1:1 zwischen Münster und Ingolstadt: Das sagen die TrainerInnen

  1. Danke, Carsten, dass Du (ich denke, ganz bewusst) einen Kommentar abgegeben hast zu den Trainer (in)-Stimmen!
    Ich habe Wittmann schon die letzten 2 Jahre (wo wir Preußen ja mal 1 Liga höher sein durften) „begleitet“, sie ist ein sehr, sehr schönes Phänomen, eine „Ausnahme“, die gerne zur Regel werden darf.
    Ich habe das Vergnügen, eine Dauerkarte direkt hinter der Gegner-Bank zu haben. Und war heute irgendwie (an)gespannt. Männerthemen. Wie sieht sie aus? Nö. Für mich eher: Wie geht sie mit „ihren“ Jungs um? Wirkung am Spielfeldrand? Körpersprache?
    Ehrlich? „Wie immer“ – Trainer (in). Wie gewohnt. Bei anderen Gästen. Sie stand in der 1. Hälfte mehr am Rand als Wörle. Ihr Input? Genau der Gleiche, wie bei allen anderen. Miro Klose habe ich verzweifelter und nervöser in Erinnerung;).
    Warum erwähne ich das überhaupt?
    Weil es nötig ist. Und: Weil Wittmann heute als Trainerin des Gegners einen guten Job gemacht hat.
    Ich fand es heute einfach mal total interessant und schön, eine große Frau an der Linie zu sehen; in jeglicher Hinsicht…

    1. …hierzu im Kontext zu unserem Ex-Trainer Ende, der abermals sein Lieblingswort (es nervte mich schon sehr schnell nach wenigen Interviews letztes Jahr) „Facetten“ gebrauchte, um sehr hilflos und abermals die Leistung seines Teams zu erklären. Unglaublich, dass so ein Verein wie Düsseldorf das mit ihm macht.
      Egal – Bleiben wir bei uns. (Hendrix würde dem zustimmen, hat ja viiiel Zeit zum Nachdenken;)). Bzw. beim Anfang (nein, nicht Markus…): Sabrina Wittmann. Und Thomas Wörle. Erfirischende, ernstzunehmende Trainer*innen…

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