1:0 gegen SC Wiedenbrück: Preußen Münster knackt die 40 Punkte und ist Tabellenführer
Man muss diesen Abend erfolgreich nennen. Der SC Preußen Münster schlug den SC Wiedenbrück mit 1:0, knackte die Marke von 40 Punkten und rückte zumindest bis Samstag auf den Tabellenplatz 1 der Regionalliga West. Das alles täuscht allerdings auch etwas über einen teilweise anstrengenden Abend hinweg.
Die Tabellen, die ja bekanntlich nicht lügt, zeigt zumindest ein verzerrtes Bild. Erstens kann Essen am Samstag mit einem Sieg gegen Rödinghausen wieder auf Platz 1 ziehen. Zum anderen lauert auch noch Fortuna Köln mit zwei offenen Partien hinter den Preußen – und könnte den SCP dann auch überholen.
Sei’s drum. Für den Moment genießt der SCP die Momentaufnahme und die anderen müssen ja ihre Hausaufgaben erst noch machen.
Wie schon zuletzt gegen Uerdingen startete der SCP vor offiziell 4.793 Zuschauern (aber nicht alle der mitgezählten Dauerkarteninhaber waren im Stadion) energisch, konzentriert und stark in die Partie. Schon nach einer Minute hatte Marvin Thiel freie Schussbahn, verfehlte aber mit seinem strammen Schuss das Wiedenbrücker Tor. Der SCP baute aber direkt Druck auf. Zur Wahrheit gehört, dass nur Robin ZIegele nach zehn Minuten das mögliche 0:1 verhinderte, da hatte Lukas Demming die Gästeführung auf dem Fuß.
Aber danach war der SCP wieder da. Zwölfte Minute, Henok Teklab nahm rechts Tempo auf und schloss dann energisch ab. Ins Tor rollte der Ball, weil Bjarne Pudel ganz blöd stand und den Ball abfäschte. Das Tor ging allerdings zur Hälfte auf Teklab, also passte das schon.
Mit der Führung im Rücken machte es der SCP gut, Wiedenbrück musste sich erst schütteln. Es war kein Feuerwerk der Chancen, aber wenn es gefährlich wurde, dann doch eigentlich nur am Strafraum der Gäste. So wie nach 22 Minuten, als Nicolai Remberg sich im Stadion drehte, den Ball dann aber am Pfosten vorbeisetzte. Und noch besser: Nach 33 Minuten rettete Pudel, diesmal stark, vor der Linie gegen Thiel. Da war Torwart Marcel Hölscher schon geschlagen, eigentlich sahen alle den Ball schon drin …
Und dann, direkt in der folgenden Szene, hämmerte Julian Schauerte den Ball an die Torlatte. Und dann zielte Gerrit Wegkamp knapp am Tor vorbei (38.). Es war das alte Spiel: Der SCP erarbeitet sich Chancen, viele Chance, aber er trifft einfach viel zu wenig. Das 1:0 spiegelte die Chancen nicht wider und hielt den Gegner wach und das Spiel offen.
Und deshalb kam Wiedenbrück immer mal wieder zu Schreckmomenten. So wie nach 42 Minuten, als es nach einem ärgerlichen Ballverlust der Preußen im eigenen Strafraum plötzlich schnell Richtung Max Schulze Niehues ging. Münster klärte in letzter Sekunde. Durchatmen und Pause.
Kaum wieder auf dem Platz, hatte der SCP schon wieder Chancen. Manuel Farrona Pulido setzte einen Schuss am langen Pfosten vorbei, dann kam Thorben Deters völlig frei vor Torwart Hölscher zum Abschluss – aber verfehlte. Da wäre ein Querpass wohl besser gewesen.
Zwischendrin setzte Wiedenbrück wieder einen dieser Stiche, aber Schulze Niehues parierte aufmerksam gegen den Schuss von Said Harouz.
