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Das Preußenstadion bekommt Hybridrasen

Das Preußenstadion bekommt Hybridrasen
Seit Montag wird der Trainingsplatz in einen Hybridplatz umgewandelt. Foto: SC Preußen Münster

Die Allianz-Arena hat ihn, die BayArena in Leverkusen auch. Bei der WM 2026 wird in allen Stadien auf Hybridrasen gespielt. Und noch in diesem Jahr erhält auch das LVM-Preußenstadion ein entsprechendes Spielfeld – und bereits in wenigen Tagen einen Trainingsplatz mit Hybridrasen.

Die Arbeiten hinter der Südtribüne laufen bereits seit Anfang der Woche. Der im vergangenen Sommer komplett sanierte Trainingsplatz der Profis wird mit Hybridrasen ausgestattet. In der Länderspielpause im September folgt dann das Spielfeld im Stadion selbst. Anders als beim erst im Sommer 2025 vollständig renovierten Trainingsplatz erfolgt dabei im Stadion zunächst ein komplett neuer Platzaufbau inklusive der Rasentragschicht. In dem Zuge werden auch die kaputte Muldensteinrinne für die Entwässerung und die gesamte, längst abgekündigte Beregnungsanlage erneuert. Ein großer Aufschlag also.

Wie die Installation des Hybridrasens funktioniert? Im sogenannten Stitching-Verfahrenwerden Millionen von feinen Kunstrasenfasern vertikal in den bestehenden Naturrasen eingenäht. Dadurch entsteht ein extrem robuster und langlebiger Hybridrasen, wie es der SCP beschreibt.

Spezialmaschinen nähen die Kunststofffasern computer- und lasergesteuert ca. 18 cm tief in den Boden und setzen dabei rund 2.500 Stiche pro Quadratmeter. An der Oberfläche stehen die Fasern etwa 2 cm über, um das natürliche Wachstum zu schützen. Die Stiche werden dabei in engen, regelmäßigen Abständen gesetzt, sodass rund 20 Millionen Fasern und 47.000 Kilometer Garn auf einem Standard-Fußballfeld zusammenkommen. Die eingenähten Fasern stabilisieren die Rasentragschicht. Die Wurzeln des Naturgrases umschlingen die Kunstfasern, was die Scherfestigkeit deutlich erhöht. Der Platz wird ebener, belastbarer und regeneriert nach Spielen deutlich schneller. 

Seit Montag wird der Trainingsplatz in einen Hybridplatz umgewandelt. Foto: SC Preußen Münster

Das ostwestfälische Unternehmen Heiler, das bereits seit 1966 im Sportplatzbau aktiv ist, übernimmt die Arbeiten im Schatten des LVM-Preußenstadions, die Gesamtkoordination übernimmt Landschaftsarchitekt Stephan Bracht von der SAL Landschaftsarchitektur GmbH aus Münster. 

Anlass für die gesamte Aktion ist die leider nicht mehr unumkehrbare „Fehlplanung“ des Stadions, dass sich in einer West-Ost-Lage befindet. In Münster führt das dazu, dass der Platz sehr häufig sehr unterschiedlich verschaltet wird. Das führte dann und wann schon einmal zu einer Spielabsage wegen Frosts im März… Der Hybridrasen soll diese Herausforderungen beim Adlerclub zukünftig beherrschbarer machen und für eine gleichbleibende Qualität und Stabilität auch bei hoher Beanspruchung sorgen. 

One thought on “Das Preußenstadion bekommt Hybridrasen

  1. Hybridrasen hat auch Nachteile. Kann jeder googeln. Die Pflegekosten sind immens, da spezielle, permanente Pflege erforderlich ist. Und ewig ist der auch nicht haltbar. 1 Million für 2 Plätze, nun ja. Kann mir vorstellen, dass die Entscheidung nicht leicht gewesen ist. Ein Abwägen halt. Interessant und für mich aufklärungsbedürftig wären die Schäden, die jetzt schon da sind und „beiläufig“ benannt werden. Wie ist es dazu gekommen?

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