Dritter Blindgänger am Preußenstadion entschärft
Aufregung? Eher keine. Ziemlich routiniert wurde am Mittwoch der nächste Blindgänger-Fund zur Kenntnis genommen und letztlich erfolgreich abgeschlossen. Erhebliche Störungen verursachte der Fund allerdings in der Stadionumgebung – nach Sperrungen von Hauptverkehrsstraßen und Bahntrassen war nun wirklich keine Rede mehr von Routine.
Am späten Vormittag machte die Sache die Runde: Zwischen alter Gegengerade, Geschäftsstelle und dem alten Eingangsbereich war ein Blindgänger entdeckt worden. Eine rund 250 Kilogramm schwere, amerikanische Bombe. Es war der dritte Fund während der aktuellen Bauphase. Derweil liefen die Arbeiten im Bereich der Gegengeraden zunächst noch weiter. Am frühen Mittag wurde das Stadion dann langsam geräumt, auf der Geschäftsstelle verabschiedete man sich in den Feierabend oder mindestens ins Homeoffice.
Vergleichsweise schnell war die Mitarbeitenden der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg vor Ort. Bei anderen Verdachtsfällen kann es Tage dauern, ehe genauere Untersuchungen vorgenommen werden, auf der aktiven Baustelle und mit möglichen Bewegungen des Blindgängers geht es schneller.
Mehr als 400 Menschen mussten dann im Umkreis des Stadions evakuiert werden, schon um kurz nach 15 Uhr startete die Entschärfung – und um 15.55 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung. Die Evakuierung wurde beendet, die Straßensperrungen im Umkreis wurden aufgehoben. Auch die Bahnstrecken, die während der Entschärfung gesperrt werden mussten, wurden wieder freigegeben.


