Preußen Münster stellt Alexander Ende frei – Kieran Schulze-Marmeling springt ein
Der SC Preußen Münster hat seine Trainerentscheidung nicht auf die lange Bank geschoben. Bereits am frühen Montagmittag war das Aus für Alexander Ende und Co-Trainer Zlatko Muhovic beschlossen. Die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel gegen Magdeburg übernimmt U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling, der schon im Mai kurzzeitig eingesprungen war. Ob das diesmal wieder so klappen kann?
Kieran Schulze-Marmeling stellt sich also einmal mehr in den Dienst des Klubs, obschon die Aufgabe möglicherweise sogar undankbarer und komplexer sein dürfte als noch im Finale der Saison 2024/2025. Der U23-Coach wird nach Lage der Dinge auch das Spiel gegen Magdeburg als Trainer betreuen. Wie es dann weitergeht, wird sich im Laufe der Woche zeigen. Es wäre aber wohl keine große Überraschung, wenn sich der SCP zum Start der Länderspielpause auf der Trainerposition neu aufstellt.
Schulze-Marmeling verfügt zwar seit 2025 über die A-Lizenz, mit der er Mannschaften bis zur Regionalliga trainieren darf, eine Dauerlösung bis zum Saisonende ist mit Blick darauf eher unwahrscheinlich. Vielleicht sind diesmal auch weniger taktische Finessen gefragt als zunächst die Rückbesinnung auf einen klareren, einfacheren Fußball. Nicht mehr schön und anspruchsvoll, sondern pragmatisch und effizient. Um mehr geht es jetzt nicht mehr.
System abgenutzt
Zum Beginn der laufenden Saison hatte Alexander Ende mit der Mannschaft und ihrem dominanten Kurzpassspiel noch aufhorchen lassen. Doch der erfrischende Stil war schon nach wenigen Wochen in der Liga auf ruppige Gegenwehr gestoßen – und die Gegner standen dem SCP einfach brutal auf den Schuhen. Gegen dieses extrem simple Mittel fand das Trainerteam und die Mannschaft keine Lösungen, die Spiele wurden zäher und die spielerisch starken Auftritte spürbar weniger.
Schon in der Hinrunde war der SCP in einigen Partien ziemlich zusammengestutzt worden – beispielhaft sei hier das Spiel in Kaiserslautern, das Spiel in Berlin, aber dann zum Herbst hin auch das 2:2 gegen Dynamo Dresden genannt. Und ab Herbst wurde es auch zunehmend eine Ergebniskrise. In Magdeburg unterlag der SCP glatt mit 0:2, in Fürth verlor das Team spät mit 0:1. Der 2:1-Sieg in Bielefeld war nicht überzeugend, aber immerhin ein Lichtblick. Doch spätestens mit dem Beginn der Rückrunde lief nicht mehr viel zusammen.
Platzverweise, individuelle Fehler, ein offensiver Ausfall und defensive Unordnung: das wurde schnell eine böse Mischung, die immer nur für kurze Spielphasen besser wurde. Aber selbst solche kurzen Phasen machte sich der SCP dann selbst zunichte – besonders deutlich zuletzt im Heimspiel gegen Berlin. Das jüngste Debakel in Dresden, wo gar nichts mehr passte, sticht selbst in dieser Liste der Enttäuschungen besonders heraus.
Reißleine
Dass Sport-Geschäftsführer Ole Kittner mit der sportlichen Leitung jetzt die Reißleine zog, ist verständlich. Konstanz und Loyalität sind kein Selbstzweck. Hier fehlte ganz offensichtlich die Überzeugung, dass die drei anstehenden direkten Duelle im bestehenden Team besser verlaufen könnten – und ganz ehrlich: Für eine Verbesserung sprach zuletzt rein gar nichts mehr.
Der SC Preußen hat bereits den Start in die wichtigste Saisonphase brutal verpatzt. Noch ein ergebnisloser Anlauf wäre beim Kampf um den Klassenerhalt extrem kontraproduktiv.
Ob der Trick mit Kieran Schulze-Marmeling erneut gelingt? Das alte Dream Team um ihn und Sören Weinfurtner und Janis Hohenhövel ist in jedem Fall wieder bereit. Schon am kommenden Wochenende müssen sie die Weichen gestellt haben.


Was gibt es noch zu Verlieren dann haben wir es wenigstens versucht viel viel Glück ihr schafft das 2 Liga da gehören wir hin.