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DFB-Pokal: Westfalia Rhynern spielt im Preußenstadion gegen Dresden

DFB-Pokal: Westfalia Rhynern spielt im Preußenstadion gegen Dresden
Archivbild aus dem Sommer 2025: Dresden zu Gast im Preußenstadion.

Das LVM-Preußenstadion erlebt im August gleich zwei DFB-Pokal-Spiele. Zum einen das Heimspiel des SC Preußen Münster gegen den Karlsruher SC. Jetzt ist klar: Auch ein zweites Spiel der ersten Pokalrunde findet an der Hammer Straße statt: Westfalia Rhynern zieht aus Hamm nach Münster um und erwartet dort Dynamo Dresden.

Man habe alles versucht, so heißt es in Rhynern, um die Partie irgendwie in Hamm austragen zu können. Aber die Auflagen waren letztlich so hoch, dass nur ein Umzug in Frage kam. Rhynerns stellvertretender Vorsitzender Eike Hellenkamp sagte gegenüber dem Westälischen Anzeiger: „Leider sind die Anforderungen und notwendigen Veränderungen im Westfalia-Sportpark so groß, dass der Verein für dieses Spiel schweren Herzens nach Münster ausweichen wird. Es geht dabei um die Zuschauerkapazität und um Sicherheitsaspekte.“

„Alternativlos“ sei der Umzug gewesen, heißt es weiter. Rhynerns Anlage im Westfalia Sportpark fasst nur rund 2.500 Zuschauer, im Preußenstadion werden ab der kommenden Saison trotz des laufenden Umbaus rund 14.000 Fans Platz finden. Der Regionalliga-Aufsteiger hatte von Beginn an damit gerechnet, dass ein Heimspiel eher nicht in Hamm würde stattfinden können.

Jetzt muss der DFB die Ansetzungen so wählen, dass die beiden Heimspiele von Münster und Rhynern so verteilt werden, dass zwischen den Spielen ausreichend Zeit liegt. Vorteil: Es muss nur ein Stadion „neutralisiert“ werden, also mit dem typischen „Pokal-Look“ versehen werden. „Aufgrund der Doppelansetzung könnte das Spiel der Preußen gegen den KSC am begehrten Freitagabend stattfinden, die Begegnung Rhynern gegen Dresden beispielsweise am Sonntag“, schreibt der SCP selbst.

„Wunderbar“

Dresden war zuletzt im Hochsommer 2025 zu Gast in Münster – neben zahlreichen Schmierereien und Stickern waren anschließend aber zumindest keine größeren Zerstörungen vermerkt worden. Ob der Gedanke an einen Gästeblock erneut in schwarz-gelber Hand unter Preußenfans gerade große Begeisterung auslöst, darf allerdings bezweifelt werden.

Markus Sass, Finanz- und Stadiongeschäftsführer bei den Preußen, sagt allerdings: „Wir freuen uns sehr, dass wir einen Verein aus der unmittelbaren Nachbarschaft unterstützen können, indem wir ihm das LVM-Preußenstadion für das Pokalspiel gegen Dresden zur Verfügung stellen. Die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal ist jedes Jahr ein Highlight in Fußball-Deutschland und es ist wunderbar, dass gleich zwei Spiele bei uns in Münster stattfinden.“

Der SCP betonte am Freitag, dass die Überlassung des städtischen Stadions auch „wirtschaftliche und beihilferechtliche Gründe“ habe. Über Details des Gastspiels von Westfalia gibt es aktuell noch nichts zu ehrbaren – also auch nicht, wie oder ob überhaupt die Osttribüne genutzt wird. Das dürfte, wie es beim SCP heißt, auch mit dem Vorverkauf zu tun haben. Vorstellbar ist allerdings schon, dass auch manche Münsteraner die Gelegenheit nutzen werden, ein zweites Pokalspiel in Münster zu sehen.

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