Nach knapp einer Stunde dann der erste Wechsel beim SCP: Alexander Langlitz kam für Farrona Pulido ins Spiel. Und kurz danach kam wieder mal Wiedenbrück zu einer Chance. Nach einem Freistoß wuchtete Niklas Szeleschus den Ball über das Preußentor.
Aber auf der Gegenseite hatte sofort wieder der SCP eine Riesenchance, doch erneut blieb Hölscher Sieger gegen Teklab. Das war spektakulär, wie der Gästekeeper den Ball noch zur Ecke parierte.
So ging es langsam in die Schlussphase. Münster wechselte noch: Luke Hemmerich kam für Deters, später Joshua Holtby für Teklab und Simon Scherder für Marcel Hoffmeier, der sich einen schmerzhaften Pferdekuss eingefangen hatte (später aber schon wieder leichte Entwarnung gab).
Im stärker werdenden Regen wurde die Schlussphase zur reinen Zitterpartie. Wiedenbrück wurde noch einmal aggressiver, Münster verlor die Linie, traf viele falsche Entscheidungen – und ärgerte sich in den vier Minuten Nachspielzeit über eine Fehlentscheidung für eine Gäste-Ecke, die ja gefährlich hätte werden können.
Am Ende reichte es, der sechste Siege in Folge war eingefahren. Der SCP bleibt oben dran.
Spiele am 18. Spieltag | ||
Fortuna Düsseldorf II | 3:0 (1:0) | Alemannia Aachen |
FC Schalke 04 II | 4:1 (1:0) | KFC Uerdingen 05 |
SC Preußen Münster | 1:0 (1:0) | SC Wiedenbrück |
Bonner SC | 27.11, 14.00 | RW Ahlen |
SV Lippstadt 08 | 27.11, 14.00 | RW Oberhausen |
VfB Homberg | 27.11, 14.00 | 1. FC Köln II |
Wuppertaler SV | 27.11, 14.00 | Sportfreunde Lotte |
SV Straelen | 27.11, 14.00 | FC Wegberg-Beeck |
RW Essen | 27.11, 14.00 | SV Rödinghausen |
Fortuna Köln | 27.11, 14.00 | Borussia Mönchengladbach II |
18. Spieltag | |||||
Mannschaft | Sp. | Tore | Diff. | Punkte | |
1 | SC Preußen Münster | 18 | 36:14 | 22 | 40 |
2 | RW Essen | 17 | 40:17 | 23 | 38 |
3 | Wuppertaler SV | 17 | 31:9 | 22 | 36 |
4 | Fortuna Köln | 16 | 28:10 | 18 | 35 |
5 | RW Oberhausen | 17 | 33:16 | 17 | 32 |
6 | SC Wiedenbrück | 17 | 20:10 | 10 | 29 |
7 | Fortuna Düsseldorf II | 17 | 34:22 | 12 | 28 |
8 | SV Rödinghausen | 17 | 20:19 | 1 | 27 |
9 | 1. FC Köln II | 16 | 35:26 | 9 | 26 |
10 | SV Straelen | 17 | 23:27 | -4 | 24 |
11 | SV Lippstadt 08 | 17 | 29:31 | -2 | 23 |
12 | RW Ahlen | 17 | 26:32 | -6 | 22 |
13 | Borussia Mönchengladbach II | 17 | 21:20 | 1 | 20 |
14 | FC Schalke 04 II | 18 | 22:33 | -11 | 19 |
15 | Bonner SC | 17 | 22:31 | -9 | 16 |
16 | FC Wegberg-Beeck | 17 | 15:27 | -12 | 13 |
17 | Alemannia Aachen | 18 | 18:34 | -16 | 13 |
18 | Sportfreunde Lotte | 17 | 15:32 | -17 | 12 |
19 | VfB Homberg | 17 | 11:31 | -20 | 11 |
20 | KFC Uerdingen 05 | 18 | 12:50 | -38 | 8 